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Freitag, 14. Oktober 2022

Von "Die Geisterakten" zu "Die Dämonenjäger"

Heute erfuhr ich, dass der Begründer der Unterhaltsunshow "Die Geisterakten" nun zusammen mit einem weiteren Protagonisten dieses Formats ein neues Format begründet hat. "Die Dämonenjäger". Ja, Ihr lest richtig!

Was mir so direkt in den Sinn kam war: Supernatural 2.0...

Aufgrund meiner sehr kritischen Haltung gegenüber dem Format "Die Geisterakten" wurde ich ja bereits mehrfach seitens der Fans angefeindet. Es gibt auch mehrere Artikel hier, wo ich über diverses zu dem Format und der Anhängerschaft geschrieben hatte. Das Ursprungsformat hat mit der Realität nicht wirklich was gemeinsam, da sie mitunter Gerätschaften verwenden, die völlig unbrauchbar sind. Dabei werden auch viele angebliche Geisterkontakte den Zuschauern suggeriert und verkauft.

Nun gibt es das neue Format "Die Dämonenjäger" und sie führen bei der Vorstellung unter anderem an, dass sie mit "hochwertiger Ausrüstung und intensiven Hintergrundwissen" agieren werden. Das gleiche sinnfreie Equipment, wie bei ihren paranormalen Ermittlungsshows? Oder anderes, spezielles Equipment für die Dämonenjagd? Es gibt ja nichts, was es nicht gibt, um Shows abzuziehen und Zuschauern etwas darzubieten - nur ob das mit der Realität was gemein hat, steht auf einem Blatt. Dieses angebliche "intensive Hintergrundwissen" mag bezeiwefelt werden, da jeder, der sich intensiv und mit Vernunft und Objektivität mit der Thematik "Dämonenglauben" befasst, sicherlich wissen müsste, dass Dämonen eine reine Erfindung von Menschen ist, um mit Ängsten Dritter zu spielen. Sehr beliebt sind Dämonen in Religionen, seit Anbeginn der Zeit an, um Gläubige an sich zu binden. Dämonen verkörpern im Grunde nichts anderes, als negative Eigenschaften von Menschen, Krankheiten und Umweltgeschiehnisse. Vielfach auch aus Unwissenheit, da man in Bezug auf körperliche, wie auch seelische Erkrankungen zur damaligen Zeit keine medizinischen Kenntnisse hatte, um diese Erkrankungen richtig zu deuten.

Ich hoffe ja, dass "Die Dämonenjäger" zugeben werden, dass es reine Unterhaltungsshow sein wird - aber aufgrund der Ankündigung zur ersten Episode, wird diese Hoffnung wohl eine Absage erfahren (Link zur Quelle der Ankündigung). 

Für jene, die auf reine Unterhaltung ohne Tiefgang und Bezug zur Realität stehen könnte die Serie sicherlich unterhaltsam werden. Aber sobald die Serie ausgestrahlt wird, besteht die große Chance, dass man in Social Media wieder vermehrt Schilderungen von Betroffenen liest, die angebliche Dämonen bei sich haben. Dies kann zu nicht ungefährlichen Folgen für die Betroffenen führen, sofern sie dem Glauben schenken, was u.a. bei solch einer Serie die "Die Dämonenjäger" dann gezeigt und suggeriert wird.

Aber im Grunde genommen kann man auch für den Schritt dankbar sein, denn dies zeigt, dass auch das Ursprungsformat nicht ernstzunehmen ist.

Nachtrag 22.10.2022: So einigen Fans des Formats ist nun aufgefallen, dass es zwei Versionen der ersten Episode des neuen Formats gibt, wie man in den Kommentaren lesen kann Link zu einem Bild bei Facebook. 

Offensichtlich war mehr als ein "Filmfehler" geschehen (verhüllte Menschen als Geister mit Sneakers?), der beim Schneiden übersehen wurde. Nur hier scheinen sie sich dann wohl selber entlarvt zu haben. Erstaunlich finde ich, dass man so einige Kommentare liest, wo man eher denkt, dass die beiden Protagonisten "verarscht" wurden. Ich hege die Vermutung, dass ein Statemant der Produktionsfirma in die Richtung gehen könnte (auch wenn es eher unglaubwürdig wäre).

Es dürfte wohl eher ein Fehler beim Schneiden passiert sein, der niemanden auffiel - worauf das nachträgliche Herausschneiden eher hindeutet und wie man u.a. in einem Thread bei bei Allmystery lesen kann, wurde nun die Kommentarfunktion für User unter dem Video bzw. Bild deaktiviert (es kam dort zu einigen berechtigten Fragestellungen seitens der User bzgl. der "Filmfehler". Dies spricht auch nicht für das Format. 

Oder waren die Fimfehler Absicht?

Fragen über Fragen... die allerdings alles mehr ab absurdum führen was das Format betrifft.

Nur meine bescheindene Meinung....

Nachtrag 24.10.2022: Es gibt ein Statement von den beiden Protagnisten bzgl. der aufgefallenen Ungereimtheiten in der 1. Episode des neuen Formats und wie sollte es anders sein, sie stellen es so dar, dass sie nun die Opfer von Dritten sind und in der Location "verarscht" wurden. Auch kündigen sie an, dass sie evtl. weniger machen oder gar nichts mehr. Dies ist die übliche Masche, um die Fanbase von Kritiken abzulenken (spätestens in wenigen Tagen oder Wochen würde dann wohl ein Statement kommen, wonach sie zig Nachrichten erhielten, dass sie nich aufhören sollen und Dank der Fanbase dann doch weitermachen...).

Sie produzieren sei Jahren und nun soll erstmals während der Sichtung des Materials, des Schnitts und der Abschlusskontrolle (oder gibt es keine?) niemanden die fragwürdigen Sequenzen aufgefallen sein, die die Fans aber gefunden haben, wo Pseudogeister zu sehen waren? Klingt unglaubwürdig. Zudem wirft es Fragen auf, wie aufmerksam und intensiv sie überhaupt das aufgenommene Material prüfen, ob mögliche pararnormale Vorkommnisse aufgenommen wurden. Offensichtlich nicht sorgfälig, weil nämlich dann die "Pseudogeister" (Dritte) hätten auffallen müssen. Es liegt eher auf der Hand, dass die Quantität des Outputs von Episoden im Vordergrund stehen und nicht wirklich ernshafte paranormale Ermittlungen.

 

Euer Tom, 14.10.2022

(persönliche Meinung)

 

Donnerstag, 13. Juni 2019

Die Geisterakten ... nur noch auf Amazon Prime? #geisterakten #diegeisterakten

Ich erfahre heute durch Zufall, dass das Format am 11.06.2019 via Facebook mitteilte, dass deren YouTube-Channel offline geschaltet wurde und vorerst nur Episoden über den Amazon-Prime Kanal geschaut werden können.

Hintergrund für die "Auszeit" soll der Umstand sein, dass in den letzten Tagen -lt. deren eigenen Aussagen auf Facebook- Fans versuchten, den ein oder anderen Protagonisten privat zu besuchen. Dabei wurde auch nicht davor zurückgeschreckt, sich in der Ortschaft und Nachbarn durchzufragen.
Also, sollte sich dies wirklich so zugetragen haben, dann ist so ein Verhalten doch entschieden zu verurteilen, aber Fan-Fanatissmus kennt bekanntlich keine Grenzen und Menschen, die man nur von der Mattscheibe her kennt einfach aufzusuchen, finde ich nicht sehr respektvoll der Privatsphäre gegenüber.

Und es ist doch auch so, dass je bekannter ein Format ist, man schon damit rechnen muss, dass man mal angesprochen wird oder sogar man persönlich aufgesucht wird. Dieses nicht zu bedenken, ist sehr leichtfertig und ein wenig naiv.... mmmhhh.... 

Allerdings muss ich sagen, verwundert es dann schon, dass dann aufgrund dieses Vorfalles der YouTube-Channel offline gestellt wird, da somit den Fans und Interessierten die Möglichkeit genommen wird, die Episoden weiterhin kostenlos zu sehen (solche Offline-Aktionen gab es zB bei Para Ink auch schon). Die Fans der Geisterakten sind nun gezwungen ein kostenpflichtiges Prime-Abo bei Amazon abzuschließen ... so nach dem Motto "Friss oder stirb"...

Was ich aber sehr befremdlich finde ist das Verhalten mancher Fans nun, teils das für manche der Lebensinhalt genommen wurde (sinngegmäß) usw. - da frage ich mich wirklich, gehts noch?

Durch so manche Äußerungen und Anmerkungen wird noch mehr der Spielraum für Spekulationen gefördert, was an dem 09.06. wirklich vorgefallen ist bzw. sein soll... wenn die Fans das so mitbekommen, könnten sich so einige bestimmt irgendwelche Schreckensszenarien ausmalen und wozu zügellos gewordene Fans neigen können, dies konnte man am Beispiel einer anderen Gruppierung sehen.
Man weiss doch, wie leicht sich Fans in ihrer Meinung manipulieren lassen, gerade wenn es um ihre "Idole" geht ;-) - ob unabsichtlich oder vorsätzlich.
Die Vorkommnisse um eine bestimmte Gruppierung haben es doch in der Vergangenheit gezeigt...

Was genau wirklich am 09.06.2019 stattfand - vielleicht wird man es wirklich irgendwann einmal erfahren...

Paar kurze Gedanken dazu...

... und eine wesentliche Frage, die sofort bei anderen Formaten / Teams in den Raum gestellt werden würde, wird nirgends angesprochen ...

P.S. Nachtrag vom 30.06.2019
Vor wenigen Tagen wurde der YouTube-Channel wieder online gestellt und es wurde angegeben, dass man ihnen empfahl, den YouTube.-Channel "Aus ERMITTLUNGSTECHNISCHEN GRÜNDEN mussten wir unseren YouTube-Kanal ein paar Tage ausblenden."
Es war eine "Empfehlung", die man ihnen aussprach; den Channel ja, aber alles andere (zB Instagram und Facebook bzw. die Homepage) nicht. Ich lass es mal unkommentiert ...

Euer Tom




Freitag, 17. Mai 2019

Warum ich über YouTube-/TV-/Streaming-Serien schreibe?

Mich persönlich sprechen nur ganz wenige Geisterjäger-Serien an (u.a. Haunting Australia oder Ghosthunters International), da ich zum einen nicht zur Zielgruppe gehöre und vermutlich doch etwas Ahnung vom Paranormalen und dem Ghosthunting habe, da ich eben erkenne, was vieles einfach überzogen und unrealistisch dargestellt wird.

Dieses Überzogene und Reißerische sowie die Bedienung von Klischees, die in aller Regel auf falschen Darstellungen und Thesen beruhen, ist nun einmal beabsichtigt und man verfehlt das Ziel damit nicht, da sie den Zuschauern das geben, wonach diese suchen und sehen wollen: „Paranormale Realität" auf Basis von teils mittelalterlichem Aber- und Volksglauben und bei Verwendung von manipulativen Gerätschaften und haufenweise Suggestionen und suggestiven Einspielungen, zig  „Geisterstimmen“ und Sichtungen sowie Phänomenen – dies hat aber meiner bescheidenen Meinung nach nichts mit realistischem und authentischen Ghosthunting zu tun, denn wenn man dieses betreiben würde, würden sich etwa 95% aller Vorkommnisse rational erklären lassen. Und spätestens da sollte man merken, dass es eben unterschiedliche „Welten“ und Team-Philosophien gibt und leider ist es so, dass dererlei Unterhaltungsformate als Maßstab für andere genommen werden und sich hierdurch ein nahezu automatisierter Wettbewerb entsteht (wenn man sich darauf einlässt), der dem eigentlichen Thema aber nicht gerecht wird.

Es gibt auch immer wieder Reaktionen und Kommentare von Anhängern und Interessierten, die entweder wortwörtlich oder sinngemäß beinhalten, dass die dort gezeigten Vorgehensweisen und Inhalte auf andere „umgelegt“ werden und diese damit dann „bewerten“, obgleich diese völlig andere Ziele verfolgen und andere Teamphilosophien besitzen.

Auch kursiert offensichtlich die Annahme in der paranormalen Community, dass wer keine Serie hat, keine Ahnung und keine Ergebnisse hat, daher nicht professionell arbeitet und folglich keinen Erfolg hat und sich daher mal ein Beispiel an Serie XYZ nehmen sollte – entsprechende Kommentare sind hier schon eingegangen.

Was ist denn Erfolg? Wer Erfolg an Zahlen von Views, Follower, Klicks u.a. oder haufenweiser fehldeutungsfähiger Tonaufnahmen, Datenbank-Geisterstimmen, pareidolischer Geister in verschwommenen Fotoaufnahmen festmacht und es damit auch für die Anhängerschaft so definiert sollte mal in sich gehen und überlegen, ob man sich nicht irrt und das Ganze nur macht, um Aufsehen zu bekommen. Dies fällt zwar zwangsläufig für Betrachter auch unter „Ghosthunting“, da man vorgibt sich mit Paranormalem zu beschäftigen und Untersuchungen durchführt, aber eben mit einer gänzlich anderen Zielrichtung und folglich einer anderen Philosophie, nämlich zur Unterhaltung und mit der eigentlichen Realität hat es weniger gemein. 

Viele unterschiedliche Philosophien und abweichende oder gänzlich unterschiedliche Vorgehensweisen, aber bei Dritten, vorwiegend den Zuschauern und Interessierten, werden alle in einen Topf geworfen, ohne dass es klare Abgrenzungen zwischen Unterhaltungsserien und Dokumentationen gibt – dies ist das Fatale und u.a. aus diesem Grunde finde ich da eine Aufklärung enorm wichtig, gerade auch um Unterschiede und unterschiedliche Teamphilosophien aufzuzeigen. Ich bin eben kein Freund von Fake-News, davon gibt es schon genug...



Ein Beispiel bzgl. "Erfolg" der an Zahlen festgemacht wird:

Serie X mit 10.000 Follower und 250.000 Views behauptet in zig verschwommenen Bildern Geister zu beweisen und eine Gruppe Y mit 1.000 Follower und 25.000 Views zeigt anhand solcher verschwommenen Bildern, dass diese keine Beweiskraft haben und führen rationale Gründe an.
Hier haben wir zwei unterschiedliche Teamphilosophien, aber beide werden in einen Topf geworfen, obgleich Serie X imgrunde alle prankt (nett ausgedrückt).

Und wenn allein schon im Vorspann die Aussage kommt: "Die folgenden Aufnahmen können verstörend wirken und es ist alles echt und real...." sollte man besonders skeptisch werden, denn diese Aussage kein 100%iger Beweis für Echtheit :-). Damit wird das Bühnenbild für die anschließende Unterhaltung vorbereitet und es suggeriert, dass absolut alles echt ist, also auch die Geisterstimmen aus Apps oder Gerätschaften...

Denkt mal nach...

Euer Tom

Samstag, 11. Mai 2019

Das Portal von Steve Huff

Ein Gedanke, der bei meinen Artikeln zu diesem "Ghosthunter-Spitzen-Technologie-Gerät" noch fehlt:

Wie im Fall vom Gerät Portal, wo man eine "Stimmen-Quelle" dazuschalten muss, besteht bestimmt auch die Möglichkeit, dass man selber eine Sprachdatei auf deutsch anfertigt und diese beispielsweise über ein Notebook einspeist, so kann man dann schon manipulieren und so faken, dass bestimmte Aussagen kommen.

Im Übrigen schaut mal in den Channel von Quipus Paranormal Scanner, er hat da einen hervorragenden Beitrag über den Fake von Steve Huff gebracht.

Montag, 18. Februar 2019

Eingestellt: 72 Stunden im Geisterhaus / Paranormal Lockdown

Wie man heute im Internet lesen kann, wird die Serie "72 Stunden im Geisterhaus / Paranormal Lockdown" aus produktions-/senderpolitischen Gründen eingestellt wird und es keine 4. Staffel mehr geben wird.

Mehr Infos auf der englischsprachigen Website von Higgypop

Vorletztes Jahr hab ich noch einen Artikel über 72 Stunden im Geisterhaus mit meiner Meinung darüber verfasst. Eine von vielen Unterhaltungsserien, die sich teils wie eine Werbeshow für überteuertes und unausgereiftes Ghosthunter-Equipment  gebahr - dennoch aber viele Fans hatte, da sie eben gut gemacht war. Aber realitätsfern. Eines fand ich persönlich gut an der Serie: Die Locations :-)

Euer Tom




Dienstag, 15. Januar 2019

Die Gefahren des Ghosthuntings - ein Talk mit Dr. Sebastian Bartoschek

In Anlehnung an meinen Artikel vom 26.11.2018 mit dem nahezu identischen Thema "Gefahren beim Ghosthunting" ergab es sich, dass ich zusammen mit Dr. Sebastian Bartoschek einen Podcast-Talk zu diesem Thema am 14.01.2019 vornahm.

Der Talk zeigt mitunter auch die Kehrseite des Ghosthuntings auf...

Samstag, 5. Januar 2019

Es wird immer absurder ...

Ich erfahre gerade, dass wenn man ähnliches oder gleiches Equipment wie eine Gruppierung einer Unterhaltungsserie (paranormale Thematik) einsetzt als Nachahmer gilt. Die Leute haben Probleme... denn dann könnte ich ja auch sagen, hei, da gibt es einen Blog, der eine ähnliche Ausrichtung wie meiner hier hat und auch stückweise ähnliche Artikel. Also soweit ich mich erinnern kann, leben wir in einem Land der freien Meinungsäußerung und freien Gestaltung unseres Seins, so lange wir niemandem anderen Schaden zufügen oder 1:1 kopieren.

Unterhaltungsserien beinhalten oftmals Fiktionen und Fehlinformationen, da sie eben die Quote erfüllen müssen. Nur schade, dass viele Zuschauer und Interessierte diese als echt und authentisch ansehen und den Inhalt solcher Formate mit anderen zwangshaft vergleichen wollen.

Man kann echt nur noch den Kopf schütteln über so teils echt halbgares Gedankengut was man bei "Fans" lesen muss.

Ich erinere mich noch an Kommentare, die wir auf unserem Ghosthunter-Channel erhielten, "Dass wir uns mal ein Beispiel an der Serie xyz nehmen sollten" oder "wir diese niemals erreichen" so und so ähnlich bekamen wir mehrere Kommentare. Da wird einem abgesprochen, dass man eine eigene Teamphilosophie hat und die Leute denken nur in "Schubladen" - warum nur?

Euer Tom

Donnerstag, 5. Juli 2018

Die Geisterakten - Unterhaltungsserie oder mehr?

Normalerweise arbeite ich nicht mit Vorworten, aber bei diesem Artikel scheint es notwendig zu sein, dass mal ein paar erklärende, klarstellende und persönliche Worte nachträglich vorangestellt werden:
 
So einiges, was ich in dem Artikel geschrieben habe, wie beispielsweise zu den Gerätschaften, trifft auch andere Formate, wie zB 72 Stunden im Geisterhaus, Ghost Chasers, usw. zu und im Übrigen stehen auch noch Publikationen zu anderen Formaten an, beispielsweise Para Ink – Die Geisterjäger, TAPS / Ghost Hunters – aber überwiegend werde neue Artikel / Podcasts zu Themen aus der paranormalen Welt erscheinen.
 
Dieser nachstehende Artikel führte seit seinem Erscheinen zu oftmals erheblich kontrovers geführten Diskussionen, insbesondere mit Fans dieses Formats und es kam zu Beleidigungen, Anfeindungen und Unterstellungen. Wie üblich, wenn die sachlichen Argumente fehlen, wird versucht den Gegenüber damit anzugehen und diskreditieren, dass man der Person Neid und Missgunst als Triebfeder vorwirft, was auch hier in diesem Fall vollkommen an der Realität vorbeigeht.
 
Diskussionen auf sachlicher Ebene (u.a. in Bezug auf das „Portal“ von Steve Huff) waren unter Beachtung der üblichen Netiquette bislang schwer möglich, so dass dies auch mitunter ein Grund war, warum ich mich aus Teilen der Community bei Facebook zurückzog. Die ewigen Diskussionen mit Supportern und Hardcore-Fans unterschiedlicher TV- und YouTube-Formate, sind einfach nur zeit- und nervenraubend, da es für so manche einer Blasphemie gleichkommt, da kann die Kritik noch so sachlich, fundiert und belegbar sein. 

Viele verdrängen einfach, dass solche Formate nur reine Unterhaltung sind und mit der wirklichen Realität des Paranormalen nicht immer was gemein haben und auch ein falsches Bild vermittelt wird, um eben ein Format am Markt zu etablieren und voranzutreiben. Daher sollte man meiner bescheidenen Meinung nach solche Unterhaltungsformate nicht zum Maßstab für andere nehmen und Vergleiche ziehen, weil es einer Verfälschung der Realität gleichkommt.
 
Auch wenn Protagonisten nicht explizit sagen, dass sie hier und jetzt nun einen Geist oder was Paranormales aufgenommen haben, kann diese „nonverbale Feststellung“ den Zuschauern durch bestimmte Kameraeinstellungen, Zeitlupen, Wiederholungen von Sequenzen suggeriert werden.
 
Was ich aber keinesfalls verschweigen will ist ein Vorfall aus dem letzten Jahr, der sich wenige Wochen nach Erscheinen des nachfolgenden Artikels ereignete und der für mich ein Höhepunkt darstellte, wie weit ein Format geht, um einen Schein aufrecht zu erhalten. Ich erhielt Post von den Anwälten des Initiators mit einer Unterlassungsaufforderung bzgl. meiner konkreten Aussage zur eigentlichen Hintergrundgeschichte dieses Formats. Offensichtlich dachte man nicht, dass ich diese auch belegen kann, so dass das Ansinnen bei einem Versuch blieb. Man kann es auch Einschüchterungsversuch ansehen....

Nun aber genug des Vorwortes -zu diesem Format werde ich sicherlich auch nichts mehr schreiben- und wie gesagt, vieles vom Nachstehenden betrifft allgemein unendlich viele Formate und mir geht es nicht darum jemandem dieses Format madig zu machen, keinesfalls:

In Anlehnung an die vielen Anfragen von Interessierten aus der paranormalen Community die mich in Bezug auf diese Serie "Die Geisterakten", die bei YouTube bzw. auch Amazonprime läuft, erreichen, habe ich mir überlegt, dass ich hierzu öffentlich meine Meinung schreibe. Auch in Kenntnis dessen, dass sie so manchem sicherlich nicht "zusagt", aber es ist meine persönliche Meinung und es tut mir leid, aber ich verkaufe keine Märchen oder Wunschvorstellungen.

Ich wurde bzgl. meiner nachstehenden Meinung, die ich schon öfters mal in ähnlichen Worten geschrieben habe, schon zuhauf beleidigt, beschimpft und angegangen (auch telefonisch); auch kam der Vorwurf des Neides oder Missgunst, was an sich vollkommen unsinnig ist, da es mir grundsätzlich egal ist, wie erfolglich ein Format / Team ist, wie viele Abos und Views es hat usw.
Aber derartige Vorwürfe kommen grundsätzlich, wenn Menschen mit anderen Meinungen nicht umgehen können.

Bevor man sich aber nun meinen nachstehenden Zeilen widmet, empfehle ich zunächst diesen Artikel von mir zu lesen: (Link) Das Ghosthunting der Geisterjäger...

Dass die Wörter "Seriösität" und "Ehrlichkeit" oftmals leider bei Unterhaltungsserien auf der Strecke bleiben, erkennt man zB anhand der Geisterjäger-Show "Die Geisterakten" - welches ein reines Unterhaltungsformat ist und vor ein paar Jahren dafür begründet wurde. Dabei wurde von Anfang an den Zuschauern suggeriert, dass es sich bei den Protagonisten um (selbsternannte und -betitelte) Spezialisten (gleichbedeutend mit Experten) für Paranormales handelt, zumal sie sich selber so auf im Vorspann vorstellen. Werbetechnisch gesehen ein kluger Schachzug, denn so wird bereits eine "unbedingte Glaubwürdigkeit" bei den Zuschauern etabliert, denn wenn etwas ungewöhnliches auftritt und dieses als paranormal dann hingestellt wird, man diesen Spezialisten ja auf jeden Fall glauben muss. So werden auch geringste Zweifel "weggewischt".

Vielfach handelt es sich bei den Zuschauern auch um Menschen, die schon selber für sich auch
Unerklärliches erlebt haben und sehen dann ihre eigenen Erlebnisse damit bestätigt. Man trifft damit auch den "Nerv" der Menschen, die selber schon ihre Erlebnisse hatten und "was im TV läuft, muss ja echt sein". Nur kann man aber das eine mit dem anderen nicht vergleichen und ich glaube eher den Menschen ihre paranormalen Erlebnisse, als einer Unterhaltungssendung - denn die Quote bzw. Aufrufe / Views spielen da ja auch eine Rolle. Schließlich will man ja "Grusel" verkaufen, im Sinne von das Bedürfnis nach Paranormalen befriedigen.

Leider ist es so, dass durch derartige Unterhaltungsserien, die lediglich einer Profilierung und Selbstdarstellung dienen, ein falsches Bild vermittelt wird und auch teils mittelaterliche Vorstellungen weiterhin bedient werden bzw. auch Klischees, die eher aus Hollywooddrehbüchern stammen und der Vernunft jegliche Türen verschließen. Denn vieles wird in dem Format (wie auch manch anderen, zB Ghost Adventures) den Zuschauern suggeriert (ob mit Vorsatz oder fahrlässig, sei einmal dahingestellt) und so die objektive Meinungsbildung manipuliert - so dass die Objektivität abhanden kommt und eine eindimensionale Betrachtungsweise Einzug hält.

Und da eben auch das Know-How einer Werbefirma dahintersteckt (der Begründer kommt aus der Werbebranche), weiss man auch die Kniffe, wie man den Zuschauern etwas darbietet, um es als Paranormal hinzustellen, es selber aber so nicht benennt. Dazu kommt noch die mittlerweile eingebaute Dramaturgie... es muss sich ja weiter steigern - ähnlich wie bei "Dear David"

Auch die eingesetzten Gerätschaften sind mehr als fragwürdig, da diese vielfach auf Datenbanken zurückgreifen, wie ich u.a. in ein paar Episoden meines YouTube-Channels schon erklärt habe. Die Datenbanken verfügen über englische Wortschätze aus der paranormalen Thematik und wenn man dann meint, da etwas deutsches zu hören, darf man den Agathe-Bauer-Effekt nicht außer Acht lassen, wo aus ähnlich klingenden Aussagen auf englisch man etwas auf deutsch dann versteht. Auch die Erwartungshaltung kann zu Wahrnehmungstäuschungen führen, da man eben bestimmte Antworten ja auch erwartet und somit nicht objektiv sein kann.
So erklären sich auch die zigfachen "Geisterantworten", wodurch so manche harmlose Location zu einem Hotspot erklärt wird ....
Und nur weil derartige Gerätschaften (Apps, Portal, Ovilus) durch amerikansiche Serien beworben, gehypt und als "Wundermittel" zur Geisterkommunikation stilisiert wurden - ist dies kein Beweis für die perfekte Tauglichkeit. Aber wie so oft: "Was im TV läuft muss ja echt sein".

Aber um jeglichen Zweifel auszuschließen werden seitens des Geisterakten Teams für den Zuschauer jene Aussagen aus dem Portal eingeblendet, die man da hören soll... wie war das noch mit der Suggestion?- so ähnlich arbeitet ja auch das Format "Behind You".

Sicherlich kann man sie sich anschauen, da es gut geschnitten und gefilmt ist, aber mehr als Unterhaltung ist es eben nicht. Ich will auch keinem seine Show oder Unterhaltung nehmen, bei weitem nicht, aber ich halte persönlich von solchen Pseudo-Spezialisten, die einen auf Ghosthunter machen nicht sehr viel, wenn sie eben dabei behaupten (lassen), dass sie "Spezialisten" sind. Denn im Übrigen sollten "Spezialisten" ja mitunter auch keinen Hausfriedensbruch begehen oder Genehmigungen unter Angabe von falschen Gründen sich erschwindeln. Derartiges Verhalten bringt auch andere Teams mit in Verruf und mit Seriösität hat dies nichts mehr zu tun. Aber da sich die "Spezialisten" solche Fehltritte erlauben, wird es in der Anhängerschaft schon als notwendig und normal angesehen (zB Hausfriedensbruch "Heimschule am Laacher See") - auch wenn man es nicht glauben mag, auch als Ghosthunter / Geisterjäger / Paranormale Ermittler, der/die Unterhaltungsserien produzieren hat man eine gewisse Vorbildfunktion und gesellschaftliche Verantwortung. Erstaunlich finde ich in dem Zusammenhang, dass wenn andere Geisterjäger-Formate sich derartiges leisten, geht ein Aufschrei durch die (Ghosthunter-)Community.... da sollte man schon ehrlich sein und nicht mit zweierlei Maß messen. Aber dies würde an dieser Stelle zu weit führen und fernab von dem eigenem Thema - werde ich aber sicherlich in einem späteren Artikel mal separat behandeln.

Schade ist nur, dass ein vollkommen falsches Bild vom Ghosthunting vermittelt wird (Absicht?) und Stimmen werden laut, dass wenn man nicht wie die Geisterakten arbeitet, man kein Ghosthunter / Geisterjäger ist und auch nicht seriös ist (öhm....) ... da kommen Erinnerungen an den Film "Die Welle" auf.... und es ist schon erstaunlich bzw. sogar erschreckend, wie leichtgläubig manche sind und die Objektivität so abhanden kommt. Nur mal als Beispiel bzgl. der Manipulation und der Leichtgläubigkeit, so gibt es im Bereich der Verschwörungstheorien ja genug Negativ-Beispiele, zB Chemtrails, Rheichsbürgertum, Reptiloiden, Flat Earth usw. - auch da wird gern mit dem Wort "Spezialisten" gearbeitet, die uns weis machen wollen, dass wir "besprüht" werden und auf einer Erdscheibe leben. Was offensichtlich viele gar nicht so realisieren ist, dass Sprache ein mächtiges Instrument sein kann, nein, nicht kann, sondern ist. Nun aber zurück, zum eigentlichen Thema

Auch scheinen manche Zuschauer nicht zwischen Doku-Video und Unterhaltung zu unterscheiden (das Format scheint aber auch dieses Ziel zu haben)... was man aber schon machen sollte, da gerne beides in einen Topf geworfen wird und dann die Maßstäbe der Unterhaltungsserien auf Doku-Serien Anwendung findet und natürlich wird es dann bei den Doku-Serien keinen Spannungsbogen u.a geben. Hier ist aber der Zuschauer gefragt - und ja, es tut mir leid, aber Supernatural ist ebenfalls keine authentische Serie.

Die Ehrlichkeit und Ernsthaftigkeit weichen der Manipulation, Fehlinterpretationen und regelrechten Fake-News bzw. der Fake-Seriösität. Ich persönlich stehe beim Ghosthunting eher für eine authentische und ehrliche Darstellung und Vorgehensweise - gerade auch, weil Klienten sich ehrliche Antworten erhoffen und Aufklärung (egal in welche Richtung, ob paranormal oder rational erklärbar). Dafür stehe ich schon seit vielen Jahren ein und ich erwarte und verlange auch nicht, dass jeder meine Meinung oder Ansichten teilt bzw. sie "beherzigt". 

Aber wie schon geschrieben, anschauen kann man sich sicherlich diese Serie, da man schon sieht, dass da professionell gefilmt wird und sie auch vom Schnitt was verstehen; zudem der Spannungsbogen gut aufrecht erhalten wird. Auch so vom Ablauf her, nicht schlecht. Für eine Abendunterhaltung ideal. Da bin ich schon ehrlich, auch dass ich das Konzept und Aufbau der Folgen nicht schlecht finde... aber die angesprochenen Makel gefallen mir nicht und alles in allem wird ein Bild vom Ghosthunting etabliert, was eher in Richtung Selbstdarstellung und Ausblendung jeder Vernunft u.a. in Bezug auf eingesetzte Gerätschaften hinausläuft (noch schlimmer ist es da bei ParaInk). Damit erfüllt man das klischeehafte Bild, welches so mancher in der Gesellschaft von Ghosthuntern hat.... und Skeptiker freuen sich.

Wirklich gute und ehrliche Formate sind da eher "Haunting Australia" bzw. "Ghost Hunters International" oder "TAPS/Ghost Hunters" (1. Staffel, die folgenden Staffeln unterlagen eher dem Zwang der Quotenerfüllung und Fakes kamen rein). Dabei handelt es sich zwar auch an sich um Unterhaltungsserien, aber sie sind weitaus seriöser und glaubhafter gestaltet.

Leider vergessen aber viele, dass wir es in der paranormalen Community in erster Linie mit lebenden Menschen zu tun haben...und da sollte man auch ehrlich in der Außendarstellung sein....

Euer Tom, 05.07.2018