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Freitag, 7. August 2026

Ghosthunting? Verschwörungsgläubige? Esoteriker? AfD'ler?

Mal was zum Nachdenken und meine persönliche Meinung: 

Wenn man nur die Überschrift liest, würde man sicherlich denken: "Da wirft man aber vieles durcheinander...!" = Könnte man meinen, aber ist dem auch so? Meine Erfahrungen in der paranormalen Community ergeben da aber was anderes und dies hat auch weitreichende Folgen. . 

Das Thema des Paranormalen,  kann man ihn unter dem Oberbegriff "Esoterik" setzen, da esoterische Ansätze sich auch in der Bewertung und Lösungsansätzen von paranormalen Vorkommnissen wiederfinden lassen (zB energetische Hausreinigungen, spirtuelle "Arbeit"). Wenn wir uns somit im ersoterischen Bereich befinden, mag man sich nur mal an die Corona-Zeit erinnern, wo sich eine Vielzahl von Personen aus dem esoterischen Bereich im Corona/Covid-Leugner-Lager (Bubble) wiederfanden und noch heute wiederfinden. Diese teilten dann auch wiederum Ansichten bzw. sind dabei auch voller Überzeugung bei diesen Ansichten, dass es Chemtrails, Reptiloiden, Qanon usw. gib = Verschwörungsgläubiger-Bubble. Zu diuser Bubble gesellen sich dann auch die Personen aus der Bubble der Reichsdeutschen und Selbstverwalter, die unseren Staat und Demokratie grundsätzlich ablehnen. 

Aus diesen ganzen Blasen rekrutieren sich mitunter auch Anhänger und Vertreter der zurecht vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte AfD (und wo ich persönlich hoffe, dass noch ein Verbotsprüfverfahren eingeleitet wird). 

Und was hat dann noch das Ghosthunting in der Überschrift zu suchen? Ganz einfach: Es gibt manche Mitglieder von Ghosthunter-Gruppierungen, die offen für die AfD eintreten und deren hetzerischen realitätsfremden und fatale Ideologie-Fake-News über ihre Accounts verbreiten. Oder auch russische Propaganda über den völkerrechtswidrigen Terrorkrieg gegen die Ukraine verbreiten. 

Damit sind wir dann beim eigentlichen Punkt und auch was alle miteinander vereint: Der Hang zum Verbeiten von Fake-News und Falschdarstellungen. 

Warum sollte man dann gerade Ghosthuntern / Paranormalen Ermittlern, die in die oben genannten Blasen eingruppiert werden können (zB Verschwörungsgläubige oder aktive AfD-Unterstützer), ihre Ergebnisse (zB Rauchbilder, Kinect, Portal) und Aussagen als richtig und ehrlich abnehmen? Funktioniert nicht, denn diese haben ein gewaltiges Geschmäckle... denn die Wahrheit bleibt auf der Strecke bei diesen Blasen.

Euer Tom, 07.08.2026
www.tomvandenabbeele.de

   

 

 

 

 

 

 


 

Montag, 1. September 2025

Wenn Meinungsfreiheit in der Geisterjäger-Community zum Problem wird...

Wie kann eine Ghosthunter-Gruppierung aus dem deutschsprachigen Raum nur auf die Idee kommen, dass ich so eine Unterlassungserklärung unterzeichne?

"Herr Tom Pedall, wohnhaft .... , verpflichtet sich hiermit rechtsverbindlich, es ab sofort zu unterlassen, in Wort, Schrift, Bild oder sonstiger Form in der Öffentlichkeit rufschädigende,
geschäftsschädigende oder herabwürdigende Äußerungen .... über die Arbeit von Ghosthunter-Teams, paranormalen Ermittlern oder vergleichbaren Gruppen zu veröffentlichen, ..."
 
Mir ist von einer weiteren deutschsprachigen Gruppierung eine weitere ähnliche Unterlassungsaufforderung wenige Stunden später zugegangen - da haben sich wohl zwei aus der gleichen Bubble abgesprochen. Die Aufforderungen haben beide Gruppierungen vermutlich selbst aufgesetzt und wollten zudem 225 € als Schadensersatz haben - wofür? Da ist man sich zumindest bei einer Gruppierung uneinig.  
 
Also mal ganz ehrlich:
 
Als "rufschädigende, geschäftsschädigende oder herabwürdigende Äußerungen" empfinden es doch schon viele Kollegen und Kolleginnen in der Paranormalen Ermittler/Ghosthunter-Szene, wenn man vollkommen zurecht angebrachte Kritik, beispielsweise an Equipment, Geisterfotos, Thesen u.s.w. anbringt.
 
Eines ist jedoch klar: Jetzt lass ich mir den Mund und persönliche Meinung erst recht nicht verbieten. 
 
Wenn ich die Zeit finde, werde ich in den kommenden Monaten noch ausführlich zu dem Thema was veröffentlichen, aber bevor Mutmaßungen aufkommen: Es handelt sich bei dem Absender der Unterlassungsaufforderungen nicht um "Die Geisterakten & Co." oder "Para Ink". Dieser Hinweis ist notwendig, da mich bereits derartige Gerüchte erreicht haben. 
 
Im Übrigen werden die Websiten Ghosthunter-NRWup und TomsTalkMystery zusammengelegt und sollten in wenigen Wochen wieder online gehen, mit allen Inhalten und Artikeln / Podcasts.
 
Tom van den Abbeele (vormals Pedall), 01.09.2025  
 



 

Freitag, 18. April 2025

Kommerzialisierung und Ghosthunter

 

Kommerzialisierung im Ghosthunting

Auf das Thema bin ich über einen E-Mail-Austausch mit einem aufmerksamen Hörer der Talks gestoßen worden. Ein Thema, dass schon beachtenswert ist und ich auch in dem ein oder anderen Artikel / Podcast unbewusst gestreift habe.

Der Begriff Kommerz stört mich allerdings ein wenig, da er eher negativ behaftet ist. Denn die Definition von Kommerz besagt ja in erster Linie ein gewerbliches „Business“ mit Gewinnabsicht zu betreiben. Das Gegensätzliche zum Kommerz ist der Nichtkommerz.  

Der Einfachheit halber bleibe ich mal bei dem Begriff Kommerz und hier kann man in der Ghosthunter-Szene schon eine grobe Unterteilung vornehmen:

Kommerzielle Absicht:

Zunächst einmal haben wir die Ghosthunter-Formate, wie zB Die Geisterakten und dazugehörigen Formate. Diese sind vollends als kommerziell einzustufen und gerade zu diesem Format habe ich mehrere Artikel geschrieben und ausgeführt, warum diese u.a. gegründet wurden. Zudem erscheinen deren Episoden auf Amazon und der Plattform Ghostflix, wo die Episoden kostenpflichtig abrufbar sind. Hinzugesellen sich Formate / Gruppierungen, die lediglich auf Streamingplattformen ihre Episoden online stellen und die ausschließlich gegen Entgelt abrufbar sind. Dies lässt schon den Schluss zu, dass eine Gewinnabsicht dahintersteckt und somit ist per Definition die Kommerzialität erfüllt.

Ein weiteres Format ist Para Ink- Die Geisterjäger, die man auch als rein kommerziell einstufen kann, zumal man deren Episoden als DVDs käuflich erwerben kann. Allerdings erscheinen deren Episoden auf keiner Streamingplattform.

Natürlich fallen unter Kommerzialität auch all jene Gruppierungen, die in irgendeiner Weise ein Honorar für ihre Tätigkeit von Klienten verlangen. Aber auch jene, die kostenpflichtige Spuktouren anbieten.

Ich bin bei meiner Beurteilung bewusst nicht auf die Glaubwürdigkeit der Episoden von Formaten und Gruppierungen eingegangen, aber nur ein Hinweis: Gruppierungen und Formate, die mit Absicht den Weg der Kommerzialisierung gehen, da ist die Frage der Glaubwürdigkeit bzgl. des in den Episoden gezeigten Inhalts mehr als gerechtfertigt.

Nichtkommerzielle Absicht:

Hierunter fallen sämtliche Gruppierungen, die keinerlei kostenpflichtige Tätigkeiten ausüben und auch für das Konsumieren derer Dokumentationen keine Kosten entstehen.

Auch fallen meiner Meinung nach unter Nichtkommerzialität jene Gruppierungen, die ihre Dokumentationen auf Plattformen wie YouTube veröffentlichen und den Videos Werbung vorgeschaltet werden (sogenannten Monetarisierung), aber dennoch frei ohne Kosten abrufbar sind. Mir ist bekannt, dass auch vereinzelt teamfremde Kollegen und Kolleginnen eine Monetarisierung der YouTube-Videos bereits negativ bewerten, frei nach dem Motto: „Da steckt eine finanzielle Gewinnabsicht dahinter“, aber bei so einigen der Gruppierungen aus der Ghosthunter-Szene, die ihre Episoden auf Youtube veröffentlichen, dürfte keine vordringliche Gewinnerzielungsabsicht dahinterstecken. Denn der eigene Aufwand und die von YouTube gesetzten Hürden, die man erst einmal erklimmen muss, um eine Monetarisierung zu ermöglichen, sind enorm.  Und um dann wirklich eine Gewinnerzielung erreichen zu können, bedarf es schon hoher Abo- und Zugriffzahlen.

Ich gebe gern zu, dass die YouTube-Monetarisierung sicherlich ein gewisser Graubereich ist und man sich darüber trefflich streiten könnte, ob die Gruppierung xyz dies nun aus finanziellem Eigennutz heraus macht oder um aus den Werbeeinnahmen ein wenig die eigenen Unkosten zu deckeln (zB Unterhaltung Homepage, Fahrtkosten, regelmäßige Kosten für Equipment (zB Batterien und Reparaturen) oder Neuanschaffungen).

Problematisch wird es in diesem Graubereich der YouTube-Monetarisierung und der Frage Kommerzialisierung ja / nein, wenn Gruppierungen bewusst die Verbreitung von Falschinformationen und Falschdarstellungen in Kauf nehmen, um eine breite Masse an Zuschauern an sich zu ziehen. In dem Fall würde die Nadel Richtung gewünschter Kommerzialisierung schon ausschlagen können, da sie aus bewusst niederen Beweggründen agieren. Von daher ist das Thema der Eingruppierung vielschichtiger und hängt dann schon von der jeglichen Philosophie der Channelbetreiber und Gruppierungen ab, so dass sie für jede Gruppierung gesondert zu bewerten ist. Kommerziell agierende Gruppierungen / Formate sind dazu verdammt, dass sie Erwartungshaltungen von Zuschauern befriedigen.

Eine pauschale Eingruppierung bzgl. "alle Teams mit Youtube-Monetarisierung sind Kommerziell“ ist unredlich.

Nur mal als Beispiel:

Ich plaudere nun mal ein wenig aus dem Nähkästchen und über unseren eigenen YouTube-Channel haben wir jährliche Einnahmen im oberen 2-stelligen Bereich, der nicht mal die Unterhaltung der Websiten deckelt. Kommerzialisierung? Mit Sicherheit nicht.

Zu dem Thema wird es sicherlich noch ausführlicher von mir was geben, aber es soll nun erst einmal reichen. Zumal habe ich mir übrigens überlegt, dass ich mein Buchprojekt wieder in Angriff nehme und da wird dieses Thema auch vorkommen.

 

Tom Pedall, 18.04.2025

Leader und Mitbegründer von Ghosthunter-NRWUP & RLP

 

 

 

 

 


Mittwoch, 23. Oktober 2024

TomyTalkMystery auf YouTube...

Meinen Channel mit Podcasts u.a. findet ihr über diesen Link

Warum gibt es eigentlich TomsTalkMystery?

Zum einen, weil es im Bereich Paranormales / Mystery und Ghosthunting viele Themen gibt, die es verdienen, dass man sie mal genauer betrachtet und zum anderen wird in diesen Bereich dermaßen viel mit "Fake-News" gearbeitet, die gern auch von "spirituellen" Pseudomedien verbreitet werden. Dies leider auch oft zum Nachteil von Intreressierten und Hilfesuchenden. Ähnliches findet man ja auch in der Bubble der Verschwörungsideologien.  


Tom, 23.10.2024

 

 




Dienstag, 30. Juli 2024

Ghost Capture und die "selbsternannte Experten"-Fiktion ... #Ghosthunter #geisterjäger

Mir ist aufgefallen, dass die Gruppierung Ghost Capture in einem Posting v 29.07.2024 (Link) sehr oft von "selbsternannten Experten" schreibt. Meiner Kenntnis nach, hatten damals sich nur die Geisterakten im Vorspann ihrer ersten Staffel so betitelt. Ich vermute aber, dass die nicht die Geisterakten meinen. Nur sind mir keine User oder Kollegen oder Kolleginnen anderer Gruppierungen bekannt, die sich Experten nennen.

Ein Schmunzeln rufte mitunter diese Aussage hervor:

Zitat: "Liebe Experten vom Dienst, wer ein Ouijaboard nutzt und erfolgreich damit ist, hat sich als Medium angeboten und einen Jenseitskontakt über das Board ermöglicht. Er stand als Medium zur Verfügung.

Ein Medium ist ein Mensch, der entweder als Transporteur von Botschaften über den Geist, als auch über Gegenstände wie Hexenbretter zur Verfügung steht.
"

Quelle: YouTube-Community von Ghost Capture

Ein brilliante pauschale Definition des Begriffes "Medium" - aber ohne die notwendige Differenzierung, die hier notwendig gewesen wäre. 

Denn wenn man in der paranormalen Community von einem Medium spricht/schreibt, dann ist grundsätzlich immer ein Medium im spirituellen Sinne gemeint, welches auf bewusste (ich nenne es mal vereinfacht: ) telephatische (mediale) Weise Botschaften von einem Geist/Seele empfängt und Kontakt herstellt. Dies hat mit einer teilnehmenden Person am Ouijabrett/beim Gläserrücken nichts, aber auch rein gar nichts zu tun. Hier könnte man eher von einer "fremdgesteuerten Bewegung" sprechen.

Zitat: "Noch amüsanter ist eben auch die Widersprüchlichkeit solcher Großmeister, denn zum einen erfreuen sie sich an angeblichen Kontakten über das Hexenbrett, zum anderen streiten sie ab, dass es überhaupt paranormale Phänomene geben kann."

Quelle: YouTube-Community von Ghost Capture

Dies ist natürlich für solche Gruppierungen ein Widerspruch, wenn die per se übernatürliche Phänomene ablehnen. Leider wird nicht deutlich, wen die konkret meinen. Mir selber ist keine Gruppierung bekannt, auf die diese Beschreibung zutrifft.

Ich und da kann ich nur für unser Team (Ghosthunter NRWUP & RLP) sprechen, so haben wir ja das Langzeitprojekt mit dem Gläserrücken (also kein Hexenbrett, obgleich es im Grunde die gleiche Praktik ist) und ist schon eine interessante Sache, wenn man es seriös und mit viel Vernunft angeht. Wir können das jedenfalls nicht sein, da wir die Existenz von paranormalen Phänomenen nicht abstreiten, sie sind nur weniger vorhanden. Auch nennen wir uns keine Experten. Mich würde ja schon interessieren, wen Ghost Capture da meinen, weil solche pauschalen Aussagen von der Followerschaft, wie ein Schwamm aufgesogen werden, aber wenig Sinn ergeben.

Man darf gespannt sein...

Tom, 30.07.2024 

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Update 24.10.2024:

Ich find es ja immer entlarvend, wenn "Möchtegern-Klugscheisser" aus der spirituell-pseudoskeptischen Ecke kommen und meinen sich an meinen Texten zu reiben, aber dabei zum einen offenlegen, dass sie ohne die notwendige Aufmerksamkeit die Texte gelesen haben - oder manchmal sogar absichtlich falsch auslegen (so ein Verhalten kennt man vorwiegend aus der Querdenker und verschwörungsideologischen Bubble). Und so nebenbei auch zum anderen "spirituelle" Aussagen/Definitionen als Fakt ihren Followern suggerieren. Aber Hauptsache, dass man in der eigenen "Bubble" dafür beklatscht wird, wer es braucht. Dass man spirituelle Aussagen/Definitionen als Fakt suggeriert, belegt ja das dem Team angehörende "Medium" mit ihren angeblichen Jenseitskontakten und Verschwörungstheorien, die über sie kursieren sollen. Wenn jemand sich für wichtig und erhaben wahrnimmt und offensichtlich Aufmerksamkeit benötigt... 

T.

 

 

Donnerstag, 5. September 2019

Warum mache ich das Ghosthunting? #geisterjagd #paranormales #spuk

Eine Frage, die mir mitunter schon den Öfteren gestellt wurde und die man wie folgt beantworten kann: 


Natürlich um Menschen, die über Spukvorkommnise/paran. Phänomene berichten und oftmals auch Ängste haben, ihnen diese zu nehmen und den Vorkommnissen auf den Grund zu gehen.

Aber es sind ja nicht nur Privatfälle, mit denen man sich beschäftigt, sondern auch Untersuchungen von Locations, Spukgeschichten, Durchführung von Langzeitprojekten, um u.a. Mythen/Ritualen, esoterischen Thesen und Vorstellungen auf den Grund zu gehen.

Gerade wenn es um Mythen, Rituale, esoterische Vorstellungen und Thesen geht sehe ich es auch als Aufgabe an, rote Linien eben in der Esoterik / Religionen zu überschreiten und jenes zu ergründen, wo andere Angst davor haben, um herauszufinden, was wirklich daran ist. Man ist in gewisser Weise ein Abenteurer.

Sehr oft bekomm ich zu lesen, dass wenn man sich mit Geistern und Dämonen u.a. beschäftigt bzw. sich durch Gläserrücken damit abgibt diese Konfrontation nicht überleben werde, mich einer Besessenheit aussetze oder sogar die Psyche schwere Schäden davontragen wird, weil ein Poltergeist oder Dämon mich heimsucht. Solche Warnungen stammen zum einen von Menschen, die in dem Glauben daran so gefangen sind, dass dies absolute Realität für sie ist (Dämonenbeschwörer, Schwarzmagier u.a.) oder von jenen, die diesen Thesen aufsitzen, weil man sie ihnen einsuggeriert hat oder zu guter Letzt noch von Menschen, die über drei Ecken von Opfern gehört haben. Aber natürlich auch von Menschen, die von eigenen Erlebnissen berichten; aber sind diese -gerade Dämonenerlebnisse- Erlebnisse von realen Dämonen oder basieren die Erlebnisse auf Vorkommnisse, die man in emotional aufgewühlten Momenten durchlebt und weil man es vielleicht nicht anders kennt durch Schilderungen im Internet dann als Dämonen-Phänomene einstuft? Gerade solche Vorkommnisse aufzuklären und denen auf den Grund zu gehen, sind eine Herausforderung im Ghosthunting, welches für mich einen wesentlichen Teil der Tätigkeit als Ghosthunter/Ermittler auch ausmacht. Dies bedeutet nicht, dass man den Betroffenen keinen Glauben schenkt, denn sie haben die Vorkommnisse so für sich auch erlebt (zB aufgrund einer Schlafparalyse), aber ist doch auch wichtig, dass man genauer hinschaut und hier und da einen anderen Denkansatz zur Lösungsfindung mit reinbringt.

Bei all dem was ich als Ghosthunter (und davor) schon gemacht habe, wo der ein oder andere externe „Kollege“, Medium, Geistheiler, Schwarzmagier, Relegionsfanatiker u.a. die haarsträubensten Warnungen aussprachen bzw. sprichwörtlich sich die Buxe füllen, wenn sie an ihre eigenen Warnungen glauben würden, da müsste ich schon zig Mal die qualvollsten Tode gestorben sein, Poltergeist- und Dämonenparties hier gefeiert werden und eine Goldquelle für Psychopharmaka-Hersteller sein. Nur ist all dies nicht Fall und man sollte lieber mal anfangen jene zu hinterfragen, aus welchen Beweggründen sie solche Warnungen aussprechen und ob sie da wirklich auch dran glauben. Da kristallisiert sich dann schnell auch mal so manch Unehrenhaftes heraus. Auch wenn man genauer nachhakt und regelrecht auf den Zahn fühlt kommt so manches Nichtparanormales oder gar Schaumschlägerei heraus. Leider ist es mitunter auch in der paranormalen / esoterischen Community so, dass wenn man sich bestimmte Betitelungen aneignet (Medium, Geistheiler, Schwarzmagier - nur um ein paar mal exemplarisch zu nennen), die Aussagen eine andere Gewichtung haben - mit manchmal fatalen Folgen für Dritte.


Auf den Zahn fühlen ist eine gute Überleitung zu einem der nächsten Artikel :-) und ich gebe einen Hinweis "Testergebnis 0,0% Übereinstimmung"

Euer Tom aus Wuppertal



Mittwoch, 29. Mai 2019

Der Kehrseite der Community... #geisterjagd #paranormales

Einschüchterungen scheinen in der Community wohl ein gern gesehenes Mittel zu ein, um andersdenkende Menschen mundtot zu machen oder zumindest den Versuch zu unternehmen. Vor einigen Jahren erlebte ich ein ziemliches Cybermobbing und Shitstorm nebst Verbreitung von Lügen u.a. über meine Person (wo ich selber sogar mittels Anwalt und Schiedsmann gegen vorgehen musste), letztes Jahr der (gescheiterte) Versuch des Initiators eines Geisterjäger-Formats mich mittels Anwalt mundtot zu machen, damit ein Hoax nicht auffliegt, vor wenigen Tagen wurde mir von einem anderen „Ermittler“ untersagt, mich und meinen Blog in unterschiedlichen Facebook-Gruppen vorzustellen . Man hat zwar als Admin einer Facebook-Gruppe oder Forum und ähnlichem zwar ein Hausrecht, aber wenn dann nur da und nicht anderorts. Mir wurden sogar Folgen bei Zuwiderhandlungen angedroht nebst dem Hinweis, dass ich wohl nicht wüsste, welchen wichtigen Stand die Person in der „Welt“ hätte. Da könnte man süffisant doch zurückfragen. „In der realen Welt oder in Deiner eigenen Blase?“

Wie weit sind wir mittlerweile gekommen, dass man anderen die Meinung oder ihr Handeln, soweit dieses nicht gegen Recht und Gesetz verstößt, untersagen will?

Da fragt man sich wirklich, mit was für aufgeblasenen zweifelhaften Gestalten man es in der Community immer wieder zu tun hat – leider ist es auch so, dass so manche ihre „Bekanntheit“ dazu missbrauchen, um Stimmung zu machen bzw. die Meinungsfindung zu lenken und selten wird hinterfragt, ob dortigen Aussagen auf wahrheitsgemäßen Fakten beruhen.

Mir persönlich ist es in der Tat vollkommen egal, welchen „Wert“ oder „Stand“ eine Person in der Community oder sonst wo hat, ich lass mir da meine Meinung nicht verbieten oder mich beeinflussen. Wenn jemandem meine Meinung nicht passt, dann bekomme ich dadurch keine schlaflosen Nächte.

Ich gehöre auch nicht zu der Gattung Mensch, die unauffällig mit dem Mainstream mitschwimmt, nur um nicht anzuecken und bin auch heuchelnder Trittbrettfahrer. Da habe ich lieber eine eigene Meinung und Standpunkt, auch wenn es gefundenes Fressen für Hater ist. Es ist auch erstaunlich auf welche und wie viel Heuchelei man mitunter stößt…

Auch habe ich kein Problem damit, wenn ich mit meinen Artikeln und Aussagen in Wespennester steche, dadurch zwar zum Nachdenken anrege bzw. damit manchmal auch auf Missstände und Fehlverhalten hinweise, auch wenn bekanntlich dies nicht immer von manchen gern gesehen wird. Das oben angesprochen Cybermobbing vor einigen Jahren war das Resultat eines solchen „Aufdeckens“, aber im Laufe der Jahre hat es eher das Gegenteil bewirkt, nämlich nicht den gewünschten Effekt, dass ich mich zurücknehme, sondern im Gegenteil.

Beispielweise lasse ich mir auch meine politische Meinung nicht verbieten oder gar absprechen, auch wenn dies Konfrontationen mit Reichsdeutschen oder welchen mit brauner Gesinnung in der Ghosthunter- oder sonstigen Community bedeutet, wie bereits schon geschehen. Und um es klar auszudrücken: Ich bin gegen Rechte, Nazis, Holocaust-Leugner, AfD, Antisemiten und Rassisten. Und wer damit ein Problem hat, kann sich schleichen…

In diesem Sinne, schönen Abend!

Tom

Sonntag, 12. Mai 2019

Fotoaufnahmen und Falschauslegungen #geisterfoto #geisterjagd

Ich wurde letztens von einer Facebook-Freundin gebeten, meine Meinung zu völlig verschwommenen unscharfen Fotoaufnahmen zu sagen, die als Beweis für das Vorhandensein von Poltergeistern in einem Privathaushalt von einer Gruppierung präsentiert wurden, die "wissenschaftliche Untersuchungen" durchführen. Die Bilder mit den "verstörenden Aufnahmen" hatten eine ähnliche Qualität wie dieses hier, welches von einer unserer Untersuchungen stammt und eine fehlerhafte Aufnahme ist:



Zwar hätte ich das Recht einen Screenshot dieser Bilder der entsprechenden Gruppierung hier zu zeigen, wenn ich zugleich die Quelle angebe, aber ich würde damit ungewollt Werbung für die machen und für Content sorgen und mein Gewissen sagt mir da: NEIN!

Nachdem ich unter den Bildern meine Meinung schrieb bekam ich sinngemäß als Antwort, dass man u.a. 20 Jahre Erfahrung hat und Aufnahmen mit der Fullspektrum-Kamera eben manchmal so aussehen. Und es zig solcher Aufnahmen auf der Homepage gibt, die man als Ergebnisse von Ermittlungen zeigen kann. Weitaus mehr, als andere es können.

Wenn Aufnahmen wie das obige aussehen, so sollte doch an sich die Logik und Verstand einsetzen der dann sagt: Aufnahme verwackelt und zu lange Verschlusszeit = Mülltonne.

Im Übrigen sollten Fullspektrum-Aufnahmen, wenn sie wirklich qualitätiv gut sind, so aussehen:


Also wenn man die dortige Auffassung und Logik verfolgt ist nicht die Qualität der Fotoaufnahmen entscheidend und ein Indiz für Seriösität und Kenntnissen/Wissen, sondern die Quantität der Aufnahmen, auch wenn diese verschwommen und verwackelt sind und demzufolge ein Hort von Geistern und Dämonen Dank der Pareidolie sind...

Man hat den Eindruck, dass man sich genauso gut mit flathearthenden reptiliodischen Aluhutträgern unterhalten kann, die sich zu oft in Chemtrailbars aufgehalten haben - gibt das gleiche Ergebnis...

Aber mal Ironie beiseite: Wenn man als Ermittler einen Privatfall bearbeitet, hat man eine hohe Verantwortung, da Privatklienten einem vollends vertrauen. Die Präsentation von solchen Bildern um Aussagen zu tätigen, dass dort Poltergeister vorhanden sind oder gar Dämonen grenzt schon an Fahrlässigkeit und mit Verlaub "Verarsche", um es milde auszudrücken ... da schämt man sich schon, dass man ebenfalls Ghosthunter, also Ermittler ist und torpediert damit die Seriösität.

Euer Tom Pedall

Sonntag, 27. Januar 2019

Der Wunsch um Aufmerksamkeit ... die Manipulation der Community

Ein deutscher YT-Channel namens Horror Lost Places, auf dem ich in einem gesonderten Artikel noch näher eingehen werde, hat nunmehr ganz offensichtlich versucht, durch Vortäuschung einer Straftat sich in eine Opferrolle zu "pushen", um hierüber weitere Aufmerksamkeit zu bekommen.

Kurz zum Sachverhalt: Eine "NWO-Hackergruppierung" soll deren Channel gehackt haben und eine Botschaft in Art von Anonymus hinterlassen haben. Ein findiger YouTuber konnte die Stimme entzerren und somit nahe an das Original bringen. Dabei kamen erstaunliche stimmliche Übereinstimmungen mit einem Mitglied der Gruppierung HLP zutage. Kurz nachdem der YouTuber seine Analyse bei YouTube hochgeladen hat, waren schwups alle Videos von HLP wieder online. Angeblich (lt. HLP) hätte YouTube im Sinne der Gruppierung schnell gehandelt und alles wieder hergestellt.

Die ganzen Begleitumstände sprechen eher dafür, dass die Gruppierung Horror Lost Places diesen Hacker-Angriff initiiert haben. Etwas ähnliches gab es schon mal von einer anderen Gruppe, auch darauf werde ich noch in einem bereits in der Endfassung befindlichen Artikel zurückkommen.

Ein solches schändliches Verhalten, welches schon kein Kavaliersdelikt mehr ist, denn es wird eine Straftat vorgetäuscht, ist ntürlich ein Bärendienst für jene, die dieses Hobby "Ghosthunting" ernsthaft betreiben.

Nur leider sind HLP kein Einzelfall, stechen aber durch diese Aktion eindeutig aus einer ganzen Reihe ähnlicher (dt.) YouTube-Formate heraus - die man an sich als Unterhaltungsformate nur ansehen sollte. Denn entweder arbeiten sie mit Fakes, Falschdarstellungen, geschönten Sachverhalten oder Münchhausengeschichten- aber im Grunde interessiert es niemanden, denn Fans lassen sich manipulieren und wenn die Geschichte noch so gut von solchen Formaten durch zB Produktionsweise verpackt wird blenden (wie man oftmals schon erleben musste - so a la "Die Welle") oder solche Formate werden gar zum irrealen Maßstab für andere genommen (völliger Irrsinn).

Und selbst wenn man in der Lage ist Lügen und Manipulationen aufzudecken, ist es doch eher so, dass den "Idolen" eher geblaubt wird und man dann Drangsalierungen erfährt  - so musste ich selber dies letztens zB durch die Sperrung meines Blogs erleben, weil User bestimmte Artikel gemeldet haben.

Aber sollte es nicht um die Wahrheit und Glaubwürdigkeit bei allem gehen?

In diesem Zusammenhang sei auch nochmal auf den Podcast hingewiesen, den ich zusammen mit Dr. Sebastian Bartoschek erst kürzlich aufgenommen habe und der gut zu diesem Thema auch passt.


Euer Tom


Montag, 7. Januar 2019

Ihr habt Fragen und sucht Antworten? Kommt vorbei und tauscht Euch aus #geisterjäger #mystery #ghosthunter



Link zur Facebook-Gruppe: Das Paranormale - Erlebnisse / Erfahrungen / Aufklärung

Aufklärung über Fakes, Austausch über Paranormales und Mystery, eigene Erlebnisse mit anderen Usern teilen und sich darüber unterhalten. Fragen von Geisterjäger / Ghosthunter beantwortet bekommen.

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Rechtliches in der Paranormalen Community

Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass man immer mal wieder auf rechtliche Ausführungen von Menschen trifft, die keine jur. Ausbildung haben, sich aber mit ihren Ausführungen und Auftreten ein Image versuchen aufzubauen - oder anders lapidar ausgedrückt: "Eine Duftmarke/Denkmal setzen wollen, um als allwissende Experten anerkannt zu werden". Nur ist auffallend, dass diese jur. Ausführungen auch teils gravierende Fehler aufweisen und lediglich populistischer Art sind, um nicht zu sagen: Man will sich wichtiger machen, als man ist.

Nur ist es so, dass man schon vorsichtig sein muss, wie man solche rechtlichen Ausführungen tätigt und wenn dann müssen sie auch richtig sein, denn anonsten sorgt man für eine Verzerrung der Rechtslage. Zudem ist es auch oft ein schmaler Grad hin zur Rechtsberatung und diese obliegt allenfalls Rechtsanwälten und kompetenten zugelassenen Stellen / Vereinen.

Hinsichtlich der Rechten und Pflichten von Ghosthunter / Geisterjäger / Paranormalen Ermittlern bin ich derzeit noch an der Ausarbeitung eines ausführlichen "Leitfadens" (Erklärungen und KEINE Rechtsberatung). Dabei schöpfe ich aus den Kenntnissen meiner intensiven jur. Ausbildung.

Euer Tom

YouTube: TomsTalkMystery




Montag, 26. November 2018

Geisterjäger oder Paranormale Ermittler ...

... es sollte sich doch in der paranormalen Community jeder so nennen, wie er möchte, ob Geisterjäger, Ghosthunter oder paranormaler Ermittler. Denn im Grunde genommen ist es allesamt das gleiche. Aber ich glaube dies ist ein grundsätzlich deutsches Problem, denn wir haben per se die Angewohnheit alles reglementieren und kategorisieren zu müssen. Schlimm wird es, wenn dann innerhalb der Ermittlerszene dann Strömungen zu erkennen sind, wo -je nach Betitelung- intellektuelle Abstufungen vorgenommen werden; beispielsweise, dass "Geisterjäger" gegenüber "paranormale Ermittler" nicht ernstzunehmen sind. Aufgrund meiner langjährigen Tätigkeit und Kenntnisse der Ermittlerszene kann ich sehr objektiv behaupten, dass es sowohl Geisterjäger, Ghosthunter, paranormale Ermittler gibt, die ins positive, wie auch ins negative mit ihrem Verhalten und Aussagen extrem ausschlagen.

Besorgniserregend finde ich auch die Abstufungsentwicklung, dass Menschen, die sich als Ghosthunter/Geisterjäger betiteln unterhalb von Paranormalen Ermittlern angesiedelt werden - was zB den Wissensstand und Seriösität angeht. Dabei ist es doch so, dass u.a. auch Paranormale Ermittler an Dämonen und Aussagen von Medien glauben und dazu beitragen Aberglauben zu befeuern und Aufgeklärtes und rationales Denken beiseiteschieben. In der deutschen Ermittler-Szene (wie auch weltweit) gib es solche und solche; man kann den Wissensstand und Ernsthaftigkeit eines Teams eben nicht an der Betitelung ihrer "Hobbies" festmachen.  Fakt ist, dass man Seriösität und Ernsthaftigkeit nicht am Namen der Betitelung ausmachen kann.

Auch gibt es Blog-Autoren die zwar behaupten, dass sie objektiv sind, aber bei Sichtung der Artikelinhalte schon eine Tendenz zu erkennen ist - zB werden dort mitunter Fake-News in die Welt gesetzt, beispielsweise dass lediglich paranormale Ermittler und keine Ghosthunter/Geisterjäger im Nachhinein Aussagen zu ihren eigenen älteren Ergebnissen korrigieren (dann doch rationale Gründe finden und dies publizieren). Obgleich das Gegenteil bekannt ist, werden solche Aussagen in die Welt gesetzt.


Es ist egal, wie sich Menschen nennen, die Paranormales ernsthaft untersuchen. Wesentlich ist doch, dass es seriös, ehrlich und nicht zum Leidwesen Dritter geschieht und vor allem Münchhausen keine Wohlfühloase bekommt.

Euer Tom Pedall

Sonntag, 28. Oktober 2018

Fakes in der paranormalen Community ... ein leidiges Thema


 
Das Thema "Fakes" ist ein leider allgegenwärtiges Problem. Man begegnet dem Thema (leider) oftmals und hierzu hatte ich vor ein paar Wochen auch einen Artikel veröffentlicht, um u.a. eine gewisse Sensibilisierung wachzurufen. Denn vieles, was man oftmals lapidar als Fakes betitelt sind keine, sondern eher optische Täuschungen und wo es den Publizierenden nicht um eine vorsätzliche Täuschung ging. Da liegt nicht selten auch eine Unkenntnis vor. Den Link zu meinem Artikel findet ihr hier: >>>>Link<<<<


Unser Ghosthunter Team (Ghosthunter NRWUP & RLP) hat mittlerweile auch angefangen, anhand von eigenem aufgenommenen Material aufzuzeigen, dass Aufnahmen, die man ggfs. als was Paranormales einstufen würde -vorwiegend als Laie- dennoch rational zu erklären ist. Hierzu gibt es mittlerweile auch zwei separate Videos:





Wir machen dies auch, wenn sich im Nachhinein für ein Phänomen eine rationale Erklärung findet (so z.B. publiziert im Bericht zur paranormalen Ermittlung am 18.06.2016 >>>>Link<<<<).

Dann gibt es leider auch Publikationen Dritter, wo nicht aufgeklärt wird, sondern etwas als Paranormal hingestellt wird, obgleich es zu erklären ist oder ein ganz offensichtliches Fakehilfsmittel als optische Täuschung deklariert wird, damit das Phänomen als was Paranormales durchgeht (zB eine sichtbare Schnur um einen sich bewegenden Stuhl sei eine optische Täuschung und der Stuhl bewegt sich aufgrund eines Poltergeistes). Der deutsche YouTuber Quipus Paranormal Scanner hat mitunter auch Videos schon aufgeklärt, die im Internet kursierten - der Channel ist sehr empfehlenswert; danaben gibt es auch so einige aus dem Ausland.

Da unser Ghosthunter Team mitunter auch Ansprechpartner zur Analyse von Aufnahmen u.a. privater Personen ist, kommt es auch manchmal vor, dass wir Fotos zugeschickt bekommen, wo mittels einer "GhostApp" Gestalten oder Gesichter eingebaut wurden (hierbei ist klar abzugrenzen, dass damit nicht Bilder gemeint sind, die aufgrund ihrer Qualität ein "Hotspot" für Pareidolien sind (fachlich für optische Täuschungen, bei denen unser Gehirn nach bekannten Mustern sucht und u.a. im Blattwerk Gesichter erkennen kann, wenn das Licht- und Schattenspiel derartige Muster ergeben).

Ich kann mich da an zwei Prüfaufträge erinnern, wo uns Bilder erreichten, die die User selber von Freunden/Verwandten erhielten und man ihnen damit Angst machen wollte, weil dort in der Tat "Geister" zu sehen waren. Wir konnten dann aufklären, dass es eingebaute Geister waren - dabei auch zugleich entsprechende Vergleichsbilder der "Geister" aus den Apps vorlegen. Solche Prüfaufträge sind vollkommen in Ordnung, aber es gibt leider auch das Gegenteil.

Es gab auch schon mehrere Bildprüfaufträge, wo die Anfragenden selber diejenigen waren, die die Bilder manipulierten (nachträglich Geister eingebaut). Einer der Prüfaufträge bezog sich auf ein Bild, welches die Person wenige Stunden zuvor im Schlafzimmer aufnahm. Man konnte auf dem Bett eine Gestalt sehen, klares Gesicht und noch etwas vom Oberkörper. Wir konnten bei Prüfung auch zugleich den passenden Geist in einer App finden und zeigten dies der anfragenden Person. Wie es dann leider bei solchen Offenlegungen ist, wird es abgestritten und man wird als inkompetent bezeichnet - obgleich der Geist auf dem Bild und der Geist aus dem GeisterApp-Bildbearbeitungsprogramm 1:1 identisch waren. Solche Aufträge und Erfahrungen gibt es dann auch und das eigentlich ärgerliche daran ist dann die Zeit, die man dafür "verschwendet" hat. Diese fehlt dann für jene Fälle, wo es um echte Bilder, Videos und Sachverhalte geht - diese echten Fälle sind zum Glück in der Überzahl. Aber solche negativen Erlebnisse bleiben natürlich auch haftend.

Aber es gibt ja nicht nur Bild-/Video-Prüfaufträge, wo mit Vorsatz gefakt wurde und die Anfragenden sich einfach nur die Zeit vertreiben und ihren Spass haben wollen und vielleicht sogar noch hoffen, dass man keine Ahnung hat und dieses Bild/Video dann sogar als echte Geisteraufnahme deklariert. Sondern auch solche, die eine paranormale Untersuchung unter allen Umständen umgehend bei sich zuhause wünschen und dabei falsche Kontaktangaben machen und/oder sogar darauf drängen, dass man mit einem Fernsehteam vorbeikommt - gab es leider auch schon. Zum einen gehen wir grundsätzlich mit keinem Fernsehteam zu Untersuchungen in Privathaushalten, zum einen aus Gründen der Diskretion und Schutz der Privatsphäre von Klienten und zum anderen, ist man nicht sicher, dass die dann auftretenden Vorkommnisse (zB Zusammenbruch der Klienten, flackernde Lichter u.a.) realer Art sind und die Klienten nur eine Plattform suchen, um "berühmt" zu werden.  

Und um hier irgendwelche Missverständnisse zu klären: 

Die Anzahl von Menschen, die sich an unser Team wenden und wirklich Hilfe suchen bzw. einen Rat möchten sind in  der Überzahl. Aber Negativbeispiele gibt es leider und die müssen auch mal benannt werden. 

Ab welchen Faktoren kann man sagen, dass es definitiv gefakte Fallanfragen sind:

- Angabe von falschen Kontaktdaten
- selbst manipulierte/bearbeitete Bilder mittels GhostApp

Mit Fragezeichen sind solche Fälle zu bewerten, wo Personen um eine Veröffentlichung des Falles in den Medien bitten (dazu zählt auch ein nicht anonymisiertes Doku-Video bei YouTube). Wir hatten auch mal eine Anfrage von jemandem, der von uns bestätigt haben wollte, dass bei ihm Geister sind, damit er seine Wohnung fristlos kündigen kann ... die Untersuchung wurde abgelehnt, da wir uns nicht instrumentalisieren lassen; mal davon abgesehen, dass eine solche fristlose Kündigung keinen rechtlichen Bestand hätte.

Man kann es aber immer nur wieder dick und fett unterstreichen, dass die Vielzahl der Hilfsanfragen ehrlicher Natur sind.

Bei ehrlichen Hilfsanfragen gibt es aber auch einen kleinen Prozentsatz, die grundsätzlich nur spirituelle/paranormale Ergebnisse nach Bewertung und Auswertung von Material zulassen wollen. Es muss unbedingt Paranormales vorhanden sein. Dies merkt man mitunter nicht nur an den Reaktionen der Klienten, sondern auch daran, dass sie eine Zeit später bei einem anderen Team anklopfen.

Die restliche große Anzahl von Hilfsanfragen stammt aber glücklicherweise von Personen, die oft auch zu Klienten werden, denen es an einer ehrlichen Bewertung und Ergebnissen liegt - ob nun Hinweise zu Paranormalen gefunden werden können oder Phänomene und Vorkommnisse rational zu erklären sind. Es geht einfach oft darum Ängste zu nehmen - und ich kann mich da auch immer nur wiederholen, dass man als paranormaler Ermittler, Ghosthunter, Geisterjäger es in erster Linie mit lebenden Menschen zu tun hat eine hohe Veranwortung für sie hat (Gesundheit/Psyche) und da muss man wirklich gut aufpassen.

Euer Tom Pedall

Dienstag, 23. Oktober 2018

Cyber-Mobbing, Hintergründe, Erklärungen und Hilfe

"Es ist leicht Steine auf jemanden zu werfen, aber die hinterlassenen Beulen bleiben ewig unsichtbar anhaftend ..."


Seit ein paar Jahren befasse ich mich mit dem Thema Cyber-Mobbing und in vielen Bereichen tritt dieses zu Tage - auch in der paranormalen Community bzw. auch übergreifend in der gesamten grenzwissenschaftlichen Community und darüber hinaus.

Ich möchte daher in diesem Artikel auf ein paar grundlegende Problemkonstellationen eingehen, welche Ursachen u.a. Cyber-Mobbing haben kann, wie es dazu kommen kann und auch Hilfestellungen für Menschen bieten, die davon betroffen sind. Dabei greife ich auch auf persönliche Erfahrungen zurück, die mitunter nicht sehr positiv waren und mich in den Grundfesten schon trafen, da sie menschliche Abgründe aufzeigten.

Auch habe ich mich in meinen nachstehenden Ausführungen/Beispielen bewusst dazu entschieden keine konkreten Namen zu nennen, obgleich alles belegbar wäre. Aber dies würde dem Thema hier nicht gerecht werden, da es hier nicht um mich geht. Und zudem lediglich nur ein Kapitel anheizen, was für mich geschlossen ist.

Also dann starte ich mal mit etwas Grundsätzlichem:

In einem meiner letzten Artikel schrieb ich über die Unterschiede zwischen "Fakes / Fehlinterpretation / Täuschung", da es zunehmend schon auffallend ist, dass Begrifflichkeiten und die dahinter stehenden Definitionen immer wieder durcheinander geworfen werden und somit zu verfälschten Darstellungen und grundlosen Anschuldigen führen kann. Nähre Ausführungen findet ihr hier: https://paramysterynews.blogspot.com/2018/09/klarung-zu-fakes-fehlinterpretation.html

Genauso schaut es auch mit den Definitionen bzgl. Cyber-Mobbing und weitergehenden Klassifizierungen aus, worin oftmals die Saat für ein späteres Cyber-Mobbing gelegt wird. Die Kenntnis von Definitionen sind schon wichtig zur Beurteilung und Meinungsbildung. Von daher möchte ich an dieser Stelle auf ein paar wesentliche Definitionen (nebst weiterer Ausführungen meinerseits) aufmerksam machen, die man bei exemplarisch Wikipedia finden kann:

Definition: Kritik

"Unter Kritik versteht man die Beurteilung eines Gegenstandes oder einer Handlung anhand von Maßstäben. Wie die Philosophin Anne-Barb Hertkorn ausgeführt hat, ist Kritik damit „eine Grundfunktion der denkenden Vernunft und wird, sofern sie auf das eigene Denken angewandt wird, ein Wesensmerkmal der auf Gültigkeit Anspruch erhebenden Urteilsbildung.“[1] Sie gilt im Sinne einer Kunst der Beurteilung als eine der wichtigsten menschlichen Fähigkeiten.[2]

Neben der Bedeutung der prüfenden Beurteilung und deren Äußerung in entsprechenden Worten bezeichnet die Kritik – insbesondere in der Verbform kritisieren ebenso wie monieren[3] und die Monierung[4] – auch eine Beanstandung oder Bemängelung. In früheren sozialistischen Staaten laut Duden auch „Fehler und Versäumnisse beanstandende [öffentliche] kritische Stellungnahme als Mittel zur politischen und gesellschaftlichen Weiterentwicklung“.[5]"
Quelle: Wikipedia - Link https://de.wikipedia.org/wiki/Kritik

Definition: Fake-News

"Als Fake News (auch Fake-News oder Fakenews[1]; englisch: fake news [ˈfɛɪ̯k(ˈ)njuːs]) werden manipulativ verbreitete, vorgetäuschte Nachrichten[2] bezeichnet, die sich überwiegend im Internet, insbesondere in sozialen Netzwerken und anderen sozialen Medien zum Teil viral verbreiten. Zunehmend wurde Fake News auch zu einem politischen Schlagwort und Kampfbegriff. Der Rechtschreibduden, der den Begriff 2017 in die 27. Ausgabe aufnahm,[3] definiert ihn als „umgangssprachlich für in den Medien und im Internet, besonders in den Social Media, in manipulativer Absicht verbreitete Falschmeldungen“.[4]"Quelle: Wikipedia - Link https://de.wikipedia.org/wiki/Fake_News

Zum Thema Fake-News kann man sogar das Veröffentlichen von falschen Zitaten oder Aussagen, die aus einem Zusammenhang herausgerissen wurden, zählen. Das falsche Zitieren erfolgt dabei nicht ungern mit Vorsatz, denn so kann  man quasi jemandem das Wort im Munde umdrehen und um Dritte zu manipulieren. Vielfach fehlt auch die  Einsicht derjenigen, die falsch zitieren und so werden aus einer Aussage des Zitierten eine Version 2.0, die allein betrachtet oftmals eine andere Kernaussage besitzt. So kann man es sogar auch schaffen, dass Disussionen gesprengt werden, ohne dass es zu einem wirklichen Konsens kommt.  Da ich beruflich im juristischen Bereich aktiv beheimatet bin sowie auch Blog-Artikel schreibe, sehe ich es schon als immens wichtig an, dass man Zitatstellen und Aussagen auch wahrheitsgemäß wiedergibt. Je nach Thema fertige ich auch Screenshots von den Quellen an, damit ich notfalls diese auch belegen kann. 

Definition: Hetze / Hetzkampagnen

"Als Schmutzkampagne werden gezielte Maßnahmen bezeichnet, die den Ruf einer Person, einer Gruppe oder Institution beschädigen sollen. Dazu wird die öffentliche Meinung durch die Lancierung falscher oder verfälschter Informationen sowie entsprechender Meinungen manipuliert. Im Extremfall kann aus der Schmutzkampagne eine Hetzkampagne werden, die die Zielperson(en) durch bewusste Mobilisierung von Hass und Aufrufen zur Gewalt an Leib und Leben bedroht."Quelle: Wikipedia - Link https://de.wikipedia.org/wiki/Hetzkampagne

Definition: Mobbing

"Mobbing oder Mobben steht im engeren Sinn für „Psychoterror am Arbeitsplatz mit dem Ziel, Betroffene aus dem Betrieb hinauszuekeln.“[1] Im weiteren Sinn bedeutet Mobbing, andere Menschen, in der Regel ständig bzw. wiederholt und regelmäßig, zu schikanieren, zu quälen und seelisch zu verletzen,[2] beispielsweise in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Familie, im Sportverein, im Altersheim, im Gefängnis[3] und im Internet (Cyber-Mobbing). Typische Mobbinghandlungen sind Hänseleien, die Verbreitung falscher Tatsachenbehauptungen, die Zuweisung sinnloser Arbeitsaufgaben, Gewaltandrohung, soziale Isolation oder ständige Kritik an der Arbeit.[4]"
Quelle: Wikipedia - Link https://de.wikipedia.org/wiki/Mobbing

Definition: Cyber-Mobbing

"Mit den aus dem Englischen kommenden Begriffen Cyber-Mobbing, auch Internet-Mobbing, Cyber-Bullying sowie Cyber-Stalking werden verschiedene Formen der Verleumdung, Belästigung, Bedrängung und Nötigung anderer Menschen oder Unternehmen mit Hilfe elektronischer Kommunikationsmittel über das Internet, in Chatrooms, beim Instant Messaging und/oder auch mittels Mobiltelefonen bezeichnet. [...]Cybermobbing gehört zu einer der zentralen Gefahren im Umgang mit Internet und neuen Medien."
Quelle: Wikipedia - Link https://de.wikipedia.org/wiki/Cyber-Mobbing

Soviel zu den Definitionen, die sich bei Wikipedia finden lassen. Der Einfachheit halber habe ich diese von dort genommen, da die Platform allgemein bekannt ist. Es gibt auch andere Quellen die man nutzen kann. Aber so oder so sollte man sich mit diesen Begriffsdefinitionen auskennen, um zu verhindern, dass man Missverständnisse verursacht.

Mal etwas allgemeines zu "Kritik" - betrifft viele gesellschaftlichen und Lebensbereiche - und wie aus anfänglicher Kritik es zu Cyber-Mobbing übergeht:

Oftmals wird sachliche Kritik, die, wenn es nicht unterschiedliche Geschmäcker betrifft, sondern wirklich auf guten (evtl. sogar auf beweisbaren) Fundamenten steht auch gerne mal von Dritten als Angriff ausgelegt, obgleich es einfach nur sachliche Kritik ist. Kritik an sich ist sogar etwas positives, sofern sie natürlich sachlich und emotionsfrei erfolgt, denn durch Kritik kann man auch wachsen und wird zu neuen Gedanken angeregt. Natürlich ist es dabei auch wichtig, dass der Gegenüber auch bereit ist, Kritik als solche anzunehmen und in seinen Überlegungen mit aufnimmt. Ob man Kritik dann beherzigt und umsetzt, ist jedem selber überlassen - aber nachzudenken wäre schon ein Fortschritt. Dies wäre der Idealfall und für unsere Gesellschaft förderlich - aber seit Jahren wird es immer schwieriger; nicht nur im realen Leben, auch in den sozialen Medien.

Bestes Beispiel politische Diskussionen - wenn man es wagt gegen die AfD und rechte Gruppierungen zu sein, wird man als linksradikaler Antifaschist betitelt; auf der anderen Seite, wenn man sagt, dass es ein Fehler war, dass es keinen kontrollierten Zuzug von Flüchtlingen gab, werden jene als Nazis betitelt; wenn man dafür einsteht, dass man Bootsflüchtlinge aus Seenot retten soll, bekam ich schon zu lesen, dass ich dann schuld sei, dass deutsche Frauen und Mädchen von schwarzen Horden vergewaltigt werden.
Ich möchte damit einfach nur sagen, dass es immens schwierig geworden ist, wenn Emotionen mit reinspielen, noch sachliche Gespräche zu führen.

Weg von der Politik und hin zur paranormalen Community, obgleich dies auch auf andere noch Anwendung finden kann:

Nur ist es so, dass leider oftmals Kritik so ausgelegt wird, dass sie aus niederen Beweggründen erfolgt, also aus Neid und Missgunst. Also so, dass seitens der Empfänger sachliche Kritik per se nicht als solche dann wahrgenommen wird. Und so kann dann aus der vorgetragenen Kritik ein ungewollter Bumerang werden, der sich vervielfältig und emotionaler wird. Und wenn Emotionen dann im Spiel sind, wird der Bumerang immer größer und größer und aus einer Mücke wird dann sprichwörtlich ein fiktiver missgünstiger und vor Neid zerfressender Elefant der den Kritikabsender entgegenschlägt und die Wahrheit kann man mit der Stecknadel suchen.

Aber warum wird Kritik (wenn sie ehrlich und belegbar ist) denn oftmals falsch ausgelegt? Dies kann zum einen daran liegen, wie sie vorgebracht wird (beispielsweise wenn darin schon Emotionen vorhanden sind) und zum anderen aber auch daran, dass der Kritisierte keine Kritik duldet - da spielt auch manchmal ein wirtschaftlicher Faktor mit eine Rolle sowie persönliche Bestrebungen. Beispiel: Medium / Kartenleger / Esoterik-Shop usw. In diesem Bereich ist es schon recht problematisch, wenn man sich kritisch äußert und da kann die Kritik noch so sachlich sein. Ein anderer Grund warum Kritik oder kritische Anmerkungen nicht geduldet werden, sind die (oftmals auch gezielte) Heroisierung, Glorifizierung und Verherrlichung bestimmter Personen die einen Kult um sich herum entstehen lassen wollen - hat man in vielen gesellschaftlichen Bereichen und Communitys (zB Musiker, Sportler usw.). Aber darüber werde ich wenn in meinem Buch ausführlicher schreiben.

Nicht selten schalten sich Dritte noch mit ein, die sogar selber nur eine emotional beladene wahrheitswidrige Darstellung kennen, um jemand Unliebsamen fertig zu machen, weil sie meinen damit etwas gutes zu tun und jenen, den sie glorifizieren oder mit befreundet sind zu schützen und zu unterstützen.

Und wer dann dabei mitmacht, fragt nicht wirklich mal den Betroffenen, ob dies, was der Anprangernde/Täter sagt überhaupt der Wahrheit entspricht. Die Vorwürfe brauchen nur entsprechend vorgetragen werden und wenn das Opfer an sich unbeliebt/unbequem ist, fällt es um so leichter einfach mitzumachen und die Lawine ist im Rollen. Aber auch in solch einem "Stadium" sollte man versuchen gerecht zu handeln - was aber sehr vielen schwer fällt.

Cybermobbing bzw. auch jenes im realen Leben wird "gerne" genutzt, um irgendwen, der/die nicht der Norm entspricht oder dessen Nase einem nicht passt nicht nur fertig zu machen, sondern auch aus dem Weg zu räumen / zu vertreiben. Hatten wir nicht alle jemanden in der Schulklasse, der immer die Prügel bezog oder dem man die Butterbrote abzockte?  

Aber warum schreibe ich das Vorstehende?

Um zum Nachdenken anzuregen, dass man in der Gesellschaft wieder anfängt, zu einer gesitteteren Streitkultur/Diskussionsführung zurückzukommen, wo besonders persönliche Angriffe keinen Platz haben. Denn man weiss nie, wie der gegenüber, auf der anderen Seite des Bildschirmes wirklich reagiert und es empfindet, weil man die Betroffenen oftmals persönlich gar nicht kennt.

Zum einen, weil es leider immer wieder vorkommt, dass Menschen, die von Cyber-Mobbing bzw. auch Mobbing im persönlichen/schulischen/beruflichen Umfeld betroffen sind, sich in einen Suizid flüchten. Oder sich auch in psychologische Behandlung begeben müssen.

Ferner kenne ich aus meinem Berufsleben auch Betroffene, da ich mitunter auch im sozialen Bereich schon gearbeitet habe.

Und zum anderen, weil ich selber (u.a.) vor knapp vier Jahren Opfer gewesen bin. Da wurden von "Kollegen" fiktive Geschichten und abgeänderte Sachverhalte u.a. über mich in der Community in die Welt gesetzt und die Krönung waren anonyme Drohanrufe. Diese Geschichten wurden dann u.a. von anderen aufgegriffen und weiter ausgeschmückt, so dass ich nur Facebook aufmachen brauchte und schon gab es den neuesten übelsten Tratsch u.a. über mich zu lesen. Ich nahm mir vor, nicht mehr reinzuschauen, aber es blieb nur beim Vorhaben, da ich insgeheim hoffte, dass es von alleine aufhören würde.

Es machte mich derartig fertig, dass ich nach kurzer Zeit nicht mehr konzentriert bei der Arbeit war. Versuchte Rechtfertigungen versandeten und dafür wurde der nächste Spieß rausgeholt.  Meine Gedanken kreisten nur noch über dieses Gehetze - was mich besonders traf war, dass Menschen ("Kollegen"), die sich angeblich als sehr gute Freunde betitelten, mich im Stich ließen - obgleich sie wussten, dass es Lügen waren. Irgendwann war der Punkt erreicht, wo ich temporär schon Gedanken hatte, die nicht gut waren - und schon davor stand zu sagen, dass sollte es noch schlimmer werden, ich mich freiwillig ins Krankenhaus begebe, um einem "Kurzschluss" zuvorzukommen. Da suchte ich dann den Kontakt zu Außenstehenden (u.a. meiner damaligen Arbeitgeberin) und konnte aus dem "Sumpf" herausgezogen werden, da sie die Situation objektiv einschätzen konnten und man mir auch eindringlich riet, dass ich einen Cut mache und für einige Zeit aus Facebook rausgehen solle.

Ich beherzigte die Empfehlung und nach einigen Tagen bekam ich langsam an Abstand zu allem und bis auf wenige -noch wirklich gute- Kontakte, wo ich wusste, dass diese kein falsches Spiel spielen, die Freundschaften beschränkte. In den weiteren Wochen beschritt ich den Rechtsweg (u.a. Schiedsmann und Unterlassungsaufforderung). Kurze Zeit danach kehrte Ruhe ein. Dies zeigte mir, dass offensichtlich Täter nur eine Sprache verstehen und folglich würde ich gar nicht mehr lange fackeln und jederzeit wieder juristische Schritte einleiten.

Mittlerweile kann ich mit dieser Erfahrung besser umgehen. Auch das darüber schreiben hilft mir da sehr - ich hatte damals zig Seiten für mich vollgeschrieben. Diese Erfahrung zeigte mir einfach, dass Freundschaften oftmals nur Fassaden sind und der Schritt zur Heuchelei schnell getan ist. Aber die Erkenntnis hilft auch, objektiver zu sein und gleichzeitig genauer hinzusehen.  

Wenn man bedenkt, dass sich Menschen, die Dienstleistungen (ob entgeltlich oder ehrenamtlich) anbieten und für andere Menschen arbeiten dann auf Lügen und unwahre Geschichten zurückgreifen, um an sich nur besser zu stellen, dann fragt man sich inwiefern sie aufrichtig und ehrlich ihre Dienste vollziehen können.

Aber genug zu dem Thema und ein für mich geschlossenem Kapitel. Um Betroffenen zu zeigen, dass es auch ein "danach" gibt, dafür habe ich die vorstehenden Zeilen mit meinen persönlichen Erlebnissen und Erfahrungen geschrieben.

Was für Möglichkeiten haben Betroffenen um Hilfe zu bekommen?

Erster oberster Rat wäre, einen cut zu machen und die Aktivitäten und Aufenthalt in den sozialen Medien (sofern dort das Cyber Mobbing vollzogen wird) auf null zu reduzieren.

Ferner das man sich seiner Familie anvertraut und sich auch nicht davor scheut, den Hausarzt anzusprechen. Denn die eigene Gesundheit ist was wichtigste und sie steht über allem.

Rechtfertigungen gegenüber den Vorwürfen, so gut und präzise sie auch sind, helfen defintiv nicht, um ein Cyber-Mobbing zu beenden - so merken die Täter nur, dass sie weiter kommen. Denn beim Cyber-Mobbing geht es ja in erster Linie nicht um den wirklichen Sachverhalt, denn dieser ist oftmals schon längst vom Karren gerutscht.

Eine weitere wesentliche Empfehlung wäre, dass jene, der/die ebenfalls mit Cybermobbing konfrontiert werden - sofern man natürlich gesundheitlich und psychisch dazu in der Lage ist- den Rechtsweg zu beschreiten. Wenn man nicht das Geld für einen Anwalt hat, so kann man über die Rechtsberatungsstelle des Amtsgerichts sich einen sog. Beratungshilfeschein besorgen, kostet 15,00 € und nahezu alle Anwälte werden dann tätig. Sollte ein Gerichtsverfahren notwendig werden, kann man über Prozesskostenhilfe gehen. Einleitung von strafrechtlichen Schritten (Strafanzeige) ist ebenfalls ratsam, auch wenn diese in aller Regel mit dem Hinweis eingestellt werden, dass kein öffentliches Interesse besteht, aber eben nicht immer. Falls sie eingestellt werden, bleibt die Möglichkeit ein Verfahren beim Schiedsmann aufzunehmen und notfalls im Anschluss über einen Anwalt ein Privatklageverfahren einzureichen.

Weitergehende Empfehlungen wären das Aufsuchen von realen Selbsthilfegruppen in Eurer Stadt/Gemeinde oder Angebote im Internet.

Beispielsweise:
https://www.buendnis-gegen-cybermobbing.de/hilfe/hilfe.html
https://weisser-ring.de/
http://www.mobbing-web.de/links/default.php nebst weitergehender Link-Sammlung

Dies war es für heute.... und noch ein Nachsatz:

Wer Betroffener ist, scheut Euch nicht davor Hilfe zu suchen und mit Eurer Familie zu sprechen. Und das wahre reale Leben in all seiner Pracht findet draußen statt, nicht im Internet.
Und an die Täter: Denkt darüber nach, was ihr oftmals aus niederen Gründen anrichtet.

Euer Tom Pedall