Freitag, 15. Juni 2018

Paranormale Ermittlungen im Konzentrationslager ... und der alte Jude im Traum

Ein Thema, welches es in sich hat und worüber man kontrovers diskutieren kann: Soll man als Ghosthunter (Geisterjäger / Paranormaler Ermittler) eine Untersuchung in einem Konzentrationslager durchführen oder nicht? Für mich gibt es da ein klare Antwort und Entscheidung, die ich für mich als Mensch und Ghosthunter getroffen habe und welche es ist, erfahrt ihr in den nachstehenden niedergeschriebenen Gedanken.


Wenn man es mal ganz sachlich und nüchtern aus der Sicht eines Geisterjägers (oder allgemein eines Menschen, der sich für die paranormale Thematik interessiert) betrachtet, so sind gerade Konzentrationslager und ganz besonders Vernichtungslager wie Ausschwitz-Birkenau, Sobbibor, Majdanek, Treblinka oder gar Orte, wo es Massenhinrichtungen äußerst interessant, um dort eine paranormale Ermittlung durchzuführen. Denn es ist nicht auszuschließen, dass sich dort noch Seelen von Hingerichteten und Verstorbenen aufhalten - allein schon durch die vielen Emotionen und Gefühle die dort durch die ständige Angst und den Todeskampf zig Zehntausender Opfer des Naziregimes enstanden, kann es sehr gut möglich sein, dass entsprechende Ermittlungen positive Ergebnisse hervorbringen.

Allerdings ist es aber auch so, dass nahezu jeder weiss (bzw. wissen sollte oder sogar muss!), was an diesen Orten mit Menschen geschah, die aufgrund ihrer Lebensweise, Herkunft, Glaubens u.a. vernichtet und ausgerottet werden sollten, egal ob Kinder, Frauen, Männer, Greise. Und dies war alles andere als ein "Vogelschiss" in der Geschichte der "Deutschen" (keine Sorge, es wird kein politisches Statement).

Gerade dadurch, dass man um die unfassbaren menschlichen Tragödien an diesen Orten weiss, wird man es nicht schaffen, diese beim Betreten der Gelände auszublenden. Wie ich ja immer wieder erwähne, sollte man unbedingt zusehen, dass man bei einer paranormalen Ermittlung seine eigenen Erwartungshaltungen auf ein Minimum reduziert, um objektiver bei der Untersuchung zu sein. Aber gerade bei solchen Locations wird man es nicht schaffen können, die Emotionen gänzlich oder auch nur ansatzweise auszublenden. Emotionen könnten sich wahrnehmungstörend auswirken. Beispielsweise auftretende beklemmende Gefühle könnten falsch gedeutet werden und sie Geistern zugeschoben werden, obgleich es vom eigenen Empfinden herrührt. Man hört es von so vielen Menschen, die diese Locations betraten, dass Trauer sie überkam - sollte dies bei einem Ghosthunter anders sein? Ich könnte mich da nicht von freisprechen.

Allein schon wegen der Emotionalität stehe ich einer paranormalen Ermittlung einer solchen Location ablehnend gegenüber. Ihr habt richtig gelesen, der Geisterjäger Tom würde eine paranormalen Untersuchung einer bestimmten Art von Locations ablehnen und nein, dies hat rein gar nichts mit Angst zu tun (auch keine Angsts vor angeblich rachsüchtigen Geistern). Ich finde einfach, dass man gewisse Locations nicht untersuchen muss - da regt sich bei mir das Gewissen und der Respekt vor den Opfern.

Ein anderer Punkt, um eine solche Ermittlung nicht durchführen zu wollen liegt in meiner eigenen Erlebnissen begründet. Erlebnisse in Form eines Traumes, den ich seit meiner Kindheit habe und der mich immer wieder "einholt" und wie in einer Repeatschleife sich wiederholt. Ein sehr realer emotionaler Traum  - ich sehe mich als alten Greis mit einem Kind auf dem Arm. Es ist seine Enkelin Rebecca. Sie gehen einen staubigen Weg zu einem Gebäude, dort die steinigen Stufen herab in Vorahnung dessen, was sie dort erwartet. Die letzten Minuten und Augenblicke bis absolute Stille eintritt. Die Gefühle des Mädchens sind wie feste Materie greifbar. Gefühle von unendlicher Angst, die auch der alte Greis besitzt, aber dennoch versucht er das Kind mit einem Lächeln von dem was kommt abzulenken. 

Als an sich rational denkender Mensch könnte man die Vermutung haben, dass ich evtl. mal als Kind einen Film gesehen habe, wo eine solche Sequenz zu sehen und sehr einschneidend für mich war. Oder ein "Gebilde" meines Unterbewusstseins, weil ich mich intensiv mit Geschichte befasst habe. Aber ich weiss, dass ich diesen Traum noch weit davor hatte, als ich überhaupt einmal ein Buch zu der Thematik gelesen habe. Ich kann nicht beschwören, dass ich niemals als Kind mal durch Zufall genau so einen Ausschnitt aus einem Film sah, aber würde sich die Sequenz so intensiv ins Gedächtnis einbrennen? Ich kann mich an die ein oder andere Szene aus Filmen noch erinnern, die ich in meiner Kindheit sah, keine hatte dieses Potential, wie diese Szene. Daher bezweifel ich schon, dass es eine Filmsequenz war.

Eine andere Möglichkeit wäre -da wird es spirituell-, dass es vielleicht ein Schnippsel aus jener Truhe in unserem Unterbewusstsein ist, wo Erlebnisse und Erfahrungen aus einem der Vorleben abgespeichert sind und durch einen kleinen Spalt "ans Tageslicht" kommt. 

Euer Tom


Donnerstag, 17. Mai 2018

Yanny oder Laurel - eine Tondatei = 2 Ergebnisse

Vor wenigen Tagen ist eine Tondatei im Netz aufgetaucht, die jene schier zweifeln lassen, was man dort nun hört. Manche hören "Yanny" und wiederum andere "Laurel".


Und was hört ihr?

Ein altes "Problem", welches auch gerade wir Ghosthunter / Geisterjäger kennen. Denn bei der Auswertung des aufgenommenen Tonmaterials kommen bei manchen Sequenzen auch zwei oder gar mehrere Varianten heraus. Auch hier kann es zu solchen "Ergebnissen" und Zusammentreffen der weiter später genannten Faktoren kommen.

Dieses "Problem" zeigt auch auf, wieso auch gerade die Ergebnisse der in den letzten Jahren aufgekommenen Live-Kommunikation mit Geistern mit "?" zu versehen sind. Denn gerade bei dieser Live-Kommunikation braucht nur einer zu sagen, was man hört und alle Anwesenden erfahren eine Suggestion und können eine zweifelsfrei/neutrale Prüfung nicht mehr so wirklich vornehmen.

Zitat aus einem Artikel bei T-Online:

"Denn die Ton-Datei besteht sehr offensichtlich aus beidem – einem hochfrequenten "Yanny" unterlegt von einem tieferen "Laurel".Wer was hört, hängt von mehreren Faktoren ab: hörbare Frequenz, Technik, Gewohnheit und Zufall. Tatsächlich entscheidet sich das Gehirn in manchen Fällen schlicht für eine von zwei möglichen Varianten."


Euer Tom Pedall

HP Ghosthunter NRWUP & RLP
YT Ghosthunter NRWUP & RLP
YT TomsTalkMystery

Das "Ghosthunting" der Geisterjäger ... und was ist seriös?

Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich diesen Text hier schreibe und dann auch veröffentliche. Aber irgendwann ist einmal der Punkt erreicht, wo man seine Gedanken auch publik machen sollte. Mir ist bekannt, dass objektives kritisches Denken gerade auch in der Ghosthunter Community nicht immer willkommen ist (wird gerne als Neid und Missgunst ausgelegt), aber in Anlehnung an meinen Artikel vom (Aufklärung/Abgrenzung) und dem entsprechenden Podcast (Link) ist es Zeit für eine Ergänzung.

Denn, um eines mal vorweg zu nehmen: Von „Dem Ghosthunting“ kann man an sich nicht sprechen, denn dies impliziert, dass all jene, die sich Ghosthunter / Geisterjäger / Paranormale Ermittler nennen nach den gleichen Standards und Prinzipien arbeiten und nahezu die gleiche Philosophie/Zielausrichtung verfolgen. Nur ist dies eben nicht der Fall und es gibt vielerlei Philosophien und Antriebe, weshalb diese und jene auf dem Gebiet tätig sind (wissenschaftliche Ansätze, über Einholen eines Gruselkicks, Show, bis hin zu alles ist paranormal usw.). Wenn ich selber vom Ghosthunting rede, meine ich unsere eigene Teamphilosophie, aber ich sollte mir hierfür mal einen anderen Terminus überlegen.

Seit meiner frühen Jugend interessiere ich mich für die paranormale Thematik und diese Thematik find ich persönlich nach wie vor extrem interessant und spannend, aber man sollte da schon die Bodenhaftung nicht verlieren und nicht aus den Augen verlieren, dass es doch im Wesentlichen darauf ankommt, dass man keinen verqueren Thesen aufsitzt und die Wahrheit und Ehrlichkeit ein hohes Gut ist. Denn man hat –meiner Meinung nach- auch als Ghosthunter eine gewisse gesellschaftliche Verantwortung und sollte selber nicht dazu neigen, durch manipulative Darstellung und leicht widerlegbare Ergebnisse einfach nur Klischees zu bedienen und somit Menschen in der Meinungsfindung zu beeinflussen.
Bestes Beispiel: Apps mit Datenbanken (zB „Ghost Tool App und Huffs „The Portal“-App). In vielerlei Videos wird dargestellt/suggeriert, dass die daraus resultierenden Antworten von Geistern stammen. Wenn dann 18jährige, diese Apps nutzen, um einen Geist zu kontaktieren und entsprechend der „Ghosthunter“ in dem Video vorgehen und dabei unschöne Aussagen kommen, sie diese für real nehmen und sich womöglich einen Film dann fahren…
Ist nicht derjenige Mitschuld, der nur wegen Klicks und Views derartiges als echtes Ghosthunter-Equipment deklariert, worüber man echte Antworten von Geistern bekommt? Ich denke mal schon.

Der inhaltliche Wert der Wahrheit und ehrlichen Arbeitsweise wird vielfach über Klickzahlen, Auftritten in Medien, Abonnenten und Aufrufen/Views, Anzahl der Kommentare, teures Equipment, hohe Anzahl von "Ergebnissen", Dramaturgie, oftmals reißerischen, spannungsgeladenen Inhalten in der Community und Zuschauern definiert (sowie auch so gewollt dargestellt) und dabei ist es unerheblich, ob es vielleicht Fehlinterpretationen sind, getrickst wird, so einiges vollkommen rational zu erklären ist, Stimmen aus Datenbanken kommen, Suggestionen vorgenommen werden, Prinzipien und naturwissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten über Bord geworfen werden und von der Rückkehr des überwiegend mittelalterlichen Aberglaubens ganz zu schweigen. Hauptsache Klischees werden bedient.
Kurzum: Die "Wahrheit" ist leider so manches Mal nur Makulatur und lediglich ein Spielball zur Manipulation der Außenstehenden und Selbstverherrlichung.

Diese Ausführungen kann man auch auf den Bereich der Verschwörungstheorien beziehen, denn wenn man mit Anhängern solcher Verschwörungstheorien (Chemtrails, Flat-Earth u.a.) diskutiert, werden mit Vorliebe "seriöse Quellen" u.a. bei YouTube benannt und die Seriösität auch mitunter damit begründet, dass wegen der hohen Quantität bei den genannten Faktoren man davon ausgehen kann, dass diese die Wahrheit reflektieren.
Aber gerade auch in diesem Themenkomplex (Paranormales) darf man das kritische Denken nicht ablegen.

Ebenso bei der Verwendung des Wortes "Experte" (wenn man es zur Selbstbetitelung/eigenen Vorstellung nutzt) wird eine Manipulation bereits ausgeübt. Da wird schon dem Außenstehenden suggeriert, dass diese Person(en) über das Maß aller Dinge hinaus Wissen besitzen (müssen). Da bekommen dann entsprechende Aussagen, verwendete Geräte und "Ergebnisse" eine vollkommen andere, höhere Gewichtung - ein Kalkül.

Beim Thema Seriösität spielen für eine Vielzahl der Außenstehenden bzw. der paranormalen Community die gleichen Faktoren eine Rolle wie für die Wahrheit und Ehrlichkeit. An sich eine recht oberflächliche Betrachtungsweise, um anhand dieser Faktoren zu schlußfolgern, wo bei wem wirklich das Wort "seriös" Verwendung zu recht finden kann. Unter dem Strich: Für Seriösität gibt es in der paranormalen Community keine einheitliche Definition….

Ist man seriös, weil man den neuesten Equipment-Schnick-Schnack verwendet, weil es irgendwelche US-Serien vorgeben?
Ist man seriös, weil man irgendwelche Geräte und Apps verwendet, die Stimmen aus Datenbanken entsprechend der Programmierung auswerfen und diese -weil die aus den Lautsprechern kommenden Wörter/Sätze- ansatzweise zu einer Frage oder Situation passen? Und man völlig außer Acht lässt, dass diese Geräte ganz offensichtlich nur auf Wortschätze aus dem paranormalen Themengebiet zurückgreifen und es daher kein großer Zufall ist, wenn etwas „passt“?
Ist man seriös, weil man haufenweise haufenweise Stimmen und Pixelbreibilder bzw. Bilder mit Geisterflecken („Orbs“) aufnimmt und alles als (möglicherweise) paranormal hinstellt?

Dann wundert man sich, wenn Ghosthunter verlacht werden? Ernsthaft?

Die Untersuchung von paranormalen Phänomenen ist, wenn man es wirklich ernsthaft betreibt, oftmals recht ereignislos und langwierig; da stehen die Phänomene nicht Schlange, um aufgenommen und publiziert zu werden.
Ernsthaftigkeit bedeutet aber nicht, dass das Auftreten von urkomischen Momenten ein Lachen verbietet. Man liest es in letzter Zeit auch immer mal, dass wenn man während einer Untersuchung lacht, weil es eben die Situation (zB lustiger Schreckmoment wegen Fledermaus) hergibt, dies eher für unseriöses Auftreten steht – man würde damit u.a. keinen Respekt vor Geistern zeigen und die Thematik nicht ernst nehmen. Ganz im Gegenteil!
Lachen, sofern man sich nicht abfällig über die Geister und Verstorbene lustig macht bzw. beleidigt, ist sehr wohl erlaubt (manchmal steigen sie auch darauf ein (s. unser Gläserrücken-Video) und schließlich sind wir keine gefühlskalten Menschen.

Da bin ich wieder an dem Punkt der Definition von „Seriösität“ und mal ganz ehrlich, was ist das von Scheuklappendenken? Zumal es ja in der Tat auch Menschen gibt, die sogar der Meinung sind, dass sobald man verstorben ist und als Geist weiterexistiert, Lachen und Spaß haben für Geister verboten ist bzw. diese Gefühlsregungen abgelegt werden. Sollte dies so sein, dann verzichte ich gerne, als „Geist“ weiterzuleben. Es wird viel zu viel in der ganzen Thematik nur nach menschlichen Vorstellungen absolut konservativ „gepredigt“.

Also auch hier sollte man mal einfach die Kirche im Dorfe lassen und im Übrigen ist lachen gesund und hilft auch so manchem seine Ängste zu besiegen.

Nicht nur eine unterschiedliche Bewertung und Definition des Wortes Seriösität ist ganz offenkundig, sondern auch bzgl. des Wortes Fake und Fehlinterpretation gilt Uneinigkeit (ganz besonders in der Paranormal Community).

Mal zur Klärung:

Fake
- vorsätzlich manipuliertes Material bzw. gestellte Szenen (zB Einbau von Geistern in Bildern durch entsprechende Programme/Apps)
- Erzeugen von Reaktionen auf EMF-Messgeräten mittels Funkgeräten)
- manipulative Aussagen zur Meinungsbildung
- falsche Fakten, Fehlinterpretationen und Fiktionen wider besseren Wissens als Realität „verkaufen“

Fehlinterpretationen
- akustische, optische Fehldeutungen (zB Pareidolie)
- grundloses Hineindeuten
- aufnahmetechnische Fehler (Geisterflecke/Orbs)

Zu den Fehlinterpretationen gehören auch so Aussagen (zB "etwas paranormales ist hier") bzgl. der Ausschläge auf den sogenannten EMF-Messgeräten (Cell-Sensor, Trifeld, K2, Gaussmaster u.a., die allesamt das das gleiche messen), wenn man in einer Wohnung Messungen vornimmt und sie reagieren. Dabei wird nicht selten als Grund die Anwesenheit eines Geistes angegeben. Nur wird dabei vollkommen außer Acht gelassen, dass auch WLAN-Netze und auch eingeschaltete Mobilfunkgeräte in der/den Nachbarwohnung/-en bzw. unmittelbaren Nachbarhaus ausreichen, damit die Geräte positiv reagieren. Von daher sind derartige Ausschläge immer mit einer gehörigen Portion Skepsis zu bewerten und man könnte die Messergebnisse nur dann in den Bereich des Paranormalen verschieben, wenn es unmittelbare Reaktionen auf Aufforderungen sind. Auch muss man unbedingt auf ein evtl. gleichbleibendes Intervall achten - dies ist dann eher als rational zu deuten. 
Auch die Nähe zu Überlandleitungen, Funkmasten usw. können dabei eine entscheidende Rolle spielen, da sollte man schon die Umgebungsbeschaffenheiten prüfen.

Übersteigerte Erwartungshaltungen können auch trügerisch sein und so kann es auch zu visuellen, akustischen und emotionalen Wahrnehmungstäuschungen kommen. Denn wenn man mit dem falschen Ansatz eine Untersuchung beginnt (ein Geist muss da sein), dann kann auch das Unterbewusstsein uns einen Streich spielen.

Aber was kommt denn nun nach den Apps, Geräten wie Ovilus, Portal? Welche die zeitgleich blinken, dampfen und wackeln, wenn ein „Geist“ anwesend ist?

Ich selber bin Ghosthunter um aufzuklären und zu ergründen, was hinter den Phänomenen steckt, denn nur ein kleiner Prozentsatz von vermeintlich Paranormalem kann man in den Bereich "paranormal" packen. Unterhaltung ist nicht meines, denn ich will keinen Grusel oder fiktive Geister-Hotspots, Geistergeschichten verkaufen, um Klisches zu bedienen und eine Fanbase aufzubauen und auch keinen Klienten das Vorhandensein von Geistern in der Wohnung einreden, weil u.a. eine App dies sagt.

Okay, Ghosthunter/Geisterjäger ist kein geschützter Name und man braucht keine Zeugnisse vorzulegen, um einer zu sein. Von daher kann sich jeder Hinz und Kunz so nennen und gerade deshalb ist es immens wichtig, dass man offen und ehrlich agiert, damit keine Fakes, Manipulationen und Geister in Pixelbrei-Bildern als Wahrheit verkauft werden. Um wirklich objektiv als Ghosthunter/Paranormaler Ermittler agieren zu können, da bedarf schon immens viel Vorwissen, nicht nur aus dem paranormalen Themengebiet, sondern auch von Naturwissenschaften, religiösen Richtungen, Kenntnisse der Bildanalyse usw.

Aber sollte es nicht um die eigentliche Wahrheit in der Untersuchung von paranormalen Vorkommnissen gehen? Bei manchen geht es schon darum ….

Auch wird gerne mal suggierert, dass das Betreten von Grundstücken Dritter in Ordnung ist, um dort paranormalen Untersuchungen durchzuführen. Dieses "Betreten" wird sogar filmisch festgehalten (Beseiteschieben eines Gitters) oder man mokiert sich und jammert in die Kamera, weil die Polizei einen Platzverweis aufgrund eines festgestellten Hausfriedensbruches ausspricht. Damit begibt man sich bei Fans in die Opferrolle und erzeugt somit noch mehr Aufsehen - getreu der Ansicht: "Da will jemand eine Untersuchung verhindern!". Damit erzeugt man in der Community (besonders den Fans) und auch nach außerhalb ein Bild, dass es normal und selbstverständlich ist, wenn man auf Eigentumsrechte Dritter keine Rücksicht nimmt und Hausfriedensbruch zum „Ghosthunting“ auch dazu gehört.

Zu alledem kommt noch hinzu, dass man oftmals sich wirklich fragt, ob die ein oder anderen sich jemals mit Thesen und der Historie auseinander gesetzt haben. Soviel zum Thema Hintergrundwissen und dieses bekommt man nicht durch TV-Serien (zB Ghost Adventures, Ghost Asylum) oder esoterische Videos vermittelt.

Mittlerweile geht es schon so weit, dass man mancherorts in der Community als Ghosthunter nur noch „akzeptiert“ bzw. „ernst genommen“ wird, wenn man so arbeitet, wie der Mainstream es „vorgibt“ – und wenn man an den Teufel, Erzengel und Dämonen glaubt, erst recht. Das Aufrechterhalten von altertümlichen/mittelalterlichen Thesen, die aus einer damaligen religiös geprägten Weltanschauung heraus aufgestellt wurden, ist nicht meins, da man diese schon sehr kritisch betrachten sollte – mir geht es um Aufklärung und Ängste nehmen.

Und wenn etwas bei paranormalen Untersuchungen übrig bleibt, was man wirklich als interessant und als paranormal betiteln könnte, dann freut es mich. Aber ebenso freut es mich, wenn Klienten wieder angstfrei leben können und der Grund des Spuks rational erklärbar ist.
Dies gehört für mich zur Seriösität, wie auch vertauensvolles Arbeiten und objektives Betrachten von Ergebnissen und keinesfalls das Füttern von irgendwelchen Klischees, Schutz der Privatssphäre von Klienten und Aufklärung.

Man sollte vieles einfach mal objektiver betrachten und nicht alle in einen Topf werfen....

Euer Tom Pedall


Donnerstag, 3. Mai 2018

Was für eine fatale Aussage....

"Im Ghosthunting macht jeder das, woran er glaubt"

Diesen Satz musste ich heute Abend bei einem paranormalen Ermittler / Ghosthunter lesen. An sich könnte man dies so stehen lassen, aber da sich oftmals Hilfesuchende an einen Ghosthunter wenden, kann das mit diesem "woran er glaubt" schon zu einer Gefahr für die hilfesuchende Person/Familie werden.

Mehr dazu in den kommenden Tagen...

Samstag, 28. April 2018

Poltergeister... bösartige Absichten oder Missverstandene?

Oftmals hört und liest man ja, dass wenn jemand von Klopfgeräuschen und Türen schlagen erzählt, dass andere dies als Anwesenheit eines Poltergeistes deuten. Das Wort "Poltergeist" ist recht negativ behaftet und man unterstellt diesem "Poltergeist" bösartige Absichten.

Und nun mal einen Cut machen!
 
Lust auf eine andere Sichtweise philosophischer Art?
 

"Geister sind oftmals nicht zu sehen"
 
Obwohl sie einen richtigen Hampelmann vor uns machen, Hüpfen und Springen, wild mit den Händen vor unseren Augen herumfuchteln, Grimassen schneiden... null, nicht eine Reaktion von uns. Wenn ihr der Geist seid, wäre dies nicht deprimierend für Euch?

"Geisterstimmen hört man seltenst in den Ohren"
 
Da steht einer vor euch und brüllt sich sozusagen die Seele aus dem Leib und nicht ein Zucken ist bei euch zu sehen, nichts... frustrierend oder?

Schwenk in Eure eigene Kindheit: Ihr seid 4 Jahre alt und kommt mit Euren Eltern am Süßigkeitenregal vor der Kasse vorbei. Ihr möchtet unbedingt genau diesen einen Schokoriegel und bekommt ihn nicht. Jegliches Bitten und Betteln hilft nicht - blöde sture Eltern oder? Und dann kommt der Kreischfaktor, Trampeln oder sich auf den Boden werfen und einen wildgewordenen Marienkäfer immitieren - manchmal hilft es und man findet dann Gehör und Aufmerksamkeit.... (ein abstraktes Beispiel :-) )

Merkt ihr worauf ich abziele?

Versetzt Euch gedanklich nochmals in die Situation des Geistes von vorhin, wo man auf Eure Grimassen und Schreie nicht reagierte, wie würdet ihr denn dann versuchen Aufmerksamkeit zu bekommen? Diese bekommt man doch nur dann, wenn etwas in der "Dimension" des Menschen vorfällt, was er auch mit seinen eigenen Augen und Ohren registrieren kann oder? Und wenn der lebende Mensch es dann immer noch nicht genau Euch zuordnen kann bzw. die Geschehnisse nicht als paranormaler Natur deutet, dann würdet man doch diese Geschehnisse intensivieren bzw. stärker werden lassen? Da wird aus einer langsam zugehenden Tür dann eine zufliegende Tür oder aufreißende Schubladen, herumfliegende Vasen....

Und wenn man als Mensch dann plötzlich merkt und versteht, was vorgeht und sogar es genau Euch zuordnet, seid ihr dann nicht zufrieden, dass ihr "erhört" wurdet und reduziert die Geschehnisse ganz oder nur auf ein Minimum?

Ihr wisst bzw. so manche von Euch wissen, dass ich Ghosthunter bin, für den das Ghosthunting fast eine Lebensaufgabe ist, um gerade Euch da draußen auch die Ängste zu nehmen. Dazu gehört es auch aufzuklären und vor allem mit vielen Thesen aufzuräumen, die nahezu noch aus dem Mittelalter stammen und leider vielfach "befeuert" werden durch Fakes (u.a. bei YouTube, Serien usw.). 
Leider ist Aufklärung ein eher stiefmütterlich behandeltes Thema, auch im Ghosthunting und allgemein in der paranormalen Community.
Ich drifte man wieder ab und schnell zurück zum eigentlichen Thema.

Wir haben auch schon "Poltergeistfälle" mit unserem Geisterjägerteam untersuchen können und ein Fall ist mir da noch gut in Erinnerung,. Er war aus der Nähe von Waltrop, wo es verstärkt zu Phänomenen kam und die auch während unserer Untersuchung dort vorfielen. Nachdem wir herausfinden konnten, was dort los ist und wer sich da mittels EVP mitteilte (Stimme wurde von der Klientin als die von ihrer verstorbenen Mutter identifizert) nahmen die "Poltergeistphänomene" ab und die Familie ging besser mit der Situation um. Ängste wichen der Gewissheit und dies ist mit ein Grund, warum unser Team seit Jahren schon arbeitet.

Man sollte nicht immer nur die Phänomene sehen, sondern auch mal von der anderen Seite schauen, warum könnten diese Phänomene auftreten. Manchmal findet sich auch ein rationaler (natürlicher) Grund, aber nicht immer...

Euer Tom
Ghosthunter NRWUP & RLP
www.ghosthunter-nrwup.de 

YouTube: TomsTalkMystery
YouTube: Ghosthunter NRWUP & RLP

Samstag, 21. April 2018

Delphine LaLaurie - Spukhaus

Dem ein oder anderen wird der Name sicherlich etwas sagen, Delphine LaLaurie... oder? Die Fans von der US-Horror-Serie "AHS - American Horror-Story" dürften sie in Verbindung mit der Staffel "Coven" bringen können. Und zwar wurde Delphine LaLaurie von Kathy Bates gespielt.

Sie war für die Misshandlung und Tötung ihrer Sklaven in ihrem Haus in New Orleans bekannt - dies ist nicht fiktiv, sondern Realität. Noch heute gibt es Berichte, wonach in dem Haus die Seelen der Opfer der LaLaurie herumgeistern sollen.

Bildquelle und weitere Bilder (u.a. "Geisteraufnahmen): LINK (hauntedneworleanstours.com)


Zitat von Wikipedia:

"1831 heiratete sie den Arzt Louis LaLaurie. Das Paar erwarb im selben Jahr eine Villa von ihrem Vater Louis Barthelmy de McCarthy in der Royal Street 1140. Delphine war eine angesehene Person in der Gesellschaft von New Orleans, obwohl ihre sadistische Neigung, die sich in der Misshandlung ihrer Sklaven äußerte, nicht unbekannt war.
Auch wenn derlei Taten in der damaligen Zeit nicht konsequent verfolgt wurden, kam Delphine LaLaurie 1833 erstmals mit dem Gesetz in Konflikt, als sie ein zwölfjähriges Sklavenmädchen über das Dach ihres Hauses verfolgte, woraufhin dieses vom Dach sprang und an den Folgen des Sturzes starb. LaLaurie wurde zu einer Geldstrafe verurteilt, und die Sklaven wurden konfisziert. Dennoch gelang es LaLaurie, sie über Mittelsleute und Verwandte zurückzukaufen.

In der Nacht zum 10. April 1834 brach während einer Gesellschaft ein Feuer in der Küche der Villa aus, das vermutlich von einem dort angeketteten Sklaven gelegt worden war. Ein anwesender Richter forderte LaLaurie auf, ihm den Schlüssel zum Dachboden der Villa auszuhändigen, nachdem Gerüchte laut geworden waren, dass sich dort noch Sklaven befanden. Als LaLaurie sich weigerte, wurde die Tür zum Dachboden aufgebrochen. Dort fand man sieben Sklaven mit zum Teil schwersten Verletzungen. Alle waren schwer misshandelt und mit herumliegenden Instrumenten gefoltert worden.
In der Ausgabe der "New Orleans Bee" Zeitung vom 11. April 1834 wird beschrieben, dass Feuerwehrleute während des Brandes die verstümmelten Sklaven in einem Zustand entdeckt haben, der sich laut Zitat "nicht mit Worten beschreiben lässt".
Wortlaut im Original: "Language is powerless and inadequate to give a proper conception of the horror which a scene like this must have inspired. We shall not attempt it, but leave it rather to the reader's imagination to picture what it was."
Am Tag darauf berichtet die gleiche Zeitung über einen aufgebrachten Mob, der sich in Absicht der Selbstjustiz zum LaLaurie Haus begeben hat und dort große Sachschäden anrichtete. Die offiziellen Behörden schritten ein um die aufgebrachte Menge zu beruhigen. Delphine LaLaurie wird in dem Artikel nicht erwähnt.
Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie mit großer Wahrscheinlichkeit in Paris, wo sie anscheinend 1842 verstarb."




Donnerstag, 29. März 2018

Die ideale Geisterjäger Hündin, aber warum? - Podcast



Nun auch als Podcast, anhand von  zwei Beispielen (Location Heimschule am Laacher See und App "Ghost Tool App") zeige ich auf, warum sie eine ideale Ergänzung für unser Team (Ghosthunter-NRWUP & RLP) ist.