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Samstag, 13. Juli 2019

Gestresste Geister … ?

Wer mich kennt und meine Artikel bzw. Podcasts verfolgt wird sich bestimmt auch an einen Artikel erinnern, wo ich  über Poltergeister erzählte und darum bat, dass ihr mal versucht auch aus der Sicht eines Geistes auf die diesseitige Welt zu blicken, um so ein Gespühr dafür zu bekommen, dass so manche Phänomene die hinlängs als „negativ“ oder gar „gefährlich“ eingestuft werden, wohl eher das Resultat eines Missverständnisses sein können.

Einen solch ähnlichen Artikel haben wir hier vor uns: „Gestresste Geister … ?“

An sich kam mir die Idee zu diesem Artikel als ich über das Waverly Hills Sanatorium in den USA geschrieben habe. Waverly Hills Sanatorium sagt bestimmt den meisten von Euch etwas. Es gilt als einer der Hotspots für paranormale Untersuchungen mit einer potentiellen Möglichkeit auf interessante Aufnahmen. Ähnlich verhält es sich mit Leap Castle oder den Hellfire Caves in Irland, der Hoia Baciu Wald in Rumänien, um nur ein paar Locations zu nennen. Solche Locations sind zweifelsohne interessant für uns, die auch aktiv Ermittlungen / Untersuchungen vor Ort durchführen. Aber, nun kommt das große aber: Könnte ein zu oft durch Ermittler frequentierter Ort und Vornahme von Ermittlungen / Untersuchungen nicht evtl. auch dazu führen, dass man jene temporär vertreibt, die sich da aufhalten? Und ich meine nicht jene, die sich per se in einer temporären Schleife befinden und dauerhaft die gleichen Handlungen zur gleichen Zeit vollziehen.

Also wenn ich mich so versuche in die Position eines Geistes zu versetzen, der noch in einer Location vorhanden ist, weil er es beispielsweise interessant dort findet und dann immer wieder alle paar Wochen durch Ermittlerteams befragt und einem regelrechten Kreuzverhör unterzogen wird, dann könnte mich das auf Dauer schon stressen und auf den Keks gehen – da es ja oftmals die gleichen Fragen auch sind und dazu führen, dass ich mich dann eher verkrümel. Auch könnte doch die Möglichkeit bestehen, dass durch dieses Gefühl des Getresstseins wiederum Emotionen freigesetzt werden, was dann in einem Poltergeist-Phänomen mündet und zur Panik bei Ermittlern führt.

Eine lustige Variante wäre, dass sich Geister Logenplätze bei einer paranormalen Ermittlung sichern und gegeneinander wetten, was der eine oder der andere nun machen wird. Mal hier und da ein kurzer Jux für die Ermittler einbauen, die kreischend weglaufen, weil  Opa Egon der Ermittlerin an die Schläfe tippte und ihr ins Ohr ein leises „Buh“ hauchte. Oder mal ein Gerät herunterfällt, weil Kunibert damit klarmachen wollte, dass dieses teil total unnütz ist.

Aber wie ist denn Eure Meinung dazu? Habt ihr euch dazu mal Gedanken gemacht, ob zu viele Besuche von Ermittlerteams in kurzen Abständen eher kontraproduktiv sein könnten, da es Stress für dort vorhandene Seelen bedeutet? Sicherlich gibt es unter ihnen welche, die sich mitteilen möchten, aber ebenso auch welche, die ihre Ruhe haben möchten oder meint ihr nicht?

Dienstag, 9. Juli 2019

0300 Uhr Dämonenzeit ...

Oftmals liest man, dass man besonders in der Zeit nach 3 Uhr nachts von Dämonen heimgesucht werden kann, da sie ab dann eine erhöhte Aktivität haben und die Zeitspanne soll bis 0330 oder 0333 oder 0400 gehen. Da gibt es unterschiedliche Aussagen.

Wer mich kennt der weiss, dass ich nicht an Dämonen glaube, aber schieben wir das einfach mal beiseite und beschäftigen wir uns nur mit der Uhrzeit.

Also wenn sie nach 0300 Uhr auftauchen sollen, meint man dann Sommer- oder Winterzeit? Zudem, wie schaut es mit den Zeitzonen aus? Beispiel: Ich stelle mich auf spanischer Seite an die Grenze zu Portugal. In Spanien schlägt es 2:59 Uhr, dann mach ich paar Schritte und überquere die Grenze nach Portugal und da ist es dann 1:59 Uhr. Und genau da liegt auch das Problem mit dieser "These" der Dämonenzeit - denn im Grunde müssten sie dann mit den Zeitzonen mitwandern und Zeitzonen sind eine neuzeitliche Entwicklung. Und ich bezweifel, dass die da drüben oder da unten solche Errungenschaften übernommen haben oder haben die in der Dämonenmensa eine Uhr für jedes Land bzw. mehrere je Land, da ja auch mehrere Länder unterschiedliche Zeitzonen besitzen (zB USA). Die Zeitzonen gibt es seit dem 19. Jahrhundert und die Thesen mit der Dämonenzeit sind älter - von daher müssten sie sich zwangsläufig an die Zeitzonen angepasst haben, was ich doch sehr bezweifel.

Man darf bei allem aber auch nicht vergessen, dass die Zahl 3 eher etwas Religiöses hat und zwar hier mal ein Zitat von Wikipedia (Quelle): 

"In der christlichen Zahlensymbolik ist die Drei das Symbol für die Dreifaltigkeit (Trinität) Gottes aus Vater, Sohn und heiligem Geist. Andere Beispiele sind die Heilige Familie, die Heiligen Drei Könige und die Auferstehung Christi am dritten Tag.

Falls ihr nachts um oder gegen 0300 Uhr wach werdet, dann könnte eher mit einer inneren Uhr oder einem Biorhythmus zu tun haben oder einfach nur damit, dass man das stille Örtchen aufsuchen muss und seit dann froh, dass es in der Wohnung ist und nicht, wie damals bei meinen Großeltern in Belgien ein kleines Plumpsklo im Garten hinter dem Haus ist.

Euer Tom 

Dienstag, 2. Juli 2019

PANABOX - Steve Huff legt nach ... sinnvoll? #geisterjagd #geisterjäger #ghosthunter

Gestern stieß ich bei Facebook auf ein neues Equipment von Steve Huff (Huff Paranormal); dem Erbauer des berüchtigten Portals, welches angeblich Geisterstimmen auswerfen lässt - hierüber habe ich u.a. in einem Artikel (Link Podcast) auch schon mal was geschrieben und welches vornehmlich von TV-/YT-Serien und jenen genutzt wird, die "Geister und Paranormales" dem Zuschauer und Interessierten "verkaufen" wollen. Denn eines ist nicht wegzuwischen: Dieses Gerät Portal ist ideal um Zuschauern zu suggerieren, dass man Antworten erhält; was aber vielfach verschwiegen wird ist der Fakt, dass das Portal eben nur mit einem angeschlossenen Gerät, einer sogenannten Quelle funktioniert und die Quelle ist keinesfalls ein Kontakthof, wo Geister andocken können, um sich zu äußern. Die Quellen arbeiten mit Datenbanken (mit integrierten passenden Wortschätzen) und man kann sogar eigene Sprachdateien einspielen lassen - von daher darf man sich nicht wundern, wenn manchmal auch neben den üblichen Auswürfen in englischer Sprache, eben auch deutsche Wörter/Sätze/Namen zu hören sind.

Bevor ich mich hier nun weiter über das Portal auslasse, welches neben so Gerätschaften wie die Spirit Box bzw. Ghost Radio und Trinity Box sowie dem Ovilus für wirklich realistische Untersuchungen nicht wirklich zu empfehlen ist, komme ich zur PANABOX.


Die PANABOX ist ein kleines handliches Gerät und sie basiert auf einem batteriebetriebenen Radio von Panasonic (RF-ND100R/R-036). Steve Huff hat es zu einer Ghost Box umgebaut, um es eben als solches zu nutzen und er sagt selber, dass es nur noch 10 Exemplare davon gibt (am 27.06. gab es noch 12, s. Bild oben).
 
Es wäre nicht Steve Huff, wenn er dazu nicht auch ein Vorstellvideo gemacht hätte, bei dem natürlich auch Antworten kommen. Wenn man sich die "Auswürfe" genau anhört, kommt jedenfalls nicht immer das heraus, was er einblendet und des Weiteren klingen die Auswürfe eher wieder nach Datenbank mit Random-Funktion und somit kein echtes Abscannen von Frequenzen. Ob man auch hier eigene Tondateien (wie u.a. beim Portal) hinterlegen kann, entzieht sich meiner Kenntnis, aber ich könnte es mir gut vorstellen und je nach gewünschtem Effekt, kann man natürlich auch passende Namen mit einpflegen.

Wenn man zudem weiss, dass Steve Huff seine eigenen Ergebnisse des "Portals", die er in unzähligen Videos präsentiert hat, gefaket hat - gibt einige Videos darüber, dann sollte es doch Klick machen. 

Man kann an sich sagen, dass sobald derartige Technik mit Datenbanken und Programmierung ins Spiel kommt, verliert die Untersuchung von paranormalen Phänomenen an Seriösität, denn niemand kann mehr zweifelsfrei dann behaupten, dass die Stimmen von Geistern stammen. Bei Ermittlungen ist es eher wesentlich, dass man die Fehldeutungsfaktoren so gut wie möglich minimiert - dies dann eben auch auf Kosten des Unterhaltungswertes, den solche Geräte natürlich mit sich bringen.

Und natürlich wäre es auch nicht Steve Huff, wenn er nicht wüsste, wie man damit Geld machen kann... gerade jetzt läuft noch eine EBAY-Auktion und der Preis für eine einzige PANABOX liegt aktuell bei 2.150 USD.


Okay, da es nur noch 10 Exemplare gibt, kommt schon der Faktor "Rarität" zum Tragen und für manche Ermittlerteams oder TV/YT-Serien sind solche neueste "Erfindungen" ein Muss... mal schauen, wo die PANABOX demnächst wohl auftaucht.

Aber mal im Ernst: 2.150 USD nach derzeitigem Auktionsstand, wirklich?

Nun kommt aber der Clou: Dank der Recherche eines Mitgliedes unseres Ghosthunter-Teams, dem Jörg, wurde entdeckt, dass das Ursprungsradio gebraucht auf dem japanischen Markt erst vor wenigen Monaten für sage und schreibe 800 Yen verkauft wurde.


Diese 800 Yen entsprechen nach aktuellem Kurs 6,55 € bzw. 7,39 USD. Zur Erinnerung: Das aktuelle Gebot liegt bei 2.150 USD.

Und noch etwas: Fällt Euch was auf? Evtl. nur ein Zufall... oder hat Steve Huff evtl. sich dort eines besorgt?



Im Grunde genommen muss man Steve Huff sogar auch dankbar sein, denn er zeigt auf, wie leicht man Geld mit Ghosthunter-Equipment regelrecht scheffeln kann und die Ratio und die Vernunft beiseite geschoben werden. Okay, natürlich gibt es eben auch die bereits angesprochenen TV- und YT-Serien, die derartiges Equipment dann auch einbauen, weil sie wissen, dass Geräte "ziehen", die angebliche Geisterbotschaften übermitteln. Zum anderen sind Serien auch eine willkommende Werbeplattform für Steve Huff. Im Grunde genommen eine Win-Win-Situation. Und wer sind die Leidtragenden von solchem Equipment? Menschen, die sich für echte paranormale Vorkommnisse und echte Kontakte mit Geistern/Seelen  sowie echte Dokumentationen interessieren!

Nur leider habe ich ein Gewissen und möchte auch durch die Arbeit als Ghosthunter und der Präsentation von Ermittlungen nebst Ergebnissen keinerlei "Geschichten" verkaufen; von daher wird Steve Huff an mir bzw. unserem Team kein Geld verdienen.

Euer Tom Pedall