Donnerstag, 10. Oktober 2019

Para Ink - Die Geisterjäger, das Phänomen ...

Wie bereits am 01.10.2019 von mir angekündigt, kommt hier ein Artikel, der schon seit längerem im Rohentwurf vorlag, aber während meines Urlaubes in Ostfriesland abgeschlossen werden konnte.

Mit den nachstehenden Zeilen werden sich bestimmt so einige Stirnrunzelfalten bei dem ein oder anderen ergeben, da so manches, was ich nachstehend schreibe, vielleicht nicht so in aller Deutlichkeit zu erwarten war, aber man sollte immer objektiv und vor allem auch gerecht sein – dies habe ich bei meinen Eltern und Großeltern vorwiegend gelernt. Und ich weiss auch, dass meine nachstehende persönliche Meinung nicht von allen geteilt wird – muss es auch nicht, da es meine persönliche Einschätzung und Fazit ist und weder Heucheln, Anbiedern, noch ein Lemming-Verhalten gehören zu meinem Naturell, egal in welcher Strömung. Da liegt mir doch eher das Tacheles-Reden, auch wenn es so manchen nicht passt.

Ich will auch niemandem sein Fanidol nehmen, keinesfalls; ich will nur die Unterschiede aufzeigen und eben meine persönliche sachliche Meinung darüber äußern sowie auf Widersprüche und Problematiken hinweisen.   

Auch wenn ich sicherlich kein "Fan" von dieser Gruppierung bin (oder wohl besser YouTube-Format) - weder von ihren Folgen, noch von dem ganzen drum herum und deren Auftreten / Gehabe, so komm ich bei einer absolut objektiven Betrachtung des Ganzen nicht daran vorbei, dass sie etwas "geschafft" haben.

Was sie "geschafft" haben?  (Anm.: "geschafft" ist hier nicht positiv zu werten)
Das Aufzeigen, Offenlegen und vor Augen führen, wie weit man geht und mit welchen Methoden/Machenschaften, um sich das Prädikat als "erfolgreiche und beste" Geisterjäger selber zu verleihen bzw. so gelten zu wollen, sofern man auf solche Betitelungen wert legt, weil man meint, dann etwas Besonders zu sein. Allein der Wunsch als "erfolgreichste und beste Geisterjäger" zu gelten und so von Fans gehypt zu werden, lässt Zweifel daran aufkommen, ob jemand wirklich begreift, worum es im Ghosthunting eigentlich geht. Es zeigt allerdings, welches Ziel jemand verfolgt und welche Absicht man hat. Mir ist so was fremd und hat meiner bescheidenen Meinung nach im Ghosthunting keinen Platz, wenn man es ernsthaft betreibt. Denn Ghosthunting ist kein Wettbewerb und Bescheidenheit, Demut, Bodenständigkeit ... sind doch vielfach nur reine Fremdwörter.

Bevor ich fortfahre, mal eine kleine Anmerkung am Rande: Geisterjäger sind gleichzusetzen mit Ghosthunter, Paranormale Ermittler und ob man sich nun so oder so nennt obliegt jedem selber und wer da dann selber Abstufungen anderen „Kollegen“ gegenüber vornimmt, dem fehlt es an Objektivität. In einem älteren Podcast hab ich mal über die Begrifflichkeiten gesprochen.

Seien wir doch mal ehrlich:
Para Ink ist an sich die erste deutsche Gruppierung, die wirklich ein Format als YouTube-Serie installieren konnte, die die Interessierten und "Fans" von Paranormalen in den Bann ziehen und es schaffen, dass so manche sie für glaubwürdig halten. Auch konnte man von Anfang beobachten, wie manche „Kollegen“ (teamfremde) sich an sie hängten und im Grunde genommen versuchten auf den Zug aufzuspringen bzw. beim Hype um Para Ink mitgezogen zu werden. Was ich für sehr irritierend hielt und nach wie vor halte: Denn wer wirklich Ahnung vom Ghosthunting hat und es auch ernsthaft betreibt, der sollte bei so einigem von dort Gezeigtem und Präsentiertem seit Anfang an skeptisch gewesen sein. Aber da ging es bei so einigen wohl mehr daraum, sich gleichzeitig einen Namen zu machen und Fanbase zu schaffen. Von Seriösität und Charakter kann man da bei weitem nicht sprechen. Zugleich wurden auch Shitstorms und Hetze dieser Gruppierung gegenüber anderen von den Mitschwimmern unterstützt. Dabei wurde auch nicht hinterfragt oder Rücksicht darauf genommen, ob die Argumente, auf deren Grundlage der ein oder andere Shitstorm seitens Para Ink „ins Leben gerufen wurde“, überhaupt der Wahrheit entsprachen. Teils wurden Gerüchte aufgegriffen oder einfach Sachverhalte erfunden bzw. gezielt falsch dargestellt, um sich bei Fans in eine Opferrolle zu manövrieren - damit bei den Fans ein Beschützerinstinkt geweckt wird. Ein beliebtes Mittel zur Meinungsmanipulation, da gerade Fans und Mitläufer keine wirklichen stichhaltigen belegbaren Beweise verlangen. Wer da dann von Seriösität spricht, kennt die Definition dieses Wortes nicht.

Das Wort Fan mag ich persönlich nicht, da eingefleischte Fans leider oftmals mit Scheuklappen agieren und dies sollte sich in der Folgezeit bei dieser Gruppierung bewahrheiten und teils auch in blinder Ergebenheit übergehen - erschreckend. Allerdings -und da muss man gerecht sein- gilt dieses Scheuklappendenken für so manche Formate im paranormalen Bereich, wie natürlich auch anderorts. Es ist ein gravierendes gesellschaftliches Problem. 

Mich persönlich sprach ParaInk noch nie an, da ich zum einen nicht zur Zielgruppe gehöre und vermutlich doch Ahnung vom Paranormalen und dem Ghosthunting habe, da ich eben erkenne, das vieles einfach überzogen und unrealistisch dargestellt wird; zudem beschäftige ich mich nicht erst seit der Aufnahme meiner aktiven Ghosthuntertätigkeit im Jahre 2010 mit dem Thema „Paranormales“.

Dieses Überzogene und Reißerische sowie die Bedienung von Klischees, die in aller Regel auf falschen Darstellungen, Schauspielerei, Fakes und Thesen beruhen, ist nun einmal beabsichtigt und man verfehlt das Ziel damit nicht, da sie -wie auch andere Formate - den Zuschauern das geben, wonach diese suchen und sehen wollen: „Paranormale Realität" auf Basis von teils mittelalterlichem Aber- und Volksglauben und bei Verwendung von manipulativen Gerätschaften und haufenweise Suggestionen und suggestiven Einspielungen, unzählige „Geisterstimmen“ und Sichtungen sowie Phänomenen. Dies hat aber meiner Meinung nach bei weitem nichts mit realistischem und authentischem Ghosthunting zu tun. Und spätestens da sollte man merken, dass es eben unterschiedliche „Welten/Blasen“ und Team-Philosophien gibt. Leider ist es aber so, dass dererlei Unterhaltungsformate als Maßstab für andere genommen werden und sich hierdurch ein nahezu automatisierter Wettbewerb entsteht (wenn man sich darauf einlässt), der dem eigentlichen Thema aber nicht gerecht wird.

Es gibt auch immer wieder Reaktionen und Kommentare, die entweder wortwörtlich oder sinngemäß beinhalten, dass von Anhängern und Interessierten die dort gezeigten Vorgehensweisen und Inhalte auf andere „umgelegt“ werden und diese damit dann „bewerten“, obgleich diese völlig andere Ziele verfolgen und andere Teamphilosophien besitzen, von Realität mal ganz zu schweigen. Auch kursiert offensichtlich die Annahme in der paranormalen Community, dass wer keine Serie hat, keine Ahnung hat oder keine "Erfolge" vorzuweisen hat und sich daher mal ein Beispiel an YouTube-/TV-Serien nehmen sollte – entsprechende Kommentare sind hier schon eingegangen. Da kann man wirklich nur den Kopf schütteln, da es doch im Ghosthunting um etwas vollkommen anderes geht. Aber man darf den Fans auch nicht böse sein, da ihnen bei solchen Formaten schon allein durch den Vorspanntext einsuggeriert wird, dass alles Gezeigte der Wahrheit entspricht und keine Show ist. Dort steht sinngemäß, dass die nachsfolgenden Aufnahmen der Realität entsprechen und alles so auch vorgefallen ist. Und Zuschauer, die sich nicht wirklich intensiv mit der Materie beschäftigen bzw. beschäftigt haben, verfallen dann dieser Aussage. Solche Aussagen kennt man ja zB auch von den Paranormal Activity-Filmen. Oder man nehme diese suggerierende Aussage auf der Hauptseite der Homepage dieser Gruppierung / Format Para Ink:

"Sinn und Zweck des Projektes ist es die Menschen von der Existenz Paranormaler Ereignissen und Geschehnissen zu überzeugen."

So eine Aussage verbindet man an sich mit ehrlichen, wahrheitsgemäßen, realitischen, fake- und manipulationsfreien Vorgehen und Ergebnissen, da sonst das gewünschte Ziel "Überzeugen" sinnfrei ist. Zudem fungiert die Homepage zugleich auch als Fanshop, wo man die jeweiligen Episoden auch als DVD käuflich erwerben kann, sofern man sie sich bei YouTube nicht anschauen möchte.

Eingangs sprach ich von "gewollt erfolgreich sein". Aber was ist denn Erfolg? „Erfolg“ im Ghosthunting ist Definitionssache. Denn eine „erfolgreiche“ paranormale Ermittlung kann auch darin bestehen, dass man alles rational erklären konnte - meiner Kenntnis nach, konnten die Gruppierung noch nie was rational erklären, sondern es waren immer "hammergeile paranormale Ergebnisse".

Leider ist es aber so und da unterliegen viele einem Trugschluss, machen so manche Erfolg an Zahlen von Views, Follower, Klicks u.a. oder haufenweiser fehldeutungsfähiger Einspielungen, Datenbank-Geisterstimmen, pareidolischer Geister in verschwommenen Fotoaufnahmen fest und es wird auch so für die Anhängerschaft definiert. Man sollte dann doch mal in sich gehen und überlegen, ob man sich nicht irrt und es nur macht, um Aufsehen zu bekommen und angehimmelt zu werden.

Da das Team überwiegend im Wiesbadener Raum agiert und somit auch an den Aktionsbereich unserer Zweigstelle in Rheinland-Pfalz grenzt, sind uns auch ein paar interessante Locations aufgefallen, die unsere Neugierde weckten. Beispielsweise der ehemalige Flughafen der deutschen Luftwaffe, um nur eine Location zu nennen. Nur leider ist es so, dass man dafür keine Genehmigung erhalten kann, ebenso wenig wie bei so einigen anderen Locations (zB auch der Liederbachtunnel – dafür wurde im Übrigen noch nie eine Genehmigung erteilt). Ich selber habe mich auch schon mal um eine Genehmigung für den Liederbachtunnel bemüht, um dort Fotoaufnahmen zu machen. Dies wurde abgelehnt und zwar von der Stadt Wiesbaden und auch der Deutschen Bahn AG, da es Genehmigungen beider bedarf. Zudem wurde mir gesagt, dass noch nie Ghosthunter/Geisterjäger/Paranormale Ermittler eine Genehmigung erhielten. Daher muss ich gerechter Weise und zur „Ehrenrettung“ von Para Ink anmerken, dass sie nicht alleine ohne Genehmigungen ermitteln und es sogar vorkommt, dass „Genehmigungen“ vorgegaukelt werden. Erst kürzlich stieß ich bei Anfragen für unser Team auf mehrere andere „Blendgranaten“ bei unterschiedlichen Locations.

Bei allem Unmut über das Verhalten und Aktionen einzelner Personen der Gruppierung muss man dennoch objektiv und gerecht bleiben und man darf nicht mit zweierlei Maß messen und identisches Fehlverhalten ist bei Gruppierung A genauso schlimm, wie bei Gruppierung B u.a.
 
Wann ist Para Ink mir erstmals über den Weg gelaufen?


Auf Para Ink bin ich kurz nach deren Auftauchen gestoßen. Denn neben meiner eigentlichen Tätigkeit als Ghosthunter bin ich auch Admin von verschiedenen und auch eigenen Gruppen bei Facebook (unsere Hauptgruppe ist zB "Das Paranormale - Erlebnisse / Erfahrungen / Aufklärung"). Von daher bekommt man oftmals so einiges mit, wie auch zu so anderen „Formaten / Gruppierungen“. Mittlerweile habe ich mich aus vielen Gruppen herauszogen, wieso und weshalb erfahrt ihr in dem hier verlinkten Blog-Artikel.


Kurz nachdem ich selber auf Para Ink aufmerksam wurde, wandte sich das Team an uns und bot uns einen Privatfall aus dem Raum Waltrop an (Ruhrgebiet) an, da dieser für sie von der Entfernung her zu weit war. Wir nahmen ihn gerne an und es wurde ein interessanter Fall. Den schriftlichen Untersuchungsbericht bzw. das Hörbuch dazu habe ich hier verlinkt.


In den Folgewochen kam es dann dazu, dass ich als Admin Mark als „Kollegen“ bat, mal seine Meinung zu „Orbs“ zu sagen, da –soweit ich mich noch erinnern kann- gerade dieses Thema in einem Thread behandelt bzw. auch Bilder gezeigt wurden. Als Antwort kam da lediglich „Ja, das ist ein Orb“. Bereits damals, dass muss etwa 4 Jahre her sein, war ich der Meinung, dass wenn man Privatfälle bearbeiten will, man mehr dazu sagen sollte, als nur „das ist ein Orb“, da man eine hohe Verantwortung gegenüber Klienten trägt und man vieles verkehrt machen kann. Bei solchen kurzen Aussagen hake ich dann auch mal nach, was sicherlich auch berufsbedingt ist, da ich als jur. Mitarbeiter einer Anwaltskanzlei es genauer haben möchte. Da wurde die Antwort wiederholt und wenige Stunden später verschwanden alle Teammitglieder aus der Gruppe. Mir wurde dann noch zugetragen, dass man O-Ton „angepisst“ war, da ich es wagte nachzufragen. Also wenn man behauptet, dass etwas ein „Orb“ ist, sollte man schon in der Lage sein, dazu auch genauer was sagen zu können. Aber solch ein Verhalten findet man oftmals und ist ein Indiz dafür, dass man zum einen nicht sonderlich über viel fachliches Wissen verfügt und zum anderen keine Nachfragen duldet, was gleich negativ aufgefasst wird.

Mit der Zeit kamen dann längere Videos in ihrem Channel heraus, wo man schon erahnen konnte, wohin die Reise gehen sollte. Die Macher erkannten offensichtlich, dass die Machart ihrer Episoden die Zuschauer in ihren Bann ziehen, da sie ihnen das gaben, was viele erhofften: Befriedigung nach Spannung, Unterhaltung, „Geisterstimmen“, „Ergebnissen“, Geschichten sowie –wesentlich- einem deutschen Format. Und, was man vielen Interessierten und Zuschauern nicht zum Vorwurf machen darf: Sie können nicht wirklich differenzieren, ob dieses oder jenes wirklich was Paranormales ist und wollen einfach unterhalten werden. Dass aber weit über 95% aller Phänomene, Vorkommnisse, Aufnahmen usw. rational erklärbar sind, interessiert nur die wenigsten.


Bevor ich fortfahre: Diese Gruppierung bzw. Format hat einen gewissen Wiedererkennungsfaktor und dies ist nicht der Frontmann Mark, sondern Assi, der Mann mit der Maske. Damit hat dieses Format sich auch ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen und schlägt mit dem Auftauchen des „Maskenmannes“ eine Brücke ins Horrorgenre, wo in so manchen Streifen eine ähnliche Figur auftaucht. Allein nur, wenn man den „Maskenmann (Assi)“ sieht, da bekommt man schon sofort Assoziationen zu Grusel und Horror. Ich denke, dass dieser Effekt schon gewollt war und man muss da ehrlich sein und sagen, dass dies natürlich anspricht und mitunter zielführend ist. Denn an sich geht es der Gruppierung/Format nur darum, ihre Episoden zu veröffentlichen und zu unterhalten bzw. im Verlaufe der Zeit auch darum, diese Episoden als DVDs zu vermarkten.

In den zwischenzeitlich immer wieder veröffentlichten Videobotschaften von Mark, dem Teamleader, die ebenfalls zu einem Wiedererkennungsfaktor werden, aber auf den man wirklich verzichten kann, konnte man aber sehen, dass er weiss, wie man mit Sprüchen, Mimik und Gesten die Meinungsbildung der Fangemeinde „lenken“ kann und Geschichten installiert.

Im Laufe der Zeit erzeugte die Gruppierung Aufsehen, da sie dem berühmten und bislang nicht aufgelösten Mordfall Tristen Brübach nachging. Es gab 2 oder 3 Videoepisoden zu dem Fall und als ich mir den Anfang einer Episode anschaute fiel mir direkt auf, dass sie Material von Spiegel TV verwendeten. Beispielsweise legten sie die Stimme der Moderatorin über ihr eigenes Bildmaterial.

Einige Tage später wurde angekündigt, dass man seitens Para Ink den wahren Mörder ermitteln konnte. Kurz danach wurde das letzte Video seitens Spiegel TV wegen Urheberrechtsverletzung gesperrt und es erschien eine Videobotschaft mit dem Titel „Video wurde weltweit gesperrt“ und der Aussage, dass diese Sperrung nur erfolgte, da Dritte wohl selber den wahren Mörder präsentieren wollten. Daraufhin entlud sich ein Shitstorm gegenüber Spiegel TV und BILD durch die Para Ink-Fans, da sie der ins Leben gerufenen Verschwörungstheorie blind glaubten. Mit federführend dabei war ein späterer Autor bei Mimikama-Mystery, der dann auch in jener Funktion den Versuch unternahm, durch einen seriös anmutenden Bericht ParaInk und Mimikama zusammenzubringen. Mittlerweile wurde der Bericht gelöscht, da es auf der Mimikama-Seite zu Differenzen zwischen Fans kam.

An dieser Stelle kommen mir auch die beiden Halloween-Episoden in den Sinn, die in einem ehemaligen Hotel gedreht wurden. Dort ging es um einen bestialischen 6-fach Mord. Den Zuschauern wurden div. Geschichten und Ergebnisse aufgetischt – nur leider war es so, dass die Hintergrundgeschichte ein Hoax war und Para Ink auf eine gefakte Geschichte hereinfielen. Es gibt über die Geschichte sogar einen Podcast in meinem YouTube-Channel.

Bei Para Ink ist es doch offensichtlich (bei "Behind You" sogar noch extremer), dass vieles nicht der Realität entspricht, authentisches und ehrliches Ghosthunting (auch unter Einbindung von Ritualen) sieht einfach anders aus, wenn man dem Ganzen wirklich genauer auf den Grund gehen will.

Es kam dann in den Folgemonaten noch zu weiteren Vorkommnissen, wo man nur noch den Kopf schütteln konnte und zwar von verschiedenen Seiten her. Privatleben wurden auf links gedreht und viel Privates veröffentlicht, was an sich in der Öffentlichkeit nichts zu suchen hat. Die Fanbase wurde manipulativ missbraucht, um von Fehlern abzulenken und auf Dritte umzulenken. Es gibt noch weit aus mehr, aber ich erspare es mir, darüber zu schreiben, da ich keine Gerüchte weitergeben möchte; es fehlen mir da einfach die 100%igen Belege für.  Da fragt man sich schon, was dies dann mit Ghosthunting zu tun hatte ...

Wenn ich das Ganze so aus der nötigen Distanz beobachtete, so kamen Erinnerungen an den Film „Die Welle“ hoch. Erschreckend, wie man Menschen manipulieren kann und die richtigen "Knöpfe" drückt. Mittlerweile nehm ich so einiges, was mir andere berichten, einfach nur noch zur Kenntnis und schüttel den Kopf.

Was ich aber zudem absolut verurteile ist, wenn man aktuelle Geschehnisse für solche Shows missbraucht, nur um Aufsehen zu erregen und dabei sogar noch auf die Gefühle und Psyche Betroffener keine Rücksicht nimmt. Einmal wurde seitens Para Ink der Amoklauf von München im Juli 2016 für ihre Zwecke msisbraucht, in dem sie behaupteten, dass sie Tonaufnahmen hatten, die diese Tat ankündigten. Ein anderes Mal und da sprech ich von einem absolut gewissenlosen Verhalten, behauptete man, dass man Botschaften von Susanna F. erhielt, die im Mai 2018 umgebracht wurde. Man versuchte sogar oder hatte sogar Kontakt zu der trauernden Mutter hergestellt. Für so ein emphatie- und gewissenloses, absolut egoistisches und verachtungswürdiges Verhalten fehlt mir jeder Funke von Verständnis.

Aber was gewissenloses Verhalten angeht, so gibt es leider auch so manche Negativbeispiele in der Ermittler-Community, aber dieser Vorfall bzgl. Susanna F. schlug alles bisher bekannte und zeigte dabei ein wesentliches Problem auf: Der Umgang mit betroffenen und trauernden Angehörigen, die leider auch nicht selten zum Spielball für eingebundene "Medien" (Mz. Medium) werden. Ist aber ein anderes Thema und da kommt noch was bzgl. "Medium".

Trotz alle dem wollte ich mich vor einigen Monaten mit Mark privat treffen, um mit ihm über div. Punkte zu sprechen, da mich seine Meinung interessierte und ich ihm die Möglichkeit geben wollte, evtl. das ein oder andere richtig zu stellen. Leider brach der Kontakt über eine Mittelsperson ab, so dass ich das Vorhaben „beerdigen“ musste, obgleich Bereitschaft zu einem Treffen bestand. Das Thema "Ausnutzung aktueller Mordfälle/Attentate" wäre da auch zum Thema geworden.

Aufgrund alle dessen stufe ich das Para Ink-Format als eine nicht ernstzunehmende oberflächliche Popcorn-Unterhaltungsserie ein, denn sie wollen doch auch nur Grusel „verkaufen“, sich einen Namen machen, bejubelt werden und das Bedürfnis vieler in der Community „echtes“ Paranormales zu sehen, befriedigen. Und um „echtes“ Paranormales zu präsentieren, greifen so manche in die Kiste von Blendgranaten (vorsätzliche Fakes, zweifelhafte Aussagen u.a.) und leider sind auch so manche sehr leichtgläubig und fallen darauf herein bzw. lassen sich in ihrer Meinungsbildung manipulieren, wie weiter oben ja schon ausführlich geschildert wurde.


Ich könnte noch so einiges dazu äußern, da mir viel Material vorliegt, aber ich erspare es mir – zumal es wesentlich Wichtigeres für mich gibt (zB dieses hier, was mittlerweile zu einer Lebenaufgabe geworden ist) und die vorstehenden Zeilen sollen einfach ausreichen, um über das „Phänomen Para Ink“ in Kurzfassung zu berichten.



Euer Tom Pedall
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Kommentare:

  1. Das Thema Para hat sich ja erstmal erledigt! Das mit Tristan ist ein verdammt heißes Eisen, da würde ich nicht mit dem kleinen Finger vorsichtig hin fassen. Ich kenne tatsächlich Leute die sich damit beschäftigt haben, und sie tun es nicht mehr. Dabei handelt es sich nicht um Weicheier etc... Wenn man nicht total Lebensmüde ist, lässt man davon die Finger. Warum machst du dir die Arbeit über Mark und Co zu schreiben? Ihre Anhänger erreichst du nicht, die anderen lachen sowieso drüber. Ich habe es auch nur zur Belustigung geschaut, und war über ihre Ideen immer wieder erstaunt 😁. Aber von den Ernst zu nehmenden Forschern, kommt ja so gut wie nichts mehr, oder verdammt wenig. Damit die Leute den feinen Unterschied sehen können.
    schöne Zeit noch.

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    1. Ich habe vor etwa einem Jahr mit dem Artikel angefangen. Warum ich mir die Mühe gemacht habe und ihn doch fertiggestellt habe lässt sich leicht beantworten: Ich wollte damit zeigen, wie leicht sich Menschen manipulieren lassen und wie weit Formate/Gruppierungen gehen, um ihre Ziele zu erreichen - und dies mit denen, die wirklich ernsthaft sich den Bedürfnissen und Ängsten der Menschen annehmen, nicht gemein hat.

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