Montag, 9. Juli 2018

Räuchern..... Doping für einen Geist?

Ich find es schon interessant, was für gegensätzliche Meinungen kursieren, wenn es um das Räuchern geht bzw. mit welcher Art der Überzeugung etwas verbreitet wird.

Was ist eigentlich Räuchern? Lapidar ausgerückt: Mit verbrennenden Kräutern wird für eine angenehmme Raumatmosphäre gesorgt.

Eigentlich könnte man diesen Satz so stehen lassen. Aber das wäre zu einfach, wer mich und meine Kolumnenartikel kennt.

Aber wer kennt es nicht, man kauft sich Räucherstäbchen und zündet sie zuhause an. Manchmal für eine angenehme Atmosphäre zu sorgen oder um Gerüche zu überdecken. Nur wenige Menschen wissen aber, dass dieses Räuchern ein uraltes schamanistisches Ritual darstellt, um anwesende Geister/Seelen zu besänftigen oder auch um sie aus Räumen / Häusern zu vertreiben. In erster Linie wurde und wird es heute auch noch dazu benutzt, um sich in Kombination mit Trommeln auf eine bestimmte Bewusstseinsebene einzufinden, wo es zu einem erleichterten Jenseitskontakt kommen kann.Was ich mir sehr gut vorstellen kann, da -wie auch bereits in einem anderen Artikel geäußert- nicht alles, was Naturvölker über Jahrhunderte bzw. gar Jahrtausende praktiziert haben, verkehrt sein muss.

Oft verbindet man aber mit dem Räuchern das "Reinigen" von Gebäuden. Dies kann ich mir nach langer intensiver Überlegung jedoch nicht vorstellen. Ohne nun den Anhängern davon zu nahe treten zu wollen, tendiere ich hier eher zu einem sogenannten Placebo-Effekt, also dass die Erwartungshaltung gepaart mit einem erhofften positiven Ergebnis eben zu diesem auch führt und der Glaube daran die treibende Kraft ist. Ich bin schon öfters gefragt worden, ob man denn Räuchern kann. Da kann ich immer nur sagen, dass ich selber nicht dran glaube, aber wer es unbedingt machen möchte, da er an die "heilende" Wirkung glaubt, kann es gerne versuchen. In manchen Fällen hat es auch zu einer Besserung geführt - zumindest zeitweise.

Allerdings muss ich dann auch hin und wieder mal lesen, dass von Räuchern abgeraten wird, weil "es eher dazu führt, dass Phänomene verschlimmert werden und es gefährlich wird". Ganz ehrliche und einfache Antwort? Völliger Humbug, denn man kann mit Räuchern keine Phänomene verschlimmern; es sei denn, man glaubt an die negative einsuggerierte Wirkung (Placebo-Effekt).

Es wird z.B. in der katholischen Kirche auch geräuchert im weitesten Sinne und zwar während einer Prozession. Dort wird Weihrauch verwendet. Allerdings räuchert man dort nicht um Geister zu dopen oder zu vertreiben.

Ich denke mal, dass es das für heute nun war... :-)

Freitag, 6. Juli 2018

"Wenn es Nacht wird im Revier" - WDR 06.07.2018

Unsere Bella wird in der Reportage "Wenn es Nacht wird im Revier", heute um 20.15 Uhr (WDR) auch zu sehen sein :-)
 
 
Die Geisterjäger - Hündin Bella - die ehemalige rumänische Straßenhündin aus Suceava, die Dank der Notpfote Animal Rescue e.V. ihren Weg zu uns fand. :-) und nicht nur ein fester Bestandteil unseres Ghosthunterteams ist, sondern auch unseres Lebens wurde :-)
 
Bei dem Drehtermin trafen wir auch auf eine Gruppe Jugendlicher und kamen zu einem interessanten Austausch, wo auch anhand einer zufälligen Gegebenheit über die Entstehung von Spukgeschichten gesprochen wurde.

P.S. In der WDR-Mediathek ist der Beitrag schon drin

Donnerstag, 5. Juli 2018

Die Geisterakten - Unterhaltungsserie oder mehr?

Normalerweise arbeite ich nicht mit Vorworten, aber bei diesem Artikel scheint es notwendig zu sein, dass mal ein paar erklärende, klarstellende und persönliche Worte nachträglich vorangestellt werden:
 
So einiges, was ich in dem Artikel geschrieben habe, wie beispielsweise zu den Gerätschaften, trifft auch andere Formate, wie zB 72 Stunden im Geisterhaus, Ghost Chasers, usw. zu und im Übrigen stehen auch noch Publikationen zu anderen Formaten an, beispielsweise Para Ink – Die Geisterjäger, TAPS / Ghost Hunters – aber überwiegend werde neue Artikel / Podcasts zu Themen aus der paranormalen Welt erscheinen.
 
Dieser nachstehende Artikel führte seit seinem Erscheinen zu oftmals erheblich kontrovers geführten Diskussionen, insbesondere mit Fans dieses Formats und es kam zu Beleidigungen, Anfeindungen und Unterstellungen. Wie üblich, wenn die sachlichen Argumente fehlen, wird versucht den Gegenüber damit anzugehen und diskreditieren, dass man der Person Neid und Missgunst als Triebfeder vorwirft, was auch hier in diesem Fall vollkommen an der Realität vorbeigeht.
 
Diskussionen auf sachlicher Ebene (u.a. in Bezug auf das „Portal“ von Steve Huff) waren unter Beachtung der üblichen Netiquette bislang schwer möglich, so dass dies auch mitunter ein Grund war, warum ich mich aus Teilen der Community bei Facebook zurückzog. Die ewigen Diskussionen mit Supportern und Hardcore-Fans unterschiedlicher TV- und YouTube-Formate, sind einfach nur zeit- und nervenraubend, da es für so manche einer Blasphemie gleichkommt, da kann die Kritik noch so sachlich, fundiert und belegbar sein. 

Viele verdrängen einfach, dass solche Formate nur reine Unterhaltung sind und mit der wirklichen Realität des Paranormalen nicht immer was gemein haben und auch ein falsches Bild vermittelt wird, um eben ein Format am Markt zu etablieren und voranzutreiben. Daher sollte man meiner bescheidenen Meinung nach solche Unterhaltungsformate nicht zum Maßstab für andere nehmen und Vergleiche ziehen, weil es einer Verfälschung der Realität gleichkommt.
 
Auch wenn Protagonisten nicht explizit sagen, dass sie hier und jetzt nun einen Geist oder was Paranormales aufgenommen haben, kann diese „nonverbale Feststellung“ den Zuschauern durch bestimmte Kameraeinstellungen, Zeitlupen, Wiederholungen von Sequenzen suggeriert werden.
 
Was ich aber keinesfalls verschweigen will ist ein Vorfall aus dem letzten Jahr, der sich wenige Wochen nach Erscheinen des nachfolgenden Artikels ereignete und der für mich ein Höhepunkt darstellte, wie weit ein Format geht, um einen Schein aufrecht zu erhalten. Ich erhielt Post von den Anwälten des Initiators mit einer Unterlassungsaufforderung bzgl. meiner konkreten Aussage zur eigentlichen Hintergrundgeschichte dieses Formats. Offensichtlich dachte man nicht, dass ich diese auch belegen kann, so dass das Ansinnen bei einem Versuch blieb. Man kann es auch Einschüchterungsversuch ansehen....

Nun aber genug des Vorwortes -zu diesem Format werde ich sicherlich auch nichts mehr schreiben- und wie gesagt, vieles vom Nachstehenden betrifft allgemein unendlich viele Formate und mir geht es nicht darum jemandem dieses Format madig zu machen, keinesfalls:

In Anlehnung an die vielen Anfragen von Interessierten aus der paranormalen Community die mich in Bezug auf diese Serie "Die Geisterakten", die bei YouTube bzw. auch Amazonprime läuft, erreichen, habe ich mir überlegt, dass ich hierzu öffentlich meine Meinung schreibe. Auch in Kenntnis dessen, dass sie so manchem sicherlich nicht "zusagt", aber es ist meine persönliche Meinung und es tut mir leid, aber ich verkaufe keine Märchen oder Wunschvorstellungen.

Ich wurde bzgl. meiner nachstehenden Meinung, die ich schon öfters mal in ähnlichen Worten geschrieben habe, schon zuhauf beleidigt, beschimpft und angegangen (auch telefonisch); auch kam der Vorwurf des Neides oder Missgunst, was an sich vollkommen unsinnig ist, da es mir grundsätzlich egal ist, wie erfolglich ein Format / Team ist, wie viele Abos und Views es hat usw.
Aber derartige Vorwürfe kommen grundsätzlich, wenn Menschen mit anderen Meinungen nicht umgehen können.

Bevor man sich aber nun meinen nachstehenden Zeilen widmet, empfehle ich zunächst diesen Artikel von mir zu lesen: (Link) Das Ghosthunting der Geisterjäger...

Dass die Wörter "Seriösität" und "Ehrlichkeit" oftmals leider bei Unterhaltungsserien auf der Strecke bleiben, erkennt man zB anhand der Geisterjäger-Show "Die Geisterakten" - welches ein reines Unterhaltungsformat ist und vor ein paar Jahren dafür begründet wurde. Dabei wurde von Anfang an den Zuschauern suggeriert, dass es sich bei den Protagonisten um (selbsternannte und -betitelte) Spezialisten (gleichbedeutend mit Experten) für Paranormales handelt, zumal sie sich selber so auf im Vorspann vorstellen. Werbetechnisch gesehen ein kluger Schachzug, denn so wird bereits eine "unbedingte Glaubwürdigkeit" bei den Zuschauern etabliert, denn wenn etwas ungewöhnliches auftritt und dieses als paranormal dann hingestellt wird, man diesen Spezialisten ja auf jeden Fall glauben muss. So werden auch geringste Zweifel "weggewischt".

Vielfach handelt es sich bei den Zuschauern auch um Menschen, die schon selber für sich auch
Unerklärliches erlebt haben und sehen dann ihre eigenen Erlebnisse damit bestätigt. Man trifft damit auch den "Nerv" der Menschen, die selber schon ihre Erlebnisse hatten und "was im TV läuft, muss ja echt sein". Nur kann man aber das eine mit dem anderen nicht vergleichen und ich glaube eher den Menschen ihre paranormalen Erlebnisse, als einer Unterhaltungssendung - denn die Quote bzw. Aufrufe / Views spielen da ja auch eine Rolle. Schließlich will man ja "Grusel" verkaufen, im Sinne von das Bedürfnis nach Paranormalen befriedigen.

Leider ist es so, dass durch derartige Unterhaltungsserien, die lediglich einer Profilierung und Selbstdarstellung dienen, ein falsches Bild vermittelt wird und auch teils mittelaterliche Vorstellungen weiterhin bedient werden bzw. auch Klischees, die eher aus Hollywooddrehbüchern stammen und der Vernunft jegliche Türen verschließen. Denn vieles wird in dem Format (wie auch manch anderen, zB Ghost Adventures) den Zuschauern suggeriert (ob mit Vorsatz oder fahrlässig, sei einmal dahingestellt) und so die objektive Meinungsbildung manipuliert - so dass die Objektivität abhanden kommt und eine eindimensionale Betrachtungsweise Einzug hält.

Und da eben auch das Know-How einer Werbefirma dahintersteckt (der Begründer kommt aus der Werbebranche), weiss man auch die Kniffe, wie man den Zuschauern etwas darbietet, um es als Paranormal hinzustellen, es selber aber so nicht benennt. Dazu kommt noch die mittlerweile eingebaute Dramaturgie... es muss sich ja weiter steigern - ähnlich wie bei "Dear David"

Auch die eingesetzten Gerätschaften sind mehr als fragwürdig, da diese vielfach auf Datenbanken zurückgreifen, wie ich u.a. in ein paar Episoden meines YouTube-Channels schon erklärt habe. Die Datenbanken verfügen über englische Wortschätze aus der paranormalen Thematik und wenn man dann meint, da etwas deutsches zu hören, darf man den Agathe-Bauer-Effekt nicht außer Acht lassen, wo aus ähnlich klingenden Aussagen auf englisch man etwas auf deutsch dann versteht. Auch die Erwartungshaltung kann zu Wahrnehmungstäuschungen führen, da man eben bestimmte Antworten ja auch erwartet und somit nicht objektiv sein kann.
So erklären sich auch die zigfachen "Geisterantworten", wodurch so manche harmlose Location zu einem Hotspot erklärt wird ....
Und nur weil derartige Gerätschaften (Apps, Portal, Ovilus) durch amerikansiche Serien beworben, gehypt und als "Wundermittel" zur Geisterkommunikation stilisiert wurden - ist dies kein Beweis für die perfekte Tauglichkeit. Aber wie so oft: "Was im TV läuft muss ja echt sein".

Aber um jeglichen Zweifel auszuschließen werden seitens des Geisterakten Teams für den Zuschauer jene Aussagen aus dem Portal eingeblendet, die man da hören soll... wie war das noch mit der Suggestion?- so ähnlich arbeitet ja auch das Format "Behind You".

Sicherlich kann man sie sich anschauen, da es gut geschnitten und gefilmt ist, aber mehr als Unterhaltung ist es eben nicht. Ich will auch keinem seine Show oder Unterhaltung nehmen, bei weitem nicht, aber ich halte persönlich von solchen Pseudo-Spezialisten, die einen auf Ghosthunter machen nicht sehr viel, wenn sie eben dabei behaupten (lassen), dass sie "Spezialisten" sind. Denn im Übrigen sollten "Spezialisten" ja mitunter auch keinen Hausfriedensbruch begehen oder Genehmigungen unter Angabe von falschen Gründen sich erschwindeln. Derartiges Verhalten bringt auch andere Teams mit in Verruf und mit Seriösität hat dies nichts mehr zu tun. Aber da sich die "Spezialisten" solche Fehltritte erlauben, wird es in der Anhängerschaft schon als notwendig und normal angesehen (zB Hausfriedensbruch "Heimschule am Laacher See") - auch wenn man es nicht glauben mag, auch als Ghosthunter / Geisterjäger / Paranormale Ermittler, der/die Unterhaltungsserien produzieren hat man eine gewisse Vorbildfunktion und gesellschaftliche Verantwortung. Erstaunlich finde ich in dem Zusammenhang, dass wenn andere Geisterjäger-Formate sich derartiges leisten, geht ein Aufschrei durch die (Ghosthunter-)Community.... da sollte man schon ehrlich sein und nicht mit zweierlei Maß messen. Aber dies würde an dieser Stelle zu weit führen und fernab von dem eigenem Thema - werde ich aber sicherlich in einem späteren Artikel mal separat behandeln.

Schade ist nur, dass ein vollkommen falsches Bild vom Ghosthunting vermittelt wird (Absicht?) und Stimmen werden laut, dass wenn man nicht wie die Geisterakten arbeitet, man kein Ghosthunter / Geisterjäger ist und auch nicht seriös ist (öhm....) ... da kommen Erinnerungen an den Film "Die Welle" auf.... und es ist schon erstaunlich bzw. sogar erschreckend, wie leichtgläubig manche sind und die Objektivität so abhanden kommt. Nur mal als Beispiel bzgl. der Manipulation und der Leichtgläubigkeit, so gibt es im Bereich der Verschwörungstheorien ja genug Negativ-Beispiele, zB Chemtrails, Rheichsbürgertum, Reptiloiden, Flat Earth usw. - auch da wird gern mit dem Wort "Spezialisten" gearbeitet, die uns weis machen wollen, dass wir "besprüht" werden und auf einer Erdscheibe leben. Was offensichtlich viele gar nicht so realisieren ist, dass Sprache ein mächtiges Instrument sein kann, nein, nicht kann, sondern ist. Nun aber zurück, zum eigentlichen Thema

Auch scheinen manche Zuschauer nicht zwischen Doku-Video und Unterhaltung zu unterscheiden (das Format scheint aber auch dieses Ziel zu haben)... was man aber schon machen sollte, da gerne beides in einen Topf geworfen wird und dann die Maßstäbe der Unterhaltungsserien auf Doku-Serien Anwendung findet und natürlich wird es dann bei den Doku-Serien keinen Spannungsbogen u.a geben. Hier ist aber der Zuschauer gefragt - und ja, es tut mir leid, aber Supernatural ist ebenfalls keine authentische Serie.

Die Ehrlichkeit und Ernsthaftigkeit weichen der Manipulation, Fehlinterpretationen und regelrechten Fake-News bzw. der Fake-Seriösität. Ich persönlich stehe beim Ghosthunting eher für eine authentische und ehrliche Darstellung und Vorgehensweise - gerade auch, weil Klienten sich ehrliche Antworten erhoffen und Aufklärung (egal in welche Richtung, ob paranormal oder rational erklärbar). Dafür stehe ich schon seit vielen Jahren ein und ich erwarte und verlange auch nicht, dass jeder meine Meinung oder Ansichten teilt bzw. sie "beherzigt". 

Aber wie schon geschrieben, anschauen kann man sich sicherlich diese Serie, da man schon sieht, dass da professionell gefilmt wird und sie auch vom Schnitt was verstehen; zudem der Spannungsbogen gut aufrecht erhalten wird. Auch so vom Ablauf her, nicht schlecht. Für eine Abendunterhaltung ideal. Da bin ich schon ehrlich, auch dass ich das Konzept und Aufbau der Folgen nicht schlecht finde... aber die angesprochenen Makel gefallen mir nicht und alles in allem wird ein Bild vom Ghosthunting etabliert, was eher in Richtung Selbstdarstellung und Ausblendung jeder Vernunft u.a. in Bezug auf eingesetzte Gerätschaften hinausläuft (noch schlimmer ist es da bei ParaInk). Damit erfüllt man das klischeehafte Bild, welches so mancher in der Gesellschaft von Ghosthuntern hat.... und Skeptiker freuen sich.

Wirklich gute und ehrliche Formate sind da eher "Haunting Australia" bzw. "Ghost Hunters International" oder "TAPS/Ghost Hunters" (1. Staffel, die folgenden Staffeln unterlagen eher dem Zwang der Quotenerfüllung und Fakes kamen rein). Dabei handelt es sich zwar auch an sich um Unterhaltungsserien, aber sie sind weitaus seriöser und glaubhafter gestaltet.

Leider vergessen aber viele, dass wir es in der paranormalen Community in erster Linie mit lebenden Menschen zu tun haben...und da sollte man auch ehrlich in der Außendarstellung sein....

Euer Tom, 05.07.2018

 

Samstag, 16. Juni 2018

Paranormale Ermittlungen im Konzentrationslager ... und der alte Jude im Traum

(Artikel vom 16.06.2018) Ein Thema, welches es in sich hat und worüber man kontrovers diskutieren kann: Soll man als Ghosthunter (Geisterjäger / Paranormaler Ermittler) eine Untersuchung in einem Konzentrationslager durchführen oder nicht? Für mich gibt es da ein klare Antwort und Entscheidung, die ich für mich als Mensch und Ghosthunter getroffen habe und welche es ist, erfahrt ihr in den nachstehenden niedergeschriebenen Gedanken.



Wenn man es mal ganz sachlich und nüchtern aus der Sicht eines Geisterjägers (oder allgemein eines Menschen, der sich für die paranormale Thematik interessiert) betrachtet, so sind gerade Konzentrationslager und ganz besonders Vernichtungslager wie Ausschwitz-Birkenau, Sobbibor, Majdanek, Treblinka oder gar Orte, wo es Massenhinrichtungen äußerst interessant, um dort eine paranormale Ermittlung durchzuführen. Denn es ist nicht auszuschließen, dass sich dort noch Seelen von Hingerichteten und Verstorbenen aufhalten - allein schon durch die vielen Emotionen und Gefühle die dort durch die ständige Angst und den Todeskampf zig Zehntausender Opfer des Naziregimes enstanden, kann es sehr gut möglich sein, dass entsprechende Ermittlungen positive Ergebnisse hervorbringen.

Allerdings ist es aber auch so, dass nahezu jeder weiss (bzw. wissen sollte oder sogar muss!), was an diesen Orten mit Menschen geschah, die aufgrund ihrer Lebensweise, Herkunft, Glaubens u.a. vernichtet und ausgerottet werden sollten, egal ob Kinder, Frauen, Männer, Greise. Und dies war alles andere als ein "Vogelschiss" in der Geschichte der "Deutschen" (keine Sorge, es wird kein politisches Statement).

Gerade dadurch, dass man um die unfassbaren menschlichen Tragödien an diesen Orten weiss, wird man es nicht schaffen, diese beim Betreten der Gelände auszublenden. Wie ich ja immer wieder erwähne, sollte man unbedingt zusehen, dass man bei einer paranormalen Ermittlung seine eigenen Erwartungshaltungen auf ein Minimum reduziert, um objektiver bei der Untersuchung zu sein. Aber gerade bei solchen Locations wird man es nicht schaffen können, die Emotionen gänzlich oder auch nur ansatzweise auszublenden. Emotionen könnten sich wahrnehmungstörend auswirken. Beispielsweise auftretende beklemmende Gefühle könnten falsch gedeutet werden und sie Geistern zugeschoben werden, obgleich es vom eigenen Empfinden herrührt. Man hört es von so vielen Menschen, die diese Locations betraten, dass Trauer sie überkam - sollte dies bei einem Ghosthunter anders sein? Ich könnte mich da nicht von freisprechen.

Allein schon wegen der Emotionalität stehe ich einer paranormalen Ermittlung einer solchen Location ablehnend gegenüber. Ihr habt richtig gelesen, der Geisterjäger Tom würde eine paranormalen Untersuchung einer bestimmten Art von Locations ablehnen und nein, dies hat rein gar nichts mit Angst zu tun (auch keine Angsts vor angeblich rachsüchtigen Geistern). Ich finde einfach, dass man gewisse Locations nicht untersuchen muss - da regt sich bei mir das Gewissen und der Respekt vor den Opfern.

Ein anderer Punkt, um eine solche Ermittlung nicht durchführen zu wollen liegt in meiner eigenen Erlebnissen begründet. Erlebnisse in Form eines Traumes, den ich seit meiner Kindheit habe und der mich immer wieder "einholt" und wie in einer Repeatschleife sich wiederholt. Ein sehr realer emotionaler Traum  - ich sehe mich als alten Greis mit einem Kind auf dem Arm. Es ist seine Enkelin Rebecca. Sie gehen einen staubigen Weg zu einem Gebäude, dort die steinigen Stufen herab in Vorahnung dessen, was sie dort erwartet. Die letzten Minuten und Augenblicke bis absolute Stille eintritt. Die Gefühle des Mädchens sind wie feste Materie greifbar. Gefühle von unendlicher Angst, die auch der alte Greis besitzt, aber dennoch versucht er das Kind mit einem Lächeln von dem was kommt abzulenken. 

Als an sich rational denkender Mensch könnte man die Vermutung haben, dass ich evtl. mal als Kind einen Film gesehen habe, wo eine solche Sequenz zu sehen und sehr einschneidend für mich war. Oder ein "Gebilde" meines Unterbewusstseins, weil ich mich intensiv mit Geschichte befasst habe. Aber ich weiss, dass ich diesen Traum noch weit davor hatte, als ich überhaupt einmal ein Buch zu der Thematik gelesen habe. Ich kann nicht beschwören, dass ich niemals als Kind mal durch Zufall genau so einen Ausschnitt aus einem Film sah, aber würde sich die Sequenz so intensiv ins Gedächtnis einbrennen? Ich kann mich an die ein oder andere Szene aus Filmen noch erinnern, die ich in meiner Kindheit sah, keine hatte dieses Potential, wie diese Szene. Daher bezweifel ich schon, dass es eine Filmsequenz war.

Eine andere Möglichkeit wäre -da wird es spirituell-, dass es vielleicht ein Schnippsel aus jener Truhe in unserem Unterbewusstsein ist, wo Erlebnisse und Erfahrungen aus einem der Vorleben abgespeichert sind und durch einen kleinen Spalt "ans Tageslicht" kommt.

Euer Tom


Donnerstag, 17. Mai 2018

Yanny oder Laurel - eine Tondatei = 2 Ergebnisse


 Vor wenigen Tagen ist eine Tondatei im Netz aufgetaucht, die jene schier zweifeln lassen, was man dort nun hört. Manche hören "Yanny" und wiederum andere "Laurel".


Und was hört ihr?

Ein altes "Problem", welches auch gerade wir Ghosthunter / Geisterjäger kennen. Denn bei der Auswertung des aufgenommenen Tonmaterials kommen bei manchen Sequenzen auch zwei oder gar mehrere Varianten heraus. Auch hier kann es zu solchen "Ergebnissen" und Zusammentreffen der weiter später genannten Faktoren kommen.

Dieses "Problem" zeigt auch auf, wieso auch gerade die Ergebnisse der in den letzten Jahren aufgekommenen Live-Kommunikation mit Geistern mit "?" zu versehen sind. Denn gerade bei dieser Live-Kommunikation braucht nur einer zu sagen, was man hört und alle Anwesenden erfahren eine Suggestion und können eine zweifelsfrei/neutrale Prüfung nicht mehr so wirklich vornehmen.

Zitat aus einem Artikel bei T-Online:

"Denn die Ton-Datei besteht sehr offensichtlich aus beidem – einem hochfrequenten "Yanny" unterlegt von einem tieferen "Laurel".Wer was hört, hängt von mehreren Faktoren ab: hörbare Frequenz, Technik, Gewohnheit und Zufall. Tatsächlich entscheidet sich das Gehirn in manchen Fällen schlicht für eine von zwei möglichen Varianten."


Euer Tom Pedall

HP Ghosthunter NRWUP & RLP
YT Ghosthunter NRWUP & RLP
YT TomsTalkMystery

Das "Ghosthunting" der Geisterjäger ... und was ist seriös?

Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich diesen Text hier schreibe und dann auch veröffentliche. Aber irgendwann ist einmal der Punkt erreicht, wo man seine Gedanken auch publik machen sollte. Mir ist bekannt, dass objektives kritisches Denken gerade auch in der Ghosthunter Community nicht immer willkommen ist (wird gerne als Neid und Missgunst ausgelegt), aber in Anlehnung an meinen Artikel vom (Aufklärung/Abgrenzung) und dem entsprechenden Podcast (Link) ist es Zeit für eine Ergänzung.

Denn, um eines mal vorweg zu nehmen: Von „Dem Ghosthunting“ kann man an sich nicht sprechen, denn dies impliziert, dass all jene, die sich Ghosthunter / Geisterjäger / Paranormale Ermittler nennen nach den gleichen Standards und Prinzipien arbeiten und nahezu die gleiche Philosophie/Zielausrichtung verfolgen. Nur ist dies eben nicht der Fall und es gibt vielerlei Philosophien und Antriebe, weshalb diese und jene auf dem Gebiet tätig sind (wissenschaftliche Ansätze, über Einholen eines Gruselkicks, Show, bis hin zu alles ist paranormal usw.). Wenn ich selber vom Ghosthunting rede, meine ich unsere eigene Teamphilosophie, aber ich sollte mir hierfür mal einen anderen Terminus überlegen.

Seit meiner frühen Jugend interessiere ich mich für die paranormale Thematik und diese Thematik find ich persönlich nach wie vor extrem interessant und spannend, aber man sollte da schon die Bodenhaftung nicht verlieren und nicht aus den Augen verlieren, dass es doch im Wesentlichen darauf ankommt, dass man keinen verqueren Thesen aufsitzt und die Wahrheit und Ehrlichkeit ein hohes Gut ist. Denn man hat –meiner Meinung nach- auch als Ghosthunter eine gewisse gesellschaftliche Verantwortung und sollte selber nicht dazu neigen, durch manipulative Darstellung und leicht widerlegbare Ergebnisse einfach nur Klischees zu bedienen und somit Menschen in der Meinungsfindung zu beeinflussen.
Bestes Beispiel: Apps mit Datenbanken (zB „Ghost Tool App und Huffs „The Portal“-App). In vielerlei Videos wird dargestellt/suggeriert, dass die daraus resultierenden Antworten von Geistern stammen. Wenn dann 18jährige, diese Apps nutzen, um einen Geist zu kontaktieren und entsprechend der „Ghosthunter“ in dem Video vorgehen und dabei unschöne Aussagen kommen, sie diese für real nehmen und sich womöglich einen Film dann fahren…
Ist nicht derjenige Mitschuld, der nur wegen Klicks und Views derartiges als echtes Ghosthunter-Equipment deklariert, worüber man echte Antworten von Geistern bekommt? Ich denke mal schon.

Der inhaltliche Wert der Wahrheit und ehrlichen Arbeitsweise wird vielfach über Klickzahlen, Auftritten in Medien, Abonnenten und Aufrufen/Views, Anzahl der Kommentare, teures Equipment, hohe Anzahl von "Ergebnissen", Dramaturgie, oftmals reißerischen, spannungsgeladenen Inhalten in der Community und Zuschauern definiert (sowie auch so gewollt dargestellt) und dabei ist es unerheblich, ob es vielleicht Fehlinterpretationen sind, getrickst wird, so einiges vollkommen rational zu erklären ist, Stimmen aus Datenbanken kommen, Suggestionen vorgenommen werden, Prinzipien und naturwissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten über Bord geworfen werden und von der Rückkehr des überwiegend mittelalterlichen Aberglaubens ganz zu schweigen. Hauptsache Klischees werden bedient.
Kurzum: Die "Wahrheit" ist leider so manches Mal nur Makulatur und lediglich ein Spielball zur Manipulation der Außenstehenden und Selbstverherrlichung.

Diese Ausführungen kann man auch auf den Bereich der Verschwörungstheorien beziehen, denn wenn man mit Anhängern solcher Verschwörungstheorien (Chemtrails, Flat-Earth u.a.) diskutiert, werden mit Vorliebe "seriöse Quellen" u.a. bei YouTube benannt und die Seriösität auch mitunter damit begründet, dass wegen der hohen Quantität bei den genannten Faktoren man davon ausgehen kann, dass diese die Wahrheit reflektieren.
Aber gerade auch in diesem Themenkomplex (Paranormales) darf man das kritische Denken nicht ablegen.

Ebenso bei der Verwendung des Wortes "Experte" (wenn man es zur Selbstbetitelung/eigenen Vorstellung nutzt) wird eine Manipulation bereits ausgeübt. Da wird schon dem Außenstehenden suggeriert, dass diese Person(en) über das Maß aller Dinge hinaus Wissen besitzen (müssen). Da bekommen dann entsprechende Aussagen, verwendete Geräte und "Ergebnisse" eine vollkommen andere, höhere Gewichtung - ein Kalkül.

Beim Thema Seriösität spielen für eine Vielzahl der Außenstehenden bzw. der paranormalen Community die gleichen Faktoren eine Rolle wie für die Wahrheit und Ehrlichkeit. An sich eine recht oberflächliche Betrachtungsweise, um anhand dieser Faktoren zu schlußfolgern, wo bei wem wirklich das Wort "seriös" Verwendung zu recht finden kann. Unter dem Strich: Für Seriösität gibt es in der paranormalen Community keine einheitliche Definition….

Ist man seriös, weil man den neuesten Equipment-Schnick-Schnack verwendet, weil es irgendwelche US-Serien vorgeben?
Ist man seriös, weil man irgendwelche Geräte und Apps verwendet, die Stimmen aus Datenbanken entsprechend der Programmierung auswerfen und diese -weil die aus den Lautsprechern kommenden Wörter/Sätze- ansatzweise zu einer Frage oder Situation passen? Und man völlig außer Acht lässt, dass diese Geräte ganz offensichtlich nur auf Wortschätze aus dem paranormalen Themengebiet zurückgreifen und es daher kein großer Zufall ist, wenn etwas „passt“?
Ist man seriös, weil man haufenweise haufenweise Stimmen und Pixelbreibilder bzw. Bilder mit Geisterflecken („Orbs“) aufnimmt und alles als (möglicherweise) paranormal hinstellt?

Dann wundert man sich, wenn Ghosthunter verlacht werden? Ernsthaft?

Die Untersuchung von paranormalen Phänomenen ist, wenn man es wirklich ernsthaft betreibt, oftmals recht ereignislos und langwierig; da stehen die Phänomene nicht Schlange, um aufgenommen und publiziert zu werden.
Ernsthaftigkeit bedeutet aber nicht, dass das Auftreten von urkomischen Momenten ein Lachen verbietet. Man liest es in letzter Zeit auch immer mal, dass wenn man während einer Untersuchung lacht, weil es eben die Situation (zB lustiger Schreckmoment wegen Fledermaus) hergibt, dies eher für unseriöses Auftreten steht – man würde damit u.a. keinen Respekt vor Geistern zeigen und die Thematik nicht ernst nehmen. Ganz im Gegenteil!
Lachen, sofern man sich nicht abfällig über die Geister und Verstorbene lustig macht bzw. beleidigt, ist sehr wohl erlaubt (manchmal steigen sie auch darauf ein (s. unser Gläserrücken-Video) und schließlich sind wir keine gefühlskalten Menschen.

Da bin ich wieder an dem Punkt der Definition von „Seriösität“ und mal ganz ehrlich, was ist das von Scheuklappendenken? Zumal es ja in der Tat auch Menschen gibt, die sogar der Meinung sind, dass sobald man verstorben ist und als Geist weiterexistiert, Lachen und Spaß haben für Geister verboten ist bzw. diese Gefühlsregungen abgelegt werden. Sollte dies so sein, dann verzichte ich gerne, als „Geist“ weiterzuleben. Es wird viel zu viel in der ganzen Thematik nur nach menschlichen Vorstellungen absolut konservativ „gepredigt“.

Also auch hier sollte man mal einfach die Kirche im Dorfe lassen und im Übrigen ist lachen gesund und hilft auch so manchem seine Ängste zu besiegen.

Nicht nur eine unterschiedliche Bewertung und Definition des Wortes Seriösität ist ganz offenkundig, sondern auch bzgl. des Wortes Fake und Fehlinterpretation gilt Uneinigkeit (ganz besonders in der Paranormal Community).

Mal zur Klärung:

Fake
- vorsätzlich manipuliertes Material bzw. gestellte Szenen (zB Einbau von Geistern in Bildern durch entsprechende Programme/Apps)
- Erzeugen von Reaktionen auf EMF-Messgeräten mittels Funkgeräten)
- manipulative Aussagen zur Meinungsbildung
- falsche Fakten, Fehlinterpretationen und Fiktionen wider besseren Wissens als Realität „verkaufen“

Fehlinterpretationen
- akustische, optische Fehldeutungen (zB Pareidolie)
- grundloses Hineindeuten
- aufnahmetechnische Fehler (Geisterflecke/Orbs)

Zu den Fehlinterpretationen gehören auch so Aussagen (zB "etwas paranormales ist hier") bzgl. der Ausschläge auf den sogenannten EMF-Messgeräten (Cell-Sensor, Trifeld, K2, Gaussmaster u.a., die allesamt das das gleiche messen), wenn man in einer Wohnung Messungen vornimmt und sie reagieren. Dabei wird nicht selten als Grund die Anwesenheit eines Geistes angegeben. Nur wird dabei vollkommen außer Acht gelassen, dass auch WLAN-Netze und auch eingeschaltete Mobilfunkgeräte in der/den Nachbarwohnung/-en bzw. unmittelbaren Nachbarhaus ausreichen, damit die Geräte positiv reagieren. Von daher sind derartige Ausschläge immer mit einer gehörigen Portion Skepsis zu bewerten und man könnte die Messergebnisse nur dann in den Bereich des Paranormalen verschieben, wenn es unmittelbare Reaktionen auf Aufforderungen sind. Auch muss man unbedingt auf ein evtl. gleichbleibendes Intervall achten - dies ist dann eher als rational zu deuten. 
Auch die Nähe zu Überlandleitungen, Funkmasten usw. können dabei eine entscheidende Rolle spielen, da sollte man schon die Umgebungsbeschaffenheiten prüfen.

Übersteigerte Erwartungshaltungen können auch trügerisch sein und so kann es auch zu visuellen, akustischen und emotionalen Wahrnehmungstäuschungen kommen. Denn wenn man mit dem falschen Ansatz eine Untersuchung beginnt (ein Geist muss da sein), dann kann auch das Unterbewusstsein uns einen Streich spielen.

Aber was kommt denn nun nach den Apps, Geräten wie Ovilus, Portal? Welche die zeitgleich blinken, dampfen und wackeln, wenn ein „Geist“ anwesend ist?

Ich selber bin Ghosthunter um aufzuklären und zu ergründen, was hinter den Phänomenen steckt, denn nur ein kleiner Prozentsatz von vermeintlich Paranormalem kann man in den Bereich "paranormal" packen. Unterhaltung ist nicht meines, denn ich will keinen Grusel oder fiktive Geister-Hotspots, Geistergeschichten verkaufen, um Klisches zu bedienen und eine Fanbase aufzubauen und auch keinen Klienten das Vorhandensein von Geistern in der Wohnung einreden, weil u.a. eine App dies sagt.

Okay, Ghosthunter/Geisterjäger ist kein geschützter Name und man braucht keine Zeugnisse vorzulegen, um einer zu sein. Von daher kann sich jeder Hinz und Kunz so nennen und gerade deshalb ist es immens wichtig, dass man offen und ehrlich agiert, damit keine Fakes, Manipulationen und Geister in Pixelbrei-Bildern als Wahrheit verkauft werden. Um wirklich objektiv als Ghosthunter/Paranormaler Ermittler agieren zu können, da bedarf schon immens viel Vorwissen, nicht nur aus dem paranormalen Themengebiet, sondern auch von Naturwissenschaften, religiösen Richtungen, Kenntnisse der Bildanalyse usw.

Aber sollte es nicht um die eigentliche Wahrheit in der Untersuchung von paranormalen Vorkommnissen gehen? Bei manchen geht es schon darum ….

Auch wird gerne mal suggierert, dass das Betreten von Grundstücken Dritter in Ordnung ist, um dort paranormalen Untersuchungen durchzuführen. Dieses "Betreten" wird sogar filmisch festgehalten (Beseiteschieben eines Gitters) oder man mokiert sich und jammert in die Kamera, weil die Polizei einen Platzverweis aufgrund eines festgestellten Hausfriedensbruches ausspricht. Damit begibt man sich bei Fans in die Opferrolle und erzeugt somit noch mehr Aufsehen - getreu der Ansicht: "Da will jemand eine Untersuchung verhindern!". Damit erzeugt man in der Community (besonders den Fans) und auch nach außerhalb ein Bild, dass es normal und selbstverständlich ist, wenn man auf Eigentumsrechte Dritter keine Rücksicht nimmt und Hausfriedensbruch zum „Ghosthunting“ auch dazu gehört.

Zu alledem kommt noch hinzu, dass man oftmals sich wirklich fragt, ob die ein oder anderen sich jemals mit Thesen und der Historie auseinander gesetzt haben. Soviel zum Thema Hintergrundwissen und dieses bekommt man nicht durch TV-Serien (zB Ghost Adventures, Ghost Asylum) oder esoterische Videos vermittelt.

Mittlerweile geht es schon so weit, dass man mancherorts in der Community als Ghosthunter nur noch „akzeptiert“ bzw. „ernst genommen“ wird, wenn man so arbeitet, wie der Mainstream es „vorgibt“ – und wenn man an den Teufel, Erzengel und Dämonen glaubt, erst recht. Das Aufrechterhalten von altertümlichen/mittelalterlichen Thesen, die aus einer damaligen religiös geprägten Weltanschauung heraus aufgestellt wurden, ist nicht meins, da man diese schon sehr kritisch betrachten sollte – mir geht es um Aufklärung und Ängste nehmen.

Und wenn etwas bei paranormalen Untersuchungen übrig bleibt, was man wirklich als interessant und als paranormal betiteln könnte, dann freut es mich. Aber ebenso freut es mich, wenn Klienten wieder angstfrei leben können und der Grund des Spuks rational erklärbar ist.
Dies gehört für mich zur Seriösität, wie auch vertauensvolles Arbeiten und objektives Betrachten von Ergebnissen und keinesfalls das Füttern von irgendwelchen Klischees, Schutz der Privatssphäre von Klienten und Aufklärung.

Man sollte vieles einfach mal objektiver betrachten und nicht alle in einen Topf werfen....

Euer Tom Pedall


Donnerstag, 3. Mai 2018

Was für eine fatale Aussage....

"Im Ghosthunting macht jeder das, woran er glaubt"

Diesen Satz musste ich heute Abend bei einem paranormalen Ermittler / Ghosthunter lesen. An sich könnte man dies so stehen lassen, aber da sich oftmals Hilfesuchende an einen Ghosthunter wenden, kann das mit diesem "woran er glaubt" schon zu einer Gefahr für die hilfesuchende Person/Familie werden.

Mehr dazu in den kommenden Tagen...