Donnerstag, 31. August 2023

Die Geisterakten / Dämonenjäger - Ein Geschäftsmodell?

Es wird immer mehr offenkundig, dass ich mit meinem damaligen Artikel und Podcast 


nicht wirklich falsch lag. Wenn man sich damals das Impressum auf der Homepage "Die Geisterakten" anschaute, war es klar, dass es eben als ein reines geschäftliches TV-Format angelegt ist. Denn damals fand man den geschäftlichen Zusatz zum Format nebst Firmenangabe und Firmenanschrift. 

Mittlerweile wurde ein eigener Streamingdienst gegründet, wo Interessierte und Fans nur gegen ein monatliches Abo deren Show Episode für Epsiode anschauen können. Ein weiteres realitätsfremdes Format wurde dann gegründet namens "Die Dämonenjäger" und man vermittelt mittlerweile den Eindruck, dass sie sich als die neuen "Warrens" (Link) darstellen wollen, die u.a. durch die Filmreihe Conjuring bekannt sind (Link Conjuring). 

Auch schreckt man nicht davor zurück, den Tod des eigenen Hundes regelrecht auszuschlachten - was mit einem würdevollen Umgang mit seinem Tod nichs zu tun haben sollte. Aber Hunde und Emotionen ziehen bei Fans, aber nicht nur da. 

Im Forum von Allmystery gibt es einen sehr langen und sehr ausführlichen Thread, wo mehrere User sich dem offenkundigen Geschäftsmodell des "Projekts" Geisterakten annehmen und auch viele Widersprüchlichkeiten bei den Aussagen der Prodagonisten offenlegen (u.a. auf dieser Seite des Threads: Link). Auch mit dem Märchen des "Hobbys" wird dort "aufgeräumt". Für objektive Fans und Interessierte dürften die Darlegungen im Thread interessant sein - jene jedoch, die sich in ihrer Geisterakten/Dämonenjäger-Blase befinden, werden da eh nichts von glauben.

Es ist aus Sicht eines Menschen, der sich intensiv und mit viel Vernunft und Wissen über die paranormalen Themen und selber Ghosthunter ist, schon sehr erschreckend, wie leichtgläubig Fans und Interessierte dieser Show eine hohe Glaubwürdigkeit attestieren. 

31.08.2023, Tom

Donnerstag, 3. August 2023

„Leben und leben lassen“, Ghosthunter / Paranormale Ermittler


 

Wer meine Artikel und Podcasts verfolgt wird wissen, dass ich mit der Zeit doch recht kritisch mit diversem (pseudowissenschaftlichem) Equipment für paranormale Ermittlungen umgehe und dies auch belegen und begründen kann. 


Nun passierte es schon des Öfteren, dass man unter meinen Klarstellungen und Entmystifizierungen die Aussage „
Jeder hat seine eigene Vorgehensweise, einfach leben und leben lassen“. Wenn es doch so einfach wäre, würde ich mich sicherlich nicht so darum bemühen, über Falschaussagen, Falschdarstellungen und faktenlosen Geschichten aufzuklären. Denn was gerade diejenigen, die solche Aussagen „Jeder hat seine eigene Vorgehensweise, leben und leben lassen“ tätigen, völlig ausblenden ist die unumstößliche Tatsache, dass wir kein Schach spielen, wo es unzählige Spieltheorien gibt, sondern in einer Thematik mit vielen Teams / Gruppierungen und Formaten agieren, wo es doch in aller erster Linie um den Tod geht, der viele Menschen beschäftigt und die sich entweder als hilfesuchende Klienten an die Gruppierungen werden (verbunden mit Hoffnungen und auch oftmals Ängsten) oder als Interessierte deren Material anschauen. Während es im Schach keine psychischen oder physischen Folgen für die Protagonisten haben kann, wenn sie nach unterschiedlichen Theorien spielen, dürfte es doch bei der paranormalen Ermittlung anders ausschauen. Denn wenn Gruppierungen, die an Dämonen und böse Geister glauben mittels pseudowissenschaftlichem Equipment bei von Ängsten geplagten Privatpersonen Ermittlungen vornehmen und dabei dann entsprechende Präsenzen bestätigen, wird dies sicherlich zu einer Verstärkung der Ängste bei den Privatklienten führen (was doch an sich zu verhindern ist). Zugleich werden Falschinformationen verbreitet (Dämonen), was aber ein anderes Thema ist und zu gegebener Zeit an anderer Stelle genauer thematisiert wird.

Ich persönlich halte Ghosthunter / Geisterjäger und paranormale Ermittler für eine Gefahr für Privatklienten (Privathaushalte), wenn diese bei denen mit pseudowissenschaftlichem Equipment und Halbwissen (sofern überhaupt vorhanden) paranormale Ermittlungen vornehmen und damit falsch-positive (paranormale) Resultate präsentieren, die oftmals ins Düstere abdriften. Nicht selten gesellen sich Medien (Mz. Medium) dazu und bestätigen die „Ergebnisse“ der pseudowissenschaftlichen Geräten, obgleich deren Medien-Aussagen nicht wirklich beweiskräftig sind. Allein durch diese Vermengung zeigt sich die Gefahr der „dunklen Seite“ des doch an sich interessanten Hobbies des Ghosthuntings auf.

Nur mal ein Beispiel:

Vor knapp 10 Jahren stieß ich mit meinem Team auf einen Fall in Köln, der aufzeigte, wie egoistisch und rücksichtslos die Ermittler (hier: aus Hessen) in Zusammenarbeit mit zwei Medien bei der jungen Familie in Köln umgingen und sogar nicht davor zurückschreckten, alles bei YouTube online zu stellen. Der Familie wurde suggeriert, dass ein indianischer Dämon (Wendigo) durch die Spiegeltür des Schlafzimmerschrankes Zugang zur Wohnung erhielt. Der Spiegel wurde mit Geschenkpapier zugeklebt. Die beiden Medien waren per Telefon zugeschaltet und führten im Schlafzimmer einen Exorzismus durch. Die Gruppierung legte um das Mehrfamilienwohnhaus einen Salzkreis, aber mit keinem normalem Salz. Es war Salz, welches eines der Medien der Gruppierung mitgab und vom verstorbenen Großvater des Mediums nach dem Tode aus der geistigen Welt heraus gesegnet wurde. Die Familie wurde angewiesen, sich 7 Wochen lang mit dem „geweihten Salz“ ihre Körper zu reinigen.

Diesen Fall nahm ich persönlich zum Anlass, um damals auf die „dunkle Seite“ des Hobbies hinzuweisen und welches perfide Spiel in Kombination von paranormalen Ermittlern mit Medien (Mz. Medium) gespielt wird. Es folge eine öffentliche Hetze gegen mein Team und mich, Lügen wurden verbreitet und vermeintliche „Freunde“ in der Ghosthunter-Szene zeigten ihr wahres ich und dass Freundschaften nicht ehrlich sind. Es war der erste Shitstorm und ich erfuhr, was Cybermobbing bedeutete. Auf Wunsch der Klienten musste damals der damalige Bericht, der die Abartigkeit des Falles offenlegte, offline gestellt werden.
Bis heute hat sich niemand bei meinem Team oder mir öffentlich entschuldigt. Einer des Teams spielt sich heute als „Saubermann“ auf und meinte sinngemäß, dass ihn das Medium damals ausnutzte und „verführte“. Hat was von einer „Täter-Opfer-Umkehr“.

So viel zum Beispiel und was ist das Fazit: „Leben und leben lassen“ trifft bei diesem Hobby nicht zu, da die Gefahr zu groß ist, dass durch falsch-positive Ergebnisse dank pseudowissenschaftlicher Gerätschaften und Medien die Privatklienten mögliche psychische oder physische Schäden davontragen. Daher ist die Benennung von falschen Aussagen, unsinnigem sinnfreiem Equipment, Entlarvung von Fakes und der Offenlegung von Falschdarstellungen enorm wichtig. Denn das Leben und die psychische und physische Gesundheit eines Menschen und Privatklienten sollte doch über allem stehen.

Tom Pedall, 30.07.2023

Ghosthunter

Dienstag, 18. April 2023

Bildungsniveau bei der Geisterjagd ...

 

Nun ja, aber so langsam an beschleicht mich das Gefühl, dass das Nachdenken und logischer Sachverstand für das Nachgehen von paranormalen Vorkommnissen, Prüfung von Bildern und Geistergeschichten eher zu einer Mangelware werden.

Ich finde das Bildungsniveau erschreckend niedrig... und noch erschreckender, wie Menschen, die sich für diese interessante Thematik des Paranormalen so für dumm verkauft werden. Egal ob es Geistergesichter im Feuer, Qualm oder Zigarettenrauch sind, Strichmännchen der Kinect, hallende Wortfetzen aus dem Portal...

Sonntag, 9. April 2023

Kurzfazit zur Episode Para Ink - Die Geisterjäger S08E02 Sprachrohr der Toten


Vor knapp vier Jahren hatte ich mal meine persönliche Meinung zu Para Ink geschrieben (Link). An meiner kritischen Meinung hat sich nicht viel geändert. Warum dann nun dieses Kurzfazit? Deswegen: 

Seitens eines Bekantnen wurde ich auf verschiedene Szenen aus einer neuen Episode (Link) aufmerksam gemacht, darunter u.a. 48:25 / 1:15:00 / 1:26:00

Ich hab mir mal das Video am Anfang und Ende sowie zu den angegebenen Zeiten angeschaut und es ist mehr als erschreckend, nein es ist sogar widerwärtig und gewissenlos, wie PI mit einer Privatklientin umgeht. Wenn eine Klienten wärend einer PU zusammenklappt, dann sollte der erste Schritt sein: Die Gesundheit der Klientin geht vor und notfalls sogar ärztliche Hilfe herbeiholen, denn man weiss nicht, was mit ihr ist. Aber stattdessen wird draufgehalten, wie Gaffer, die an einer Unfallstelle vorbeifahren und sich am Leid Dritter ergözen wollen. Hier zeigt sich, wie sehr die Gesundheit einer Klientin hinter der gebotenen Szenerie zurücksteht. Geht eben nur Klicks.

Bzgl. Ektoplasma... vollkommender Unsinn und man merkt mal wieder, dass man seitens dieses Formats sich nicht wirklich mit der Thematik beschäftigt.

Die Szenen sind ein Paradebeispiel für Gewissenlosigkeit und Verantwortungslosigkeit, sollte alles zu 100% nicht gespielt sein (von Klientenseite).

Seitens der Gruppierung wird ein völlig falsches Bild von der Realität vermittelt und man orientiert sich ganz offensichtlich zu viel an Hollywood und Supernatural. 

Rauchbilder, Geister im Qualm...

Also die Rauchbilder, über die ich in diesem Artikel schreiben möchte, haben nichts, aber auch rein gar nichts mit den Rauchbildern zu tun, die auf eine Zeichentechnik aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts zurückgehen – Wikipedia hilft Euch dabei nicht weiter. Im Übrigen eine schöne Kunstform.

Nein, bei den hier zu besprechenden Rauchbildern handelt es sich um solche, die mittlerweile von manchen deutschen Ghosthunter-Teams produziert und als Ergebnisse einer „erfolgreichen paranormalen Ermittlung“ vorgestellt werden. Rauchbilder? Ghosthunter? Wie, was, wo?
Okay, mal von Anfang an:

Vor einigen Jahren kam es im spirituellen und somit auch paranormalen Bereich in Mode, dass man Bilder von Rauch / Qualm aufnahm, da man der These anhängt, dass sich Geister im Rauch manifestieren und zeigen könnten (Konturen von Gesichtern – kurz sacken lassen, aber weiterlesen). Hieraus entwickelte sich ein Zweig im Ghosthunting bzw. spirituellen Bereich, wo man diesen Aufnahmen den allgemeinen Begriff von Rauchbildern gab. Seit wenigen Jahren werden von manchen Ghosthunter-Gruppierungen derartige Rauchbilder während der paranormalen Ermittlungen erstellt – hierbei wird gern auch auf E-Zigarettenqualm zurückgegriffen. Im aufgehellten Rauch, der separat beleuchtet wird, werden dann Gesichter erkannt. Auch kann man einen Spiegel hinter dem Aufnahmesetting positionieren, um evtl. Gesichter auch im „rückwärtigen“ Qualmbereich zu erkennen.

Um es nun kurz zu machen:

Rauchbilder sind reine Momentaufnahmen von eben Rauch, der auch je nach Hintergrund und Lichteinfalles unterschiedlich hellere Flächen und Schatten aufweist, die dabei flächen-, streifen- oder wirbel-/wellenartig sind und sich wiederum je nach Positionierung des Betrachters in sich verändern. Dies ist Fakt und jeder kann es einfach nachstellen. Wenn dann im Rauch auch Gesichter, Alf oder Teletubbies erkannt werden, ist dies kein Hexenwerk oder was Paranormales, sondern eine rein optische Täuschung, die man fachlich Pareidolie nennt, auch bekannt unter „Mustererkennung“. Hintergrund dieser optischen Täuschung ist die Tatsache, dass unser Gehirn alles in seinem Sichtbereich nach bekannten Konturen „scannt“. Gleiches Phänomen der optischen Täuschung wie bei dem Erkennen von Schafen, Teddybären usw. in Wolkenformationen. Es tritt ebenso wie bei Flammen, Busch- und Mauerwerk auf. Diese Tatsache der Mustererkennung wird von Anhängern der Rauchbildern ganz offensichtlich missachtet. Wenn zu der Rauchbild-Methode auch noch zugleich pseudowissenschaftliche Geräte wie die Ovilus oder Kinect zum Einsatz kommen und ihre „Pseudo-Geister“ antworten bzw. sich als Strichmännchen zeigen, dann machen sie die Rauchbild-Methode keinesfalls glaubwürdiger, sondern nüchtern betrachtet sind es einfach rein falsch-positive Ergebnisse, ohne jeglichen paranormalen Beweis. Über die nicht vorhandene Sinnhaftigkeit der genannten Geräte, so wie auch weiterer für paranormale Ermittlungen, hatte ich bereits in unterschiedlichen Podcasts und Artikeln schon geschrieben.

Dass einzig Sinnhafte an Rauchbildern können die zufällig zusammengekommenen Strukturen sein, die eine gewisse Kunst darstellen – aber für paranormale Ermittlungen lediglich eine Quelle von Fehldeutungsmöglichkeiten und allenfalls ideal, um Publikum zu unterhalten und Grusel mit fiktiven Geistern „zu verkaufen“.

Tom, 09.04.2023

 

 

Dienstag, 10. Januar 2023

Das Mainstreaming-Ghosthunting vieler Ghosthunter / Geisterjäger und Paranormaler Ermittler...

Es werden falsche Vorstellungen vermittelt, in dem man etwas vorgibt, was realitätsfremd ist. An eine Wiedergeburt und Geister zu glauben beinhaltet nicht, dass Geister-Strichmännchen auch zwangsläufig real sind, nur weil das Mainstream-Ghosthunting es "vorgibt", wo Pseudo-Experten dieses suggerieren.

Zudem wird "Rationalität" für viele zum Schlagwort, um eine Seriösität und Professionalität zu vermitteln, die sich aber durch die Nutzung von pseudowissenschaftlichen Geräten, wie Kinect, PoltercomPico, Ovilus, Portal u.a. ad absurdum geführt wird. Auch vertreten manche esoterische Thesen, die eher aus dem Mittelalter stammen können, wo die Erkenntnisse der Naturwissenschaften noch in den Kinderschuhen steckten. Und wo man an das Leben auf einer flachen Erde glaubte - so manche Pseudo-Experten glauben das heute noch, die u.a. die Erdkrümmung für eine optische Täuschung halten.

Die an sich Leidtragenden sind Menschen, die sich zum einen für dieses Thema interessieren und denen damit ein falsches Bild vermittelt wird, aber besonders auch Menschen, die Ängste und Sorgen aufgrund von Vorkommnissen in ihrem privaten Raum haben, für die sie at hoc keine Erklärungen haben und man dann dank der sinnfreien Geräten positiv-falsche Ergebnisse präsentiert.

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