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Sonntag, 26. Januar 2025

Neues Equipment für das Ghosthunting... und mehr

Wie nicht anders zu erwarten, bringt der nächste Hersteller/Tüftler und dieses Mal Tim Timsen ein neues Gerät auf den Markt (was vermutlich auch käuflich zu erwerben sein wird oder als Eigen-Nachbau). 

Wenn man bedenkt, dass es keine seriösen wissenschaftlich gesicherten Ergebnisse mit dem bisherigen Equipment Ovilus, Kinect, Spiritbox usw. gibt und die so bezeichneten "hochgelobten" Vorteile verschiedener Geräte dann in dem neuen ganz offensichtlich vereint sein sollen, muss man sich schon fragen: Welche hochgelobten Vorteile sind gemeint? Mal schauen, was das Gerät alles können will...

Jedenfalls ist festzuhalten, dass die bisherigen Gerätschaften eher als sinnfrei zu bezeichnen sind und für vernünftiges Ghosthunting, bei dem Rationalität eine große Rolle spielt, eben daher unbrauchbar sind. Für Shows und Unterhaltung sind sie lediglich geeignet.

Bildquelle:  https://www.instagram.com/p/DFSOiy5NKys/

Bei der Bildbeschreibung zu seinem neuen Gerät startet er mit einem ordentlichen Seitenhieb auf eine dritte Person. Keine Ahnung, wen er da meint. Es ist ja auch so ein Unding, dass gerne irgendwas gegen Dritte rausgehauen wird, um Applaus aus der Followerschaft zu bekommen und man dies schon unter Rage-Baiting verbuchen könnte sowie auch populistische Züge hat - aber keine Namen genannt werden. 

Interessant ist aber, dass man hier ins Spiel bringt, dass diese Person keine nennenswerten Forschungsergebnisse vorweisen kann. Da das Ghosthunting keine Wissenschaft ist und eher im Hobbybereich beheimatet ist, gibt es so gut wie keine zuverlässigen Forschungsergebnise, die man als solche benennen könnte. Man spielt mit der Sprache, um dem Ganzen einen seriösen Anstrich zu verpassen. 

Der Autor bei Instagram erweist dem Ghosthunting einen großen Bärendienst, da er indirekt anklingen lässt, dass es jedoch wohl nennenswerte Forschungsergebnisse anderer Ghosthunter gibt, aber eben nicht von dem Ungenannten, den er dort bloßstellen will.

Ich denke, dass seriöse Wissenschaftler dies erheiternd finden. 

Tom, 26.01.2025


Freitag, 4. Oktober 2024

Neues Equipment zur Kontaktaufnahme mit Jenseitigen?

Ich muss leider auf das Thema Ghosthunter-Equipment zurückkommen, denn es steht da nun eine Steigerung ins Haus und die erinnert mich an den Film "Contact" mit der wunderbaren Jodie Foster. Falls jemand den Film nicht kennt: Wikipedia: Contact (1997)

Nun fragt Ihr Euch bestimmt, was hat der Inhalt des Films mit GH-Equipment zu tun? Nun ja, im Film wurden seitens der Ausserirdischen Baupläne für eine Maschine zur Konktaktaufnahme u.a. übermittetlt. Etwas ähnliches, um die Kontakaufnahme zu verbessern soll nun ein angebliches Medium erhalten haben und zwar auf mediale Art und Weise. Das Gerät soll fertig sein.

Kurzer Blick zurück:
Warum eine Steigerung?

Die Geisterakten oder Ghostflix hatten mal behauptet, dass sie Equipment in Zusammenarbeit u.a. mit Jenseitsforschen éntwickeln - was allein schon sehr unseriös und dubios klang. Nun geht jemand anderes hin und steigert die "Beweiskraft", in dem die Bahauptung aufgestellt wird, dass nicht Jenseitsforscher, sondern jemand aus der jenseitigen Welt daran beteilt ist.
Was kommt als nächstes? Dass Geister das Gerät evtl. bauen und jemanden betriebsbereit per UPS überreichen?

Bei diesem Medium ist auffallend, dass es immer eine "spirituelle" Steigerung von Mal zu Mal gibt und sie das eigene geschaffene Podest immer weiter erklimmt.
Es gab mal ein "Medium" (bzw. es gibt sie immer noch), die sich für gottgleich hielt, da ihr verstorbener Großvater, ihr "Patron" war/ist, auf einer Stufe mit Gott stehen würde. 

Und dann wundert man sich, wenn die ganze Thematik nur noch verlacht wird?

Ich hab mich aber in einem Punkt wirklich geirrt, nämlich, dass ich irrigierweise annahm, dass das Thema nicht tiefer im Schwurbelsumpf versinken kann... und was Menschen nicht alles machen, um Aufmerksamkeit zu bekommen und "berühmt" zu werden.

Mal abwarten, wann dieses "Gerät" in einem Ghosthunter-Shop käuflich erworben werden kann... bald ist ja Weihnachten.

Das Fundstück der Woche - 04.10.2024

Tom

 




Dienstag, 14. Dezember 2021

Paranormal investigations with the Kinect? Oh help no ... or you like fake-results ...

In the last few weeks and months it has happened in abundance that private individuals contact me and our ghosthunter-team with questions about Kinect. On the one hand, the questions are based on pure interest and on the other hand because they were asked for a paranormal investigation with the help of the Kinect at home. Unfortunately, based on the "results", the groups then literally suggest ghosts and very often also evil ghosts or demons to the private persons. The result is fear and even more question marks among the people ... and for me personally an absolute no-go!

  

Briefly about the Kinect for those who do not know the device:

With the Kinect it is so that the XBox was developed to recognize two players in a limited playing field. Many infrared sensors are used here. In order for the software to recognize players via the sensors, tens of thousands of postures of the arms, legs and bodies of the human players had to be recorded and corresponding points had to be programmed. Only then can the Kinect "recognize" the players and connect prominent (programmed) points with lines. It should be noted: applies to living players - only then can they do it.

It is not programmed for ghosts ... we don't even know today what ghosts are really made of. So for the Kinect to be able to recognize the ghosts, one would have to have ghosts as "models", as in programming for living players, and record and feed in all postures ... and there is an essential problem...
 
The Kinect's sensors recognize any points and then connect them with lines. Any "stick figures" can be created, but this is not proof that there is a ghost! The Kinect software only connects dots with lines, nothing more! Therefore, a fidgety philippine or ghosts with 3 legs and 4 arms etc. often arise, etc. The Kinect is also only designed for a limited playing field of 2x3m or so (I would have to look for numbers) and for a "fixed playing field", ie the device must not be moved be = walking around with the device is excluded.

The light, infrared light, etc. can also interfere with the sensors and create points that are then connected. All in all, the Kinect is completely useless for ghosthunting. Unfortunately, many teams believe this because TV series "exemplify" this ...

But now we are at an essential point, namely that many groups use this useless part and can cause a lot of harm, especially for those seeking help. By the way, TV shows do it because they often suggest "real ghost" discoveries by means of the device ... Shaking the head ... but the quota has to be right.
 
Of course, objections would now arise that you could have different opinions about the device ... you can also, as you can be with the chemtrails, but you still have to stick to facts and these justify, as with the chemtrails that the Kinect is more useful for ghosthunting if you want to declare their stick figures as "real ghosts" ....

Therefore, urgent advice to those seeking help that they should pay attention to whether groups declare the results of the Kinect as real ghosts, if so: Keep your hands off them, otherwise you will have a ghost clubhouse with you after using the Kinect ... .

The fact that the Kinect is still experiencing a hype also shows, in an insane way, that many groups do not deal with the topic and equipment in any way ... and then they think that they could provide help with people who often also have fears. A dangerous paradox.

Related Links:

Sonntag, 6. September 2020

Poltercom Pico - Ghosthunter Equipment

Ich wurde kürzlich auf ein neues Ghosthunter-Equipment angesprochen und zwar dem "Poltercom Pico". Obwohl, so neu ist es nicht, da es bereits letztes Jahr auf den Markt für Geisterjäger kam. 

So hatte Steve Huff von Huff Paranormal dieses Equipment ebenfalls zur "Begutachtung" erhalten. 


Für Steve Huff, dem Erbauer vom Portal, ist dieses neue Gerät eines der coolsten, welches er testen durfte. Wer Steve Huff kennt und sich näher mit seinem eigenen Equipment "Portal" beschäftigt hat, weiss, dass seine Aussagen mit Vorsicht zu genießen sind, da er selber bzgl. des Portals des Fakens mehrfach überführt wurde. Somit kann ihn nicht als objektiven Bewerter heranziehen. Aber ist dieses neue Gerät wirklich cool?

Wie funktioniert es? Es arbeitet wie eine Spirit Box. Eine Spirit Box / Ghost Radio scannt mit erhöhter Geschwindigkeit Radiofrequenzen ab, um Antworten / Aussagen von Geistern unter anderem zu gestellten Fragen einzufangen. Dabei wird grundsätzlich nicht berücksichtigt, dass man in erster Linie Silben, Wörter und Sätze von Radiosendungen auswerfen. Wenn wir Fragen stellen, "erwarten" wir in der Regel passende Antworten und je nachdem, welche Silben ausgeworfen werden, bastelt sich unser Gehirn seine passenden Antworten. Mit Antworten von Geistern haben diese dann rein gar nichts zu tun. 

Ergänzt wird die Funktionsweise der Poltercom Pico dadurch, dass die möglichen Frequenzen durch weitere Sensoren, die Umgebungsfaktoren berücksichtigen, eingegrenzt werden. So ähnlich arbeitet auch der Ovilus, der anhang von Umgebungsfaktoren Wörter auswirft, die angeblich von Geistern stammen sollen (Software & Datenbanken!). Somit dürfte die Poltercom Pico eine Mischung aus Ghost Radio und Ovilus sein...

In diesem nachstehenden Video wird das Gerät auch von einem anderen YouTuber vorgestellt: 

Das Gerät wird von dieser Firma angeboten: https://www.paranologies.com/products/poltercom-pico

Man achte besonders auf: "By taking measurements of surrounding environmental readings, the on board computer then takes those readings and changes the code that controls the sweep speed."

Da kommen wir wieder zum Grundproblem dieser ganzen softwaregestützten Gerätschaften (wie zB Ovilus):  

Woher will ein Programmierer wissen, welche Einstellungen oder Variablen genommen werden müssen, damit dieses oder jenes "richtig" eingestellt und das "richtige" ausgeworfen wird, um Kontakt zu Geistern zu bekommen? Dies kann er/sie gar nicht wissen...

Ohne das Innere dieses Geräts zu kennen, hege ich sogar den Verdacht, dass die "Spiritbox" lediglich softwarebasiert ist, also im Grunde genommen eine reine APP ist und ggfs. auch Datenbanken wieder eine Rolle spielen. Zumal der Preis auch darauf hindeutet...

Fazit: Dieses Gerät ist genauso unnütz, wie das Portal, Ghost Radio, Ovilus u.a. und führt lediglich zu falsch positiven Ergebnissen. Für wirklich ernstzunehmende paranormale Untersuchungen ist das Gerät nicht empfehlenswert.

Samstag, 26. Oktober 2019

26102019 Das Portal von Steve Huff #huffparanormal #geisterjagd #geisterjäger #geisterstimmen

 Aufgrund einer aktuellen Unterhaltung mal ein ergänzender Artikel zu dem Portal. Zu diesem Gerät habe ich schon manches geschrieben:

Das "Portal" ist kein Empfangsgerät, sondern ein Wiedergabegerät (simpel ausgedrückt). Die Wiedergabe funktioniert nur, wenn ein anderes Gerät angeschlossen wird, welches alles einspeist (Quelle). Quelle sind Spirit Boxes, Ghost Radio, Div. Apps (zB Portal-App von Steve Huff), eigene erstellte Tondateien. Die handelsüblichen Apps besitzen Datenbanken mit Wortschätzen, überwiegend aus der paranormalen Thematik und werden ganz offensichtlich mittels Random-Funktion (Programmierung) ausgeworfen. Da es Wortschätze sind, die zur paranormalen Thematik passen, ist der Zufall recht hoch, dass etwas "Passendes" kommen kann - oder man bastelt sich zu dem Wort die Zusammenhänge zu einer Geistergeschichte, Spukort oder anwesenden Personen.

Ich habe erst vor ein paar Wochen mit einem Programmierer gesprochen und der bestätigte mir, dass jeder, der wesentliche Ahnung von Programmierung hat und weiss, wie man solche Apps aufbaut, auch seine eigene Wortschatzdatenbank zusammenstellen kann (in beliebiger Sprache), um solche Apps zu kreieren.

Wenn man all diesese nicht berücksichtigt, dann kommen dererlei Apps und Geräte, wie das Portal, als "Zauberkasten" an, über die man auf jeden Fall Livekommunikationen führen kann.

Man darf bei all dem "High Tech"-Geräten auch nicht vergessen, dass Ghosthunter-Equipment sich wirtschaftlich lohnt.

Als die ersten Portale auf den Markt kamen, lagen die Preise bei etwa 3-4 Tsd EUR. Mittlerweile sind die schon was günstiger.

Beispiel: Vor ein paar Monaten hat Steve Huff eine neue "verbresserte" Spirit Box herausgebracht. Er nahm einfach einen herkömmlichen Radioempfänger und baute seine "Technologie" ein. Der Verkaufspreis bei EBAY lag bei über 2 Tsd. EUR Bei Recherchen konnte ein Teamkollege herausfinden, dass eines der Ursprungsgeräte auf dem asiatischen Markt gekauft wurde und zwar für weniger als 10 EUR.

Oder so ein K2 (EMF-Messgerät) - Kaufpreis liegt bei ab 50 EUR. Die Produktion und verbauten Teile liegen zusammen weit drunter.

Mit dem Wunsch der Menschen nach Kontakt mit Verstorbenen wird in vielen Bereichen viel Geld gemacht und da spielt die Ahnungslosigkeit dieser Menschen eine große Rolle bei der Vermarktung - nicht nur von Geräten.

Kurz und knapp

Euer Tom

Dienstag, 2. Juli 2019

PANABOX - Steve Huff legt nach ... sinnvoll? #geisterjagd #geisterjäger #ghosthunter

Gestern stieß ich bei Facebook auf ein neues Equipment von Steve Huff (Huff Paranormal); dem Erbauer des berüchtigten Portals, welches angeblich Geisterstimmen auswerfen lässt - hierüber habe ich u.a. in einem Artikel (Link Podcast) auch schon mal was geschrieben und welches vornehmlich von TV-/YT-Serien und jenen genutzt wird, die "Geister und Paranormales" dem Zuschauer und Interessierten "verkaufen" wollen. Denn eines ist nicht wegzuwischen: Dieses Gerät Portal ist ideal um Zuschauern zu suggerieren, dass man Antworten erhält; was aber vielfach verschwiegen wird ist der Fakt, dass das Portal eben nur mit einem angeschlossenen Gerät, einer sogenannten Quelle funktioniert und die Quelle ist keinesfalls ein Kontakthof, wo Geister andocken können, um sich zu äußern. Die Quellen arbeiten mit Datenbanken (mit integrierten passenden Wortschätzen) und man kann sogar eigene Sprachdateien einspielen lassen - von daher darf man sich nicht wundern, wenn manchmal auch neben den üblichen Auswürfen in englischer Sprache, eben auch deutsche Wörter/Sätze/Namen zu hören sind.

Bevor ich mich hier nun weiter über das Portal auslasse, welches neben so Gerätschaften wie die Spirit Box bzw. Ghost Radio und Trinity Box sowie dem Ovilus für wirklich realistische Untersuchungen nicht wirklich zu empfehlen ist, komme ich zur PANABOX.


Die PANABOX ist ein kleines handliches Gerät und sie basiert auf einem batteriebetriebenen Radio von Panasonic (RF-ND100R/R-036). Steve Huff hat es zu einer Ghost Box umgebaut, um es eben als solches zu nutzen und er sagt selber, dass es nur noch 10 Exemplare davon gibt (am 27.06. gab es noch 12, s. Bild oben).
 
Es wäre nicht Steve Huff, wenn er dazu nicht auch ein Vorstellvideo gemacht hätte, bei dem natürlich auch Antworten kommen. Wenn man sich die "Auswürfe" genau anhört, kommt jedenfalls nicht immer das heraus, was er einblendet und des Weiteren klingen die Auswürfe eher wieder nach Datenbank mit Random-Funktion und somit kein echtes Abscannen von Frequenzen. Ob man auch hier eigene Tondateien (wie u.a. beim Portal) hinterlegen kann, entzieht sich meiner Kenntnis, aber ich könnte es mir gut vorstellen und je nach gewünschtem Effekt, kann man natürlich auch passende Namen mit einpflegen.

Wenn man zudem weiss, dass Steve Huff seine eigenen Ergebnisse des "Portals", die er in unzähligen Videos präsentiert hat, gefaket hat - gibt einige Videos darüber, dann sollte es doch Klick machen. 

Man kann an sich sagen, dass sobald derartige Technik mit Datenbanken und Programmierung ins Spiel kommt, verliert die Untersuchung von paranormalen Phänomenen an Seriösität, denn niemand kann mehr zweifelsfrei dann behaupten, dass die Stimmen von Geistern stammen. Bei Ermittlungen ist es eher wesentlich, dass man die Fehldeutungsfaktoren so gut wie möglich minimiert - dies dann eben auch auf Kosten des Unterhaltungswertes, den solche Geräte natürlich mit sich bringen.

Und natürlich wäre es auch nicht Steve Huff, wenn er nicht wüsste, wie man damit Geld machen kann... gerade jetzt läuft noch eine EBAY-Auktion und der Preis für eine einzige PANABOX liegt aktuell bei 2.150 USD.


Okay, da es nur noch 10 Exemplare gibt, kommt schon der Faktor "Rarität" zum Tragen und für manche Ermittlerteams oder TV/YT-Serien sind solche neueste "Erfindungen" ein Muss... mal schauen, wo die PANABOX demnächst wohl auftaucht.

Aber mal im Ernst: 2.150 USD nach derzeitigem Auktionsstand, wirklich?

Nun kommt aber der Clou: Dank der Recherche eines Mitgliedes unseres Ghosthunter-Teams, dem Jörg, wurde entdeckt, dass das Ursprungsradio gebraucht auf dem japanischen Markt erst vor wenigen Monaten für sage und schreibe 800 Yen verkauft wurde.


Diese 800 Yen entsprechen nach aktuellem Kurs 6,55 € bzw. 7,39 USD. Zur Erinnerung: Das aktuelle Gebot liegt bei 2.150 USD.

Und noch etwas: Fällt Euch was auf? Evtl. nur ein Zufall... oder hat Steve Huff evtl. sich dort eines besorgt?



Im Grunde genommen muss man Steve Huff sogar auch dankbar sein, denn er zeigt auf, wie leicht man Geld mit Ghosthunter-Equipment regelrecht scheffeln kann und die Ratio und die Vernunft beiseite geschoben werden. Okay, natürlich gibt es eben auch die bereits angesprochenen TV- und YT-Serien, die derartiges Equipment dann auch einbauen, weil sie wissen, dass Geräte "ziehen", die angebliche Geisterbotschaften übermitteln. Zum anderen sind Serien auch eine willkommende Werbeplattform für Steve Huff. Im Grunde genommen eine Win-Win-Situation. Und wer sind die Leidtragenden von solchem Equipment? Menschen, die sich für echte paranormale Vorkommnisse und echte Kontakte mit Geistern/Seelen  sowie echte Dokumentationen interessieren!

Nur leider habe ich ein Gewissen und möchte auch durch die Arbeit als Ghosthunter und der Präsentation von Ermittlungen nebst Ergebnissen keinerlei "Geschichten" verkaufen; von daher wird Steve Huff an mir bzw. unserem Team kein Geld verdienen.

Euer Tom Pedall

Mittwoch, 31. Oktober 2018

K2 - der Geisterfinder? Tom der Geisterjäger klärt auf!






Der mittlerweile berühmte K2 - was ist das eigentlich fragen sich bestimmt diejenigen, die in Geisterjäger-Dokus, -Videos und -Serien so ein handliches, längliches Gerät , mit 5 Leuchtdioden (in unterschiedlichen Farben) erblicken und beim Aufleuchten oftmals seitens der Ermittler ein "ah sie antworten" oder "ein Geist ist hier/berührt das Gerät" mit positiven Unterton geäußert wird. Ich könnte nun hier den Artikel beenden und sagen: "Ja, der K2 ist ein Geisterfindgerät!"

Wirklich beenden und es so stehen lassen? Nein keinesfalls, denn diese Aussage wäre zu pauschal gehalten und sehr irreführend und realitätsfern. Warum? Darauf gehe ich nachfolgend ein:

Der K2 gehört, wie auch die Geräte Gaussmaster, Trifeldmeter und Cell-Sensor zur Gruppe der Geräte, mit denen sich Änderungen des elektromagnetischen Feldes feststellen lassen und durch Geisterjäger-Serien (zunächst aus den USA) einen festen Platz im Equipment eines jeden Teams erhielten. Anhand dieser Geräte, die technisch gesehen recht einfach aufgebaut sind und dennoch ab 35 € lediglich in Ghosthunter-Shops oder über EBAY (England/USA) bezogen werden können, zeigt sich schon, dass das Ghosthunting mit wirtschaftlichen Interessen korrespondiert und findige Geschäftsleute erkannten, dass sich mit speziellem Equipment, auch wenn im Grunde funktionsgleiche Artikel aus dem Elektriker-Fachhandel/-Baumarkt ausreichen und eine kostengünstigere Alternative bieten würden, einiges an Geld zu machen ist. Im Grunde bedarf es nur einer angesagten Serie, um für die Werbeplattform für einen Geschäftsmann bzw. Hobbyelektriker zu sein, der irgendein Gerät "entwickelte", mit welchem sich Geister "aufspüren" lassen.

Die vorstehend genannten Geräte sind auch weitläufig unter dem Begriff EMF-Messgeräte in der Community bekannt. EMF steht für "elektromagnetisches Feld" und finden die Verwendung bei der paranormalen Ermittlung. Es gibt die These, wonach Geister aus Energie bestehen und bei ihrer Materialisierung, Ausübung von Aktionen und Anwesenheit für eine Änderung des Magnetfeldes sorgen und somit die Geräte dies registrieren und entsprechend reagieren. Die Reaktionen erfolgen je nach Gerät unterschiedlich, hier mal das K2 / KII und Gaussmaster im Vergleich:

K2 / KII

Aufleuchten von Dioden, wobei jede Diode für einen bestimmten Messbereich auf der Skala steht. Im eingeschalteten Zustand brennt immer die Diode mit der Farbe grün (Messbereich 0,0-1,5 mG). Der Messbereich des Gerätes liegt bei 0-50 mG (milli Gaus), wobei die Ergebnisse eher grob sind, da die einzelnen Segmente von 1,5-2,5 mG (hellgrün), 2,5-10,0 mG (gelb), 10,0-20,0 mG (orange) und ab 20,0 mG (rot) aufwärts gehen. Es kann daher keine genaue Zahl genannt werden. Wir arbeiten selber auch mit dem Gerät und handhaben es daher bei der Notierung der Ausschläge derartig, dass wir immer sagen: Ausschlag auf 40, 60, 80 oder 100%.

Gaussmaster
Hier wird eine Änderung durch Bewegung des Zeigers auf der Skallierung angezeigt sowie einem auftretenden Knarz-Geräusches. Das Gerät kann  wahlweise im Bereich 0,1-1,0 mG oder 1,0-100,0 mG genutzt werden.

Somit kann man bei diesem Vergleich dieser beiden Geräte festhalten, dass das K2/KII bei einer minimalen Änderung des Magnetfeldes (im Bereich 0,1-1,0 mG) nichts anzeigen kann.

Wesentlich ist und da zeigt sich auch, ob Ermittler es nur "just for fun" machen (z.B. auch YouTube, TV-Serien) oder wirklich ernsthaft eine paranormale Ermittlung durchführen und auch Ahnung von der Materie und Naturwissenschaften haben, dass es bei der Nutzung dieser EMF-Messgeräte bzw. auch handelsüblicher Geräte zu positiven Messergebnissen (also Reaktionen) kommen kann, die keinesfalls einen paranormalen Hintergrund haben. Gerade die Verwendung dieser Gerätschaften bei Untersuchungen in Privathaushalten ist die Liste der Ausschlusskriterien immens lang, da es viele Störquellen geben kann, deren Urspung noch nicht einmal in der Wohnung der Klienten liegen muss. Auch die Art der Registrierung der Magnetfeldänderung kann bereits während der Untersuchung Rückschlüsse zulassen (zB Ausschlag erfolgt wellenarttig = wohl Empfang eines Funksignals). Zudem kann auch die tragende Kleidung, je nach Stoff für positive Reaktionen sorgen. Gerade auch wenn weiteres elektrisch betriebenes Ghosthunting-Equipment zum Einsatz kommt ist nicht ausgeschlossen, dass auch es auch hierüber zu Störrfeldern kommt.

Aber wann könnten Reaktionen des K2 interessant werden?
Beispielsweise auf Locations, die weiträumig von Störquellen entfernt liegen und selber über keine stromführenden Leitungen verfügen. Aber auch hier muss dies muss immer genau abgeklärt werden.
Wenn die Geräte unmittelbar nach Fragestellungen kurzzeitig reagieren, könnte dies zwar dahingehend ausgelegt werden, dass es eine Art Kommunikation ist, aber um diese Aussage zu festigen wäre das Festhalten von weiteren Hinweisen zieführender (zB zugleich ein entsprechende Fotoaufnahme oder klare Tonaufnahme, sog. EVP). Auch kann es interessant sein, wenn bei Messungen auf einsamen Locations Reaktionen (wenn offenkundig keine Störrquelle vorhanden ist bzw. aufzufinden ist) replizierbar sind.

Wir hatten zB bei der paranormalen Ermittlung der Burganlage Beaufort Ausschläge auf dem K2 und Gaussmaster, die oftmals auch unmittelbar nach Fragestellungen auftraten, was zunächst interessant erschien, dennoch muss man da mit der Aussage, dass dies ein Hinweis auf paranormale Aktivität ist, sehr vorsichtig sein - wir sagen dann in aller Regel: "interessant". Der Urspung kann immer noch Amateurfunk sein; denn die Burganlage liegt zwar nicht direkt an einer Strasse, aber dennoch in der Nähe einer Wohnsiedlung. Hierzu aber mehr in unserem Untersuchungsbericht, die im Laufe des kommenden Monats online geht.

Anhand der vorstehenden Ausführungen kann man somit nicht sagen, dass es sich bei dem K2 - wie auch bei den anderen EMF-Messgeräten - um "Geisterfindgeräte" handelt. Sie sind nur eine Möglichkeit Puzzleteile aufzufinden.

Euer Tom